jobsuche15Auch wenn es auf den ersten Blick ungewohnt scheint sich selbst als Produkt zu sehen, so können wir doch einiges von den Marketing-Experten lernen: z.B. wie wichtig die richtige Vorbereitung ist. Wer sich selbst, seine Stärken und Schwächen genau kennt, eine Markt- und Unternehmensanalyse, ein ausgefeiltes Bewerbungskonzept und ein klares Ziel vor Augen hat, der landet auch auf dem Stellenmarkt einen sicheren Treffer.

Klingt kompliziert? Keine Sorge, in den kommenden Wochen werde ich Ihnen Schritt für Schritt die wichtigsten Tipps und Tricks der Profis erklären. Vom durchschlagendem Anschreiben über effektive Körpersprache beim Bewerbungsgespräch bis hin zum optimalen Selbst- und Zeitmanagement sowie dem richtigen Umgang mit Vorgesetzten, Kollegen und Kunden. Sollte Sie ein Thema besonders interessieren, freue ich mich natürlich über Vorschläge und Anregungen. Ich werde versuchen, diese schnellstmöglich zu bearbeiten.

Übrigens wirken sich die Methoden des Selbstmarketings auch im Privatleben sehr positiv aus. So lernt man sich nicht nur selbst besser kennen, sondern erwirbt nebenbei essentielle Fähigkeiten wie Organisation, Konzeptionierung, Effizienzsteigerung, Durchsetzungskraft, geradliniges Auftreten  und – last, but not least – ein bejahendes Selbstbild. Eine Auseinandersetzung mit professionellen Verkaufstechniken lohnt sich also in jedem Fall – ob man bereits einen guten Arbeitsplatz hat oder noch auf der Suche ist.

Los geht’s nächste Woche mit der überzeugenden Gestaltung der Bewerbungsmappe. Was formell in Anschreiben und Lebenslauf gehört, können Sie solange hier nachlesen. Ich will aber der Frage nachgehen, wie Bewerbungsunterlagen aussehen, die sofort ins Auge springen und ganz oben im (virtuellen oder analogen) Auswahlstapel landen.


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Mobile Bewerbungsmappe: Bild und Schlagwörter auf dem Auto platzieren

Mobile Bewerbungsmappe: Bild und Schlagwörter auf dem Auto platzieren

Viele Jobsuchende kennen das Problem: Trotz guter Qualifikation bekommt man einfach keinen Job! Da ist Kreativität und Selbstvermarktung gefragt. Mit gutem Vorbild geht ein junger Betriebswirt aus dem Raum Hannover voran. Dieser hat kurzerhand sein Auto zur mobilen Bewerbungsmappe umfunktioniert.

Bewerbungstipps gibt es in Hülle und Fülle. Doch es ist kein Wunder, dass viele Arbeitssuchende irgendwann verzweifeln, wenn auch nach 60 Bewerbungen kein Job in Aussicht ist. Um aber endlich wieder in Lohn und Brot zu stehen, hilft es vielleicht neue Wege einzuschlagen und vielleicht ungewöhnliche Maßnahmen zu ergreifen. Dies betrifft vor allem die Selbstvermarktung.

Bewerbung auf dem Auto platzieren

Das dachte sich auch Lars A. aus Hannover, der trotz zahlreicher Bewerbungen immer noch keinen neuen Job gefunden hat. Doch den Kopf in den Sand zu stecken, kommt für ihn nicht in Frage. Also hat er kurzerhand seinen Auto zur mobilen Bewerbungsmappe umgestaltet. Auf den Türen platzierte er ein großes Portraitbild und versehrte das Auto mit Schlagwörtern und zusätzlichen Informationen über sich. In großen Lettern ist u.a. Folgendes zu lesen: Betriebswirt IHK, Bankkaufmann, belastbar, flexibel, offen, dynamisch, teamfähig, Organisationstalent usw.

Mobile Bewerbung für Aufmerksamkeit

Mit dieser Maßnahme wird Lars A. garantiert die von ihm erwünschte Aufmerksamkeit erzielen und sicherlich den einen oder anderen Interessenten an seiner Person finden. Diese können sich für weitere Informationen auf seiner Website umschauen, die er natürlich auf dem Wagen lanciert hat. Dort findet man ein Anschreiben, Kurzprofil, Lebenslauf und Kontaktdaten.

