Neuer Traumjob bei Google

29. November 2009

Einen Job bei Google? Sicherlich für viele ein absoluter Traum, vor allem wenn man sich nicht mal mit Computer oder Technik auskennen muss. Ermöglicht wird das durch das Google Trike. Ein Fotofahrrad, womit analog zum mit Kameras ausgestatteten Google-Street-View Auto, die letzten Winkel und Ecken unserer Erde entdeckt werden. Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung sind auf jeden Fall stramme Wadeln.

Sie sind fit, konditionell gut drauf, haben ordentlich Kraft in den Beinen und wollten schon immer mal der Welt einen nützlichen Dienst erweisen? Dann hat Google vielleicht genau den richtigen Job für Sie. Bewerben sie sich als Radfahrer, der mit dem neuen Google Street View Trike jetzt auch auf Entdeckungsreise gehen möchte.

Ortskundiger Radfahrer gesucht

Den virtuellen Rundgang mit Hilfe von Google Street View kennen alle. Doch mit dem fotografierenden Auto lassen sich eben nicht alle Orte erreichen. Abhilfe verspricht ein Fahrrad. Entsprechend entsandte Google die ersten Mitarbeiter auf den technischen Drahtesel, die in den USA und Großbritannien Parkanlagen, Wälder oder Universitätsgeländer mithilfe der 360 Grad Kamera auf dem Fahrrad abfotografierten. Die Orte und Sehenswürdigkeiten konnten im Vorfeld im Internet abgestimmt werden.

Es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis Google hierzulande die Google Trikes losschickt. Bewerben sie sich einfach als ortskundiger und gut trainierte Radfahrer – vielleicht springt so am Ende ein neuer Traumjob raus.

Ihr Einstieg bei Google

Das künftige Arbeitsgerät, das Google Trike, ist ein etwas überdimensionales Dreirad. Das Bike hat, wie das bekannte Google Auto, eine Kamera aufmontiert, was die abgefahrene Gegend im 360 Grad Winkel fotografiert. Während die Kamera fleißig Fotos schießt, beschränkt sich ihr Job auf Radfahren. Eine durchaus schweißtreibende Angelegenheit, aber für einen Einstieg als Mitarbeiter im Hause Google würden das sicherlich viele in Kauf nehmen.

Nicht ganz ungefährlicher Job

Doch Vorsicht ist geboten: Denn nicht überall stoßen die fürs Internet gemachten 360-Grad-Bilder auf Begeisterung. Viele sehen sich in ihrer Privatsphäre verletzt. In Großbritannien wurde den Google-Autos gelegentlich durch eine Menschenkette die Zufahrt in Ortschaften verweigert. In diesem Falle sollten sie als Bewerber über stark ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten verfügen oder sehr ausdauernd sein, um vielleicht der aufgebrachten Masse noch rechtzeitig zu entkommen ;) .


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Wolfs im Wolfspelz

Erfahrungen eines Wolfs im Wolfspelz

Ich bin mit einem zertifizierten NLP-Therapeuten sehr gut befreundet, der regelmäßig von den verschiedensten Institutionen als Bewerbungstrainer gebucht wird. Seine Honorare sind gesalzen, werden aber gerne bezahlt, weil er wirklich einen tollen Job macht. Denn wer bei diesem mit allen Wassern gewaschenen und dreifach chemisch gereinigten Psychomagier in die Bewerbungs-Schule gegangen ist, der weiß ganz genau, wie (und warum) Personalentscheider ticken und wie man sie nach Strich und Faden um den Finger wickeln kann.

Um als Ausbilder im Training und am Ball zu bleiben, macht er sich jedes Vierteljahr einen Spaß daraus, sich für irgendeine Führungsposition zu bewerben. Egal, für welche, denn sein Motto lautet: Du brauchst keine berufliche Qualifikation, sondern nur eine gut sortierte Psycho-Trick-Kiste. Und so sucht er sich zufällig (!) eine entsprechende Stellenanzeige aus und mimt dann den ganz normalen Stellenbewerber. Bisher hat er es noch jedes Mal geschafft, zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden. Was durchaus nicht dem Umstand geschuldet ist, dass dieses ausgekochte Schlitzohr mit glatter Jugendlichkeit glänzen könnte. Doch das eigentliche Wunder ist: Nach jedem dieser Bewerbungsgespräche hätte er den Job in der Tasche gehabt! An dieser Stelle dreht “Mister NLP” dann gerne den Spieß um und klärt den verdutzten Personaler darüber auf, dass er soeben als Nichts ahnender Sparringspartner missbraucht wurde. Nicht jedes der solcherart vorgeführten und bloß gestellten Alphatiere bringt danach jenen Humor auf, mit dem die ganze Situation entspannt in einen “Spaß für Zwei” umgemodelt werden könnte. Und so amüsiert sich meist nur der Wolf im Wolfspelz.

Ich habe durchaus ein Störgefühl mit der Tatsache, dass wirksame Psychotechniken, die eigentlich dem rein therapeutischen Setting vorbehalten bleiben sollten, auf diese Weise zweckentfremdet werden. Andererseits finde ich es auch sehr interessant, dass das tatsächlich so gut funktioniert. Da frage ich mich schon, was eigentlich in so einem Bewerbungsgespräch abgeprüft wird. Denn die Berufseignung kann es ja wohl nicht sein.

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Berufseinstieg ohne Praktikum? Heutzutage wohl undenkbar. Doch Praktika stehen meist in einem schlechteren Ruf, als sie tatsächlich sind. Schließlich liegt es ja bekanntlich an jedem selbst, was er mit der sich bietenden Chance anfängt. Doch wie viele Praktika verträgt der Lebenslauf?

Wie viele Praktika verträgt mein Lebenslauf?

Wie viele Praktika verträgt mein Lebenslauf?

Wenn es mit der Festanstellung nicht auf Anhieb klappt, was derzeit aufgrund der Wirtschaftskrise fast normal ist, ist ein Praktikum eine passende Alternative. Die Unternehmen können von gut ausgebildeten Nachwuchskräften profitieren und die Praktikanten haben die Möglichkeit, am Ende der Hospitanz zumindest eine freie Mitarbeiterschaft einzusacken. Von dem Praktikanten-„Gehalt“ wollen wir an dieser Stelle aber nicht weiter reden.

Nicht mehr als fünf Praktika

Sich von Praktikum zu Praktikum zu hangeln, ist aber definitiv der falsche Weg, damit es endlich mit dem Job klappt. Irgendwann sollte man einen Schlussstrich ziehen. Denn schließlich ziehen auch die Personaler beim Anblick ihres Lebenslaufs Rückschlüsse, wenn sich nach dem Schul- oder Universitätsabschluss Praktikum an Praktikum reiht. Hier ist Vorsicht geboten.

Mehr als fünf unterschiedliche Praktika sollten es auf keinen Fall sein, die im Lebenslauf aufgeführt werden. Das könnte beim Jobeinstieg hinderlich sein, da man durchaus den Eindruck erweckt, man ist ziellos. Zudem könnte die Vermutung entstehen, dass man sich nicht an ein Unternehmen binden will.

Keine Vorstellung – mehr Praktika

Wer beruflich genaue Vorstellung hat, dem reichen in der Regel zwei Praktika aus, um wertvolle Informationen des bevorstehenden Arbeitsalltags und Basic-Wissen seiner Spezifikation in der Praxis für den neuen Job zu sammeln. Auch wer natürlich über das gute Vitamin B, B = Beziehungen, verfügt, kommt meist mit zwei Praktika aus.

Etwas komplizierter wird es dagegen beim unschlüssigen Berufseinsteiger, der vom künftigen Job noch keine konkrete Vorstellung hat. In diesem Fall ist es natürlich ratsam und legitim, mehrere Praktika zu machen. Und wenn es am Ende mehr als fünf werden sollten, ist es auch nicht ganz so schlimm. Dann einfach die besten fünf Praktika mit den besten fünf Zeugnissen in den Bewerbungsunterlagen aufführen.

Natürlich kann jeder so viele Praktika absolvieren wie er will, vorausgesetzt man hat die Zeit und ein paar finanzielle Ressourcen. Und ihr irgendwann klappt es dann auch mit der Festanstellung oder freien Mitarbeiterschaft.