Die Idee ist auf jeden Fall clever und animiert zum Nachahmen. Doch wer es Lars A., der für seine besondere Bewerbung sogar einen Sponsor gefunden hat, gleichmachen will, braucht also Folgendes:

Eine private Bewerbungs-Homepage mit allen wichtigen Informationen, die einen potentiellen Arbeitgeber interessieren dürften und natürlich ein Auto, um diese dann zu promoten. Damit sollte man ordentlich Präsenz auf viel befahrenen und gut besuchten Straßen zeigen.


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Mit Life/Work-Planning zum Traumberuf

Mit Life/Work-Planning zum Traumberuf

Wer sich längere Zeit auf Jobsuche befindet, immer wieder auf Stellenangebote bewirbt und doch nur Absagen erhält, empfindet sich selbst schnell als Bittsteller denn als kompetente Arbeitskraft. Dabei ist gerade das Bewusstsein über die eigenen Fähigkeiten ein grundlegender Schritt zum beruflichen Erfolg.

Dies hat der Arbeitsforscher und evangelische Pastor Richard Nelson Bolles bereits in den 70er Jahren erkannt und daraufhin eine Methodik entwickelt, welche die Chancen von Jobsuchenden auf dem Arbeitsmarkt erheblich verbessern soll: Das Life/Work-Planning, kurz L/WP.

L/WP-Seminare werden heute von unzähligen Weiterbildungsstätten, Hochschulen und Beratungsstellen in Europa und den USA angeboten. Zudem wurden die Grundideen des L/WP in viele weitere Methoden des Selbstmarketings und –coachings aufgenommen.

So steht bei dieser Verfahrensweise nicht etwa der Arbeitsmarkt oder der potentielle Arbeitgeber im Mittelpunkt, sondern der Arbeitssuchende selbst. Im L/WP wird davon ausgegangen, dass

  1. Viel mehr Jobs unbesetzt sind, als in den bekannten Stellenbörsen ausgeschrieben werden.
  2. Nicht etwa die qualifizierteren Personen eine Stelle bekommen, sondern solche, die um Ihre Fähigkeiten wissen und diese gut „verkaufen“ können.
  3. Die meisten Menschen nur bedingt mit Ihren eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen vertraut sind.
  4. Die meisten Menschen keine Methode kennen, den Arbeitsmarkt Ihren Qualifikationen und Fähigkeiten entsprechend richtig zu analysieren.

Ausgehend von diesen Thesen werden während des L/WP die entscheidenden Fragen nach dem „Was?“ „Wo?“ und „Wie?“ geklärt:

Was?

Soll die Frage nach den eigenen Kompetenzen klären. Allerdings nicht im Sinne von Qualifikationen oder beruflicher Erfahrung, sondern in Form von Neigungen und Talenten. Stellen Sie sich die Frage: „Was mache ich immer wieder gerne?“ statt „Was kann ich besser als andere?“

Wo?

möchten Sie arbeiten? In welchem Umfeld? Welcher Branche? Mit welchen Kollegen? Durch die Beantwortung und Analyse dieser Fragen wird ein spezifisches Zielprofil erstellt, das der weiteren Analyse des Arbeitsmarktes dient.

Wie?

Ist der letzte Schritt zum Traumjob. Wie komme ich nun, da ich meine Fähigkeiten, Interessen und Ziele kenne, an einen Job, der meinem Profil entspricht? Mit einem ausgearbeiteten, klaren Profil fällt professionelles Selbstmarketing deutlich leichter. Eine Initiativbewerbung auf eine Stelle, die Ihnen passgenau entspricht, ist erfolgsversprechend, denn auch ein Unternehmen wird erkennen: Sie sind genau der richtige für diesen Job.


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Carpe Diem - Wie Sie die Zeit während der Jobsuche optimal nutzen

Carpe Diem - Wie Sie die Zeit während der Jobsuche optimal nutzen

Durchschnittlich werden gerade einmal drei bis fünf Prozent aller Jobaspiranten zu einem persönlichen Bewerbungsgespräch eingeladen – und nur einer kann die Stelle antreten.
Es ist also völlig normal, über einen längeren Zeitraum auf Stellensuche zu sein. Lassen Sie sich von Absagen nicht entmutigen, sondern nutzen Sie die Zeit, um Ihre Bewerbungsunterlagen und Fähigkeiten zu optimieren.

Bewerbungsunterlagen

Überprüfen Sie Ihr Bewerbungsschreiben. Der häufigste Fehler sind standardisierte Anschreiben, die nur unzureichend auf das betreffende Unternehmen eingehen. Greifen Sie in Ihrem Bewerbungsschreiben möglichst viele Aspekte der Stellenausschreibung auf und heben Sie gesuchte Qualifikationen und Fähigkeiten explizit hervor. Durch eine intensive Recherche auf der Homepage des Unternehmens erhalten Sie wichtige Zusatzinformationen, die Ihnen helfen können, Ihr Anschreiben noch besser auf das Unternehmen abzustimmen. Damit stellen Sie gleich zwei Schlüsselqualifikationen unter Beweis: Ihr Engagement sowie Ihre analytischen Fähigkeiten.

Übung macht den Meister

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie Probleme mit der Situation des Bewerbungsgesprächs haben, können Sie einen Freund bitten, diese mit Ihnen zu üben. 90 Prozent der Fragen während eines Bewerbungsgesprächs sind Standardfragen wie „Warum glauben Sie, der optimale Kandidat für diese Stelle zu sein?“ oder „Was sind Ihre Schwächen?“. Mit etwas Routine bringen Sie auch Fangfragen wie „Arbeiten Sie lieber allein oder im Team?“ nicht mehr aus der Ruhe und Sie lernen, konsequenter aufzutreten. Auch ein Coach oder ein Bewerbungsworkshop leisten hier gute Dienste.

Bilden Sie sich weiter!

Nutzen Sie die Zeit während der Jobsuche, um sich Zusatzqualifikationen anzueignen. Weiterbildung muss nicht teuer sein: Im Internet finden Sie beispielsweise zahllose kostenlose Tutorials für Softwareprogramme und auch Ihre Fremdsprachenkenntnisse können Sie mittels günstiger Selbstlernkurse auffrischen. Durchforsten Sie einmal die für Sie relevanten Stellenanzeigen nach Zusatzqualifikationen. Hier finden Sie wichtige Hinweise, in welchen Bereichen Sie sich weiterbilden könnten, um Ihrem Traumjob ein Stück näher zu kommen.


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Visitenkarte – wichtig für die Jobsuche

Visitenkarte – wichtig für die Jobsuche

Ein jeder hat Visitenkarten. Warum also nicht auch Jobsuchende. Damit soll aber nicht in erster Linie die Bewerbungsmappe aufgefüllt werden. Vielmehr sollte man sie beispielsweise beim Besuch einer Jobmesse immer griffbereit haben. Doch wie sieht die richtige Visitenkarte für Bewerber aus?

Jobmessen sind vor allem für Studenten die kurz vor ihrem Abschluss stehen, der ideale Ort, um sich als Arbeitskraft anzubieten. Da darf eine Bewerbungsmappe natürlich nicht fehlen, wobei diese auf solchen Events ohne Deckblatt und Motivationsschreiben zu gestalten ist. Schließlich bekommen die Unternehmensvertreter bei solchen Gelegenheiten bergeweise Bewerbungen. Da sollte man sie nicht noch zusätzlich „zu müllen“.

Nicht weniger wichtig ist die eigene hochwertige Visitenkarte, mit der man wunderbar Selbst-Marketing betreiben kann. Hierfür sollte man auch durchaus etwas Geld investieren. Schließlich ist die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt groß und jeder versucht mit allen Mitteln seinen Traumjob zu bekommen.

Was sollte draufstehen?

Natürlich sieht die Visitenkarte eines Studenten der auf Arbeitsuche ist anders aus, wie diejenigen derer, die bereits im Job sind und eine entsprechende Position auf der Karte platzieren können.

Wer sich eine Art Bewerbungs-Visitenkarte anfertigen lassen will, sollte dickes Papier und Prägedruck verwenden. Auch das Gesicht gehört unbedingt darauf, damit man sich beim potentiellen Arbeitgeber schneller wieder ins Gedächtnis rufen kann, wenn dieser die Karte ein paar Tage später zwischen den Fingern hält. Neben dem Gesicht gehören die Kontaktdaten sowie die eigene Studienrichtung.

Der eigene Werbetext

Um mit Kreativität zu glänzen, kann man auch seinen eigenen kleinen Werbespruch auf der Visitenkarte platzieren. Beispiel gefällig? Wie wäre es denn mit: „Fachkräftemängel? Nicht mit mir!“ Das ist kurz und bündig und vermittelt durchaus Selbstbewusstsein.