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Im Zuge von Robert Enkes Selbstmord ist in den Medien viel über Depressionen gesprochen, getwittert und gebloggt worden – mit dem positiven Ergebnis, dass die Anerkennung von Depresssion als Krankheit in der Allgemeinheit angestiegen ist. Weniger bekannt ist jedoch, dass der Beruf zunehmend zur Depressionsursache wird.

Laut dem BKK-Bundesverband betrugen die jährlichen Behandlungskosten für arbeitsbedingte psychische Behandlungen im letzten Jahr 3 Milliarden Euro, die Produktionsausfallkosten gar 3,3 Milliarden Euro.  Nach einer aktuellen Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin unter der Leitung der Arbeits- und Organisationspsychologin Renate Rau (Universität Marburg) liegen die Gründe vor allem in der zunehmenden Widersprüchlichkeit zwischen den Ansprüchen an Qualität, Umfang und zeitlichem Aufwand eines Arbeitsauftrags und der tatsächlichen Realisierbarkeit. Mehr und mehr Mitarbeiter zerbrechen an diesem Spagat; die Studie belegt ein eindeutiges erhöhtes Depressionsrisiko bei objektiv steigender Arbeitsintensität.  „Bestes“ Beispiel ist wohl der Serienselbstmord von über zwei Dutzend Mitarbeitern der France Télécom dieses Jahr. In Folge von massivem Stellenabbau verängstigt, verunsichert und überarbeitet sahen diese Mitarbeiter im Freitod den einzigen Ausweg aus dem Teufelskreis von Zeit- und Leistungsdruck, Fehlbeanspruchung, Krankschreibungen und darauf folgendem erhöhten Zeit- und Leistungsdruck. Die Empfehlungen der Studie lauten daher:

  • störungsfreie Arbeitszeiten
  • funktionstüchtige Arbeitsmittel
  • Arbeitszeitanalysen für realistische Planungen hinsichtlich des Arbeitsaufwandes
  • Zielvereinbarungen zwischen Mitarbeitern und Management
  • Generelle Verbesserung der Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Management

Zudem könnten die gesundheitlichen Risiken bei erhöhter Arbeitsintensität durch mehr Wertschätzung und Anerkennung von Leistung in finanzieller und kommunikativer Form verringert werden. Im Fall von Robert Enke mag dies zwar keine Linderung gebracht haben, für viele Angestellte könnten diese Maßnahmen jedoch der nötige Wegweiser zwischen der Gabelung von Depression und Motivation sein.

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Alteisen oder Jungbrunnen?

26. November 2009

Der allgegenwärtige Jugendwahn hat dem modernen Arbeitsmarkt üble Rechte zur Diskriminierung von Jobsuchenden jenseits des vollendeten 27. Lebensjahrs eingeräumt. Jung, jünger, am jüngsten – so wollen Personalentscheider ihr arbeitswilliges Frischfleisch am liebsten haben.

Wenn dann der knapp volljährige Stellenanwärter noch 20 Jahre Berufserfahrung mitbringt und ein berufsbezogenes iAg (in Amerika gewesen) nachweisen kann, dann steht der Unterzeichnung des nigelnagelneuen Arbeitsvertrags meist nichts mehr im Weg. Doch was macht diese vor brennendem Ehrgeiz überschäumenden Jungbrunnen eigentlich für Personaler so attraktiv? Bei näherem Hinsehen muss man ehrlicher Weise zugeben: gar nichts.

Jugendliche Jobbewerber haben außer theoretischen und angelernten Fragmenten einschlägiger Berufsbilder nichts weiter zu bieten als ihren energischen Willen, sich möglichst rasch und effizient in die jeweilige Materie einzuarbeiten. Mit anderen Worten: Hier muss durchaus noch eine Art der teuer bezahlten Berufsausbildung stattfinden.

Und das Risiko, dass der energiegeladene profilierungsbestrebte Neuzugang im Eifer des Gefechtes über das Ziel hinaus schießt und dabei recht kapitale Böcke reißt, ist mehr als gegeben. Mehr als eine glatte Haut und einen gewissen juvenilen Größenwahn darf man also von diesen Frischlingen nicht unbedingt erwarten.