Abgerundet wird die Visitenkarte für Jobsuchende durch drei persönliche Hauptargumente, die einen für den Job prädestinieren. Das kann eine besondere Sprache, der Auslandsaufenthalt oder die Teamerfahrung sein. Dadurch wird der Lebenslauf in einer einzigartigen und ganz individuellen Form komprimiert und auf die wichtigsten Punkte beschränkt.

Immer vorbereitet

Aber nicht nur auf Jobmessen sind die eigenen Visitenkarten immer bei sich zu führen. Schließlich kann man überall, sei es in einem Restaurant oder der Disko, dem Flugzeug oder der Bahn, zufällig mit jemandem ins Gespräch kommen, der gerade einen entsprechenden Job zu vergeben. Mit einer ordentlichen Visitenkarte hat man doch gleich gute Karten.


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Mit anonymen Lebensläufen gegen Diskriminierung?

Mit anonymen Lebensläufen gegen Diskriminierung?

Bei der Auswahl eines geeigneten Bewerbers spielen nicht nur berufliche oder schulische Qualifikationen eine wichtige Rolle. So machen viele Personaler häufig ihre Entscheidung vom Geschlecht, Alter oder Herkunft des Bewerbers abhängig. Riecht nicht unbedingt nach Objektivität. In Frankreich will man daher dieser Form der Diskriminierung mit anonymen Lebensläufen entgegentreten. Guter Ansatz, doch nicht wirklich viel versprechend.

Bis einschließlich April 2011 läuft in einigen Regionen Frankreichs das Pilotprojekt „anonyme Lebensläufe“. So sollen die Personaler mehr oder weniger gezwungen sein, Bewerber nicht nach Alter, Aussehen oder Geschlecht auszusortieren.

Entsprechend dürfen die Bewerber folgenden Daten im Lebenslauf weglassen:

  • Vollständige Namensnennung
  • Geburtsdatum und Alter
  • elektronische Kontaktdaten (E-Mail usw.)
  • Adresse
  • Geburtsort
  • Familienstand
  • Geschlechtsangabe
  • Foto

Klingt auf den ersten Blick durchaus interessant. Scheinbar bekommt nun der Ende fünfzigjährige oder die alleinerziehende Mutter von drei Kindern endlich eine gerechte Chance, einen neuen Job zu bekommen. Aber ehrlich gesagt nur auf den ersten Blick.

Personaler ziehen Rückschlüsse

Denn gewiefte Personaler können immer noch aus den verbleibenden Daten im Lebenslauf vermeidlich „diskriminierungssensitive“ Angaben finden. Denn Angaben zum Schul- und gegebenenfalls Studienabschluss, bisherige Arbeitsverhältnisse, Auslandsaufenthalte oder Sprach- und Computerkenntnisse müssen / sollten nach wie vor im Lebenslauf berücksichtigt werden. Für die Personaler ist es ein Leichtes, quasi zwischen den Zeilen weitere Rückschlüsse über den Bewerber zu gewinnen.

Das Alter kann man ganz einfach über den Schul- bzw. Hochschulabschluss erahnen. Und wer fließend exotische Sprachen spricht, gibt automatisch Aufschluss über seine Herkunft.

Anonyme Lebensläufe funktionieren nicht

Zudem stellt sich die Frage, wie ein Unternehmen einen Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch einladen will, wenn dieser nicht mal seinen Namen geschweige denn Telefonnummer im Lebenslauf hinterlassen muss. Und nicht längst jeder Franzose hat ein mobiles Telefon.

Letztendlich kann man sagen, dass anonyme Lebensläufe großer Quatsch sind. Denn irgendwann werden sich Bewerber und Personaler gegenüberstehen, wenn es beispielsweise zum Vorstellungsgespräch kommt. Spätestens dann ist man den Diskriminierungen ausgesetzt. Da wäre es zeitsparsamer, wenn man von vornherein abgelehnt wird.


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1 Euro Job

1 Euro Job

Die 1-Euro-Jobs erhitzen seit einiger Zeit in Deutschland die Gemüter und werden kontrovers diskutiert. Handelt es sich bei diesen, auch unter der Bezeichnung „Brückenjob“ bekannt gewordenen, Arbeitsgelegenheiten um Ausbeutung? Oder kann diese Art von Job die Chance auf einen regulären Arbeitsplatz tatsächlich erhöhen?

Genau genommen handelt es sich bei den 1-Euro-Jobs gar nicht um reguläre Jobs, wie sie vielfach in Stellenanzeigen oder einer Jobbörse ausgeschrieben werden. Vielmehr bieten diese Brückenjobs eine Mehraufwandsentschädigung für Empfänger von Arbeitslosengeld II. Durch die 1-Euro-Jobs sollen Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden. Sie werden deshalb in Arbeiten von öffentlichem Interesse vermittelt, wo sie wettbewerbsneutral zusätzliche Arbeiten verrichten sollen.

Bezahlt werden diese Jobs mit einer Aufwandsentschädigung von 1 Euro bis 2,50 Euro, beispielsweise bei schwerer körperlicher Tätigkeit oder Nachtarbeit. Die gezahlten Aufwandsentschädigungen für diese Jobs werden nicht auf das Arbeitslosengeld angerechnet. Dies soll der Motivation dienen. Damit diese Art von Job gesetzeskonform ist, muss sichergestellt sein, dass keine regulären Arbeitsplätze dadurch vernichtet werden, und der Arbeitgeber keine Wettbewerbsvorteile gegenüber Mitbewerbern erlangt. Ansonsten kann das Ganze leicht in Ausbeutung ausarten.

Es gibt Personen, die einem Job nachgehen und deren Einkommen unterhalb des Existenzminimums liegt. Ihnen werden in der Regel keine 1-Euro-Jobs angeboten, wenn sie einen Antrag auf das sogenannte Arbeitslosengeld II stellen, da dies wirtschaftlich keinen Sinn machen würde und sie bereits im Berufsleben stehen. Inwieweit die 1-Euro-Jobs der Eingliederung von Arbeitslosen in den regulären Arbeitsmarkt dienen, hängt nicht nur von der Höhe der Aufwandsentschädigung ab, sondern auch von vielen anderen Faktoren. Wichtig ist, dass die Art der Beschäftigung und der Arbeitslose, der den Brückenjob ausübt, zusammenpassen.

Nur dann kann der Arbeitslose von den Erfahrungen während des Brückenjobs tatsächlich profitieren, und wird die Tätigkeit dort im Idealfall nicht als lästige Verpflichtung, sondern als einen weiteren Schritt hin zu einem regulären Job sehen. Wer sich auf dem regulären Arbeitsmarkt nach einer anspruchsvollen pädagogischen Tätigkeit umschaut, wird sich vielleicht in einem Brückenjob in einer sozialen Einrichtung wohl fühlen, nicht aber beim Müll einsammeln im Park.


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Viele Jobsuchende schrecken vor der telefonischen Kontaktaufnahme mit dem potentiellen Arbeitgeber ab. Die Gründe sind vielfältig. Dabei liefern telefonische Bewerbung zahlreiche Vorteile. Vorausgesetzt, man ist gut vorbereitet.

jobsuche-telefon

Telefon als Bewerbungsinstrument nutzen

Angst vor der Abweisung oder Unsicherheit während des Gesprächs sind sicherlich die beiden größten Hindernisse, warum Jobsuchende bei ihrer Bewerbung nicht zum Hörer greifen. Das erklärt auch, warum nur zehn Prozent der Jobkandidaten sich auf ein passenden Stellenangebot vorab telefonisch melden. Den Vorteil, den sich diese zehn Prozent im Vergleich zu den Konkurrenten „erredet haben“, ist für die Nicht-Anrufer-Fraktion schwer aufzuholen.

Interesse zeigen, Sympathie wecken

Die Vorteile einer telefonischen Bewerbung sind zahlreich. Der Arbeitgeber wird ihr Interesse an der Stellenanzeige definitiv zu Kenntnis nehmen. Zudem können sie mit etwas Geschick am anderen Ende der Telefonleitung Sympathie wecken, wenn sich durch einen Zufall Gemeinsamkeiten oder gleiche Interessen herausstellen. Darüber hinaus haben sie die Chance, ihre Kommunikationsfähigkeit und soziale Kompetenz spielen zu lassen und unter Beweis stellen zu können.