Und wie sieht es dagegen mit jenen Arbeitskräften aus, die im Absurdistan einer übersättigten Wegwerfgesellschaftt schon mit 30 Lenzen zum alten Eisen geworfen werden? Diese Menschen bringen tatsächlich jene solide Berufserfahrung mit, die man realiter erst ab einem gewissen Lebensalter sinnvoll erwarten darf und kann. Diese Menschen sind in ihrem Job extrem engagiert und erfolgreich, denn sie wollen und können eindrücklich beweisen, dass Jugend allein keine Berufsbefähigung ist.

Und: Diese Menschen haben ihre Familienplanung meist schon abgeschlossen und wissen ihre Gesundheit und Arbeitskraft mit der Erfahrung ihres bisherigen Lebensvollzuges erfolgreich zu bewahren. Nüchtern betrachtet ist spätestens an dieser Stelle restlos klar, wem das größere Vertrauen bei einer Neubesetzung gelten sollte.

Selbstverständlich muss dem Nachwuchs eine Chance zum guten Berufseinstieg gegeben werden. Doch gute Personalentscheider sollten sehr genau abwägen, ob nicht in vielen Fällen ein alter Hase den Job deutlich besser machen könnte als ein junges Fohlen.


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Folge nie den anderen – sei Ihnen stets voraus

Folge nie den anderen – sei Ihnen stets voraus

Strategie zur Selbstvermarktung

Kostengünstig und effektiv ist das Prinzip der Zielgruppenkurzbewerbung. Anders als mit einer kompletten Bewerbungsmappe preist der Bewerber bei dieser Form der Initiativbewerbung mit nur zwei Seiten seine Stärken einer bestimmten Zielgruppe an. Bei großen Unternehmen gehen fast täglich zahlreiche Mappen ein, da hebt sich doch ein einfacher C6 Umschlag schon von der Masse ab. Darin findet der Personaler ein freundliches Anschreiben mit einem aussagefähigem Betreff und einem Kurzprofil. Es beschreibt genau die Stärken des Bewerbers, die für das Unternehmen wichtig sind. Diese Art der Bewerbung soll hauptsächlich Aufmerksamkeit erregen. Bei Interesse fordert das Unternehmen dann die kompletten Unterlagen an.

Ins Schwarze treffen

Der Vorteil für den Bewerber ist, ein Entwurf geht an eine bestimmte Zielgruppe und die Kosten für die einzelne Bewerbung bleiben gering. Damit diese beiden Seiten ins Schwarze treffen ist eine gründliche Vorbereitung notwendig. Erstmal sollte die Zielgruppe bestimmt werden. Beispielsweise  sucht ein Tischler mit Erfahrungen im Möbelbau und Restauration eine Vollzeitstelle im Umkreis von etwa 100 Kilometern. Über Firmendatenbanken wie Schober oder Hoppenstedt, kann er alle Tischlereien in diesem Umkreis herausfinden. Das könnten etwa 200 sein. Nun grenzt er entweder das Gebiet neu ein, oder sucht nach Tischlereien mit dieser Spezialisierung. Daraus ergeben sich etwa 30 Unternehmen. Das ist dann die ausgewählte Zielgruppe für die erste Mailing-Aktion. Für die richtige Anrede sollte noch der richtige Ansprechpartner herausgefunden werden.

Kenntnisse in Stichworten verfassen
  • Als Zweites sollte er sich Gedanken zum Profil machen.
  • Welche beruflichen Erfahrungen bringt er mit?
  • Was sind seine fachlichen Qualifikationen?
  • Welche besonderen Kenntnisse hat er?
  • Was ist seine persönliche Motivation?

Hat er all diese Fragen beantwortet, kann er ein Kurzprofil erstellen. Mit einem gutem kann er eine ansprechende Seite gestalten. Name, Foto und mehrere Stichwortblöcke machen das Profil perfekt. Alles was nicht zum Berufbild gehört, wird einfach weggelassen. Nur passende Qualifikationen und Kenntnisse werden mit 4 bis 5 Stichworten dargestellt.