Fragekatalog erstellen

Doch ohne entsprechende Vorbereitung laufen sie Gefahr, dass ihre telefonische Vorab-Bewerbung ein Schuss in den Ofen wird. Hier heißt es, einen kleinen Schlachtplan zu entwickeln. Schreiben sie sich drei bis vier Fragen auf, wobei diese möglichst nicht mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten sein sollte. Experten raten zudem von „Warum“-Fragen ab, da diese bisweilen als unhöflich oder aufdringlich rüberkommen kommen. Ihre Fragen sollte auch nicht im Schnelldurchgang runtergerattert werden, so dass sich ihr Gesprächspartner wie in einem Kreuzverhör vorkommen muss. Räumen sie Zeit zum Antworten ein, das ist auch ihre Chance, vielleicht die Nervosität und hohe Aufregung etwas besser in den Griff zu bekommen.

Bevor sie anrufen, sollten sie die entsprechende Stellenanzeige natürlich gut im Kopf haben. Am besten die Ausschreibung liegt direkt neben ihren Bewerbungsunterlagen auf dem Schreibtisch.

Menschen wie du und ich

Ganz aufgeregt Bewerber werden sicherlich das Gespräch im Vorfeld durchspielen. Das ist auch gut so. Machen sie sich dabei unbedingt ein paar wichtige Notizen, damit das reale Gespräch jederzeit lebhaft ist und nicht in der großen Stille endet.

Und wie wir alle, sind auch Personalchefs, Sekretärinnen oder andere Kontaktpersonen nur Menschen. Mit etwas Charme, Höflichkeit und einem gut strukturierten Merkzettel, werden sie durch das telefonische Bewerbungsgespräch definitiv wichtige Punkte im Bewerbungsrennen sammeln. Und schon sind sie ihrem neuen Job einen Schritt näher gekommen.


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Erste Hilfe für Nervöse

Erste Hilfe für Nervöse

Wer sich viel in Job- und Karriere-Foren herumtreibt, kann leicht den Eindruck gewinnen, Stellenbewerber beständen nur noch aus neurolinguistisch umprogrammierten, rhetorisch perfektionierten und psychologisch optimierten Supermännern und –frauen. Angesichts solch Übermacht an Effizienz ist es durchaus verständlich, vor dem Bewerbungsgespräch ins Schwitzen zu geraten – nur leider sind kalter Schweiß, Blackouts, ein trockener Mund und fahrige Missgeschicke keine guten Vorraussetzungen für die Prüfung durch Personalverantwortliche. Hier ein paar Tipps, mit denen Sie die typischen Nervositätssymptome austricksen können:

Blackouts

Da haben Sie sich so gut auf die Fragen vorbereitet und während des Gesprächs ist plötzlich alles weg. Jetzt bloß nicht in Panik geraten! Sie dürfen sich Ihre Unsicherheit ruhig anmerken lassen und sagen, dass Sie sich kurz sammeln müssen. Auch das Wiederholen der Frage hilft, den Gedankenstrom wieder in Gang zu setzen. Fangen Sie, um wieder in Fluss zu kommen, notfalls an einem beliebigen Punkt mit Ihrer Rede an – das Blackout löst sich dann von alleine.

Schweißausbrüche und trockener Mund

Kalter Schweiß ist eine normale körperliche Reaktion auf Stress-Situationen– gerade bei jungen Männern. Mit Atemübungen können Sie Ihr allgemeines Stress-Level reduzieren. Atmen Sie so tief ein, wie Sie können und halten den Atem für einige Sekunden. Anschließend langsam wieder ausatmen. Wiederholen Sie den Vorgang bis Sie das Gefühl haben, ruhig und entspannt zu sein. Zur Not kann Ihnen Ihr Hausarzt auch Tabletten verschreiben, die das Schwitzen für einige Stunden vermindern – allerdings mit der Nebenwirkung, dass auch Ihr Mund austrocknet. Hier hilft es, den Unterkiefer zu entspannen. Stellen Sie sich vor, Sie müssten eine heiße Kartoffel im Mund hin und her schieben, das lockert die Kiefermuskulatur. Auch ein Biss auf die Zungenspitze fördert die Speichelbildung.

Missgeschicke

Wer nervös ist, reagiert leicht fahrig. Umgeschmissene Wassergläser und Ordner sind bei Bewerbungsgesprächen keine Seltenheit. Sollte Ihnen ein solches Missgeschick widerfahren, reagieren Sie nicht hektisch und übereilt. Entschuldigen Sie sich und fragen nach einem Lappen oder sammeln Sie die Unterlagen entspannt wieder auf – ohne Sie panisch zu knicken. Auch ein selbstironischer Spruch wie „Jetzt komme ich endlich dazu, meine Unterlagen zu sortieren.“ lockern die Atmosphäre und belegen Ihren Humor.

Allgemein sollten Sie immer daran denken, dass es im Karriere-Kosmos nicht vor Superbewerbern wimmelt. Nervosität ist nach wie vor eher die Regel als die Ausnahme. Sie sind also keineswegs allein und körperliche Symptome wie die oben genannten zeugen nur von Ihrer Menschlichkeit – was durchaus sympathisch wirken kann.


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Nur wenige Themen werden aktuell in der Arbeitswelt so kontrovers diskutiert, wie das Thema Zeitarbeit. Wenn es um die gewerbliche Arbeitnehmerüberlassung geht, scheiden sich die Geister: Bietet die Zeitarbeit dem Arbeitsuchenden eine Chance auf Arbeit, oder handelt es sich um eine moderne Form des Menschenhandels?

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Moderner Menschenhandel oder Chance auf Arbeit?

Was genau ist Zeitarbeit?

Unter Zeitarbeit versteht man die gewerbliche Überlassung von Arbeitnehmern. In Deutschland wird die Tätigkeit der Zeitarbeitsunternehmen durch die Vorschriften im Arbeitnehmerüberlassungsgesetzt geregelt. Anders als bei den sonst typischen Arbeitsverträgen, sind bei der Arbeitnehmerüberlassung nicht nur zwei, sondern drei Parteien involviert. Zeitarbeit ist gekennzeichnet durch ein Dreiecksverhältnis zwischen Arbeitnehmer (Zeitarbeiter), Arbeitgeber (Zeitarbeitsfirma) und dem ausleihenden Betrieb, bei dem der Zeitarbeiter im Einsatz ist. Zeitarbeit ist weit verbreitet, und – mit Außnahme des gewerblichen Einsatzes in der Baubranche – über alle Branchen verteilt. Um den ausleihenden Betrieben passgenau qualifiziertes Personal anbieten zu können, haben sich einige Personalleasing-Firmen auf bestimmte Einsatzbereiche spezialisiert.

Zeitarbeitsfirmen, die sich auf den kaufmännischen Bereich spezialisiert haben, können innerhalb kurzer Zeit eine offene Stelle im ausleihenden Unternehmen mit beispielsweise einer erfahrenen Lohnbuchhalterin oder einem versierten Controller besetzen. Einige Personalleasing-Firmen haben sich auf den gewerblichen Bereich spezialisiert und bieten hauptsächlich Leiharbeitnehmer mit geringen Qualifikationen an. Diese arbeiten dann, beispielsweise als Produktionshelfer, in der ausleihenden Firma, wenn dort bei Auftragsspitzen viel zu tun ist.

Welche Vorteile bietet Zeitarbeit?

Für ausleihende Firmen bietet sich der Vorteil, dass keine lange Zeit für die Suche nach einem passenden Mitarbeiter verstreicht. Das Schalten von Personalanzeigen, die Sichtung von zahlreichen Bewerbungsunterlagen und das Durchführen von mehreren Vorstellungsgesprächen entfällt. Diese Arbeiten übernimmt die Zeitarbeitsfirma, wenn sie nicht bereits auf geeignete Bewerber zurückgreifen kann.

Für die Arbeitnehmer stellt Zeitarbeit eine Chance auf den Berufseinstieg nach der Ausbildung bzw. Berufswiedereinstieg für Frauen nach der Babypause dar. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass Zeitarbeitskräfte von der ausleihenden Firma in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen werden.

Wo liegen die Nachteile der Zeitarbeit?

Die Gehälter der Arbeitnehmer in der Zeitarbeitsbranche sind in der Regel deutlich niedriger, als bei einer vergleichbaren Tätigkeit bei einem Nicht-Zeitarbeitsunternehmen. Einige Zeitarbeitnehmer kommen nicht damit zurecht, ständig in verschiedenen Betrieben zu arbeiten und fühlen sich als Arbeitnehmer zweiter Klasse.

Die Bewerbung bei einer Zeitarbeitsfirma kann in bestimmten beruflichen Situationen – bei Berufseinstieg, Wiedereinstieg oder anhaltender Arbeitslosigkeit – durchaus Sinn machen. Die Frage, ob man die Arbeit als Leiharbeiter ein Erwerbsleben lang ausüben möchte, oder ob man eine Übernahme durch eine ausleihende Firma anstrebt, muss jeder für sich selbst beantworten.


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