Das Anschreiben als Serienbrief erstellen

Ist alles perfekt und von Rechtschreibfehlern befreit kann er die Seite ausdrucken. Ein etwas besseres Papier als sonst üblich, sorgt zusätzlich für Aufmerksamkeit und vermittelt dem Empfänger ein Gefühl von Hochwertigkeit. „Ich habe schon geglättete Profil im DA 4 Umschlag zurückbekommen“, erzählt Max Köhler aus Wien.

Wichtig beim Anschreiben ist die Betreffzeile. Sie sollte einem Stellgesuch ähneln und gleich auf den Punkt kommen. Beispiel: Möbeltischler mit langjähriger Erfahrung im Bereich Restauration bietet Mitarbeit in Vollzeit.

Dann folgt ein kurzer Einleitungssatz, und der Hinweis auf die kurze Vorstellung. Auch die Möglichkeit per Mail zu antworten sollte man einräumen. Das Anschreiben wird dann als Serienbrief erstellt und mit der Adressdatei verknüpft. So kann man auf einen Schlag 30 Unternehmen ein attraktives Angebot manchen. Diese Vermarktungsstrategie ist durch Wolfgang Mewes bekannt geworden: „Die Erfolgsaussichten sind gut, denn bei einer größeren Menge ist die Rücklaufwahrscheinlichkeit höher.“ Denn nur durch Initiativbewerbungen erreichen Bewerber den verdeckten  Stellenmarkt.


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Gemeinhin gelten Softies nicht als herausragende Karriere-Kandidaten. In Zeiten der Globalisierung gewinnen die so genannten Soft Skills für die Bewerberauswahl und Beförderung jedoch eine immer größere Bedeutung. Vor allem international agierende Unternehmen brauchen Führungskräfte, die nicht nur über sehr gute Fachkenntnisse und Durchsetzungsvermögen verfügen, sondern auch über ein hohes Maß an Sozialkompetenz.

Soft, softer, Soft Skills

Soft, softer, Soft Skills

So kommt ein selbstdarstellerischer Manager z. B. bei den zurückhaltenden Asiaten weniger überzeugend an, als eine kompetente Führungskraft, die um die kulturellen Eigenheiten anderer Nationen weiß und versucht, sich in diese einzufühlen und anzupassen.

Auch Teamfähigkeit wird im Job zunehmend groß geschrieben. In Medien-, Software- und Pharmaunternehmen herrschen oft flachere Hierarchien als in den klassischen Industriezweigen. Die freiere Arbeitsatmosphäre fördert die Kreativität und den Forscherdrang – ein herrschsüchtiger Chef ist hier nicht gern gesehen.

Nun könnte man meinen, dies seien die idealen Karriere-Bedingungen für Frauen, denen von Natur aus ein höherer EQ nachgesagt wird. Leider ist das nicht der Fall, denn auch Souveränität, Führungs- und Entscheidungsstärke gehören zu den Soft Skills. Während die Frauen mit ihrer Teamfähigkeit und Einfühlungsvermögen punkten, liegen hier die Männer wieder vorn. Gesucht wird also Personal, das all diese Fähigkeiten vereint und zudem unterscheiden kann, wann welche Stärken am besten ausgespielt werden.

Um zu ermitteln, ob ein Bewerber diesen Anforderungen entspricht, werden oft Tests in Assesment Centern angesetzt – allerdings mit mäßigem Erfolg. Gewiefte Job-Aspiranten bereiten sich gründlich auf die Fragen vor und tragen bei den Prüfungen eine Maske zur Schau, die zwar viel über ihren IQ, aber wenig über ihren EQ und den Mensch hinter der Maske offenbaren. Aussagekräftiger ist da soziales Engagement z. B. in Verbänden und Vereinen oder der Jugendarbeit, denn der EQ kann im Gegensatz zur Intelligenz trainiert werden. Scheuen Sie sich also nicht Ihre Mitgliedschaft im Volleyballverein in ihrem Bewerbungsschreiben zu erwähnen und als Personalverantwortlicher sollten Sie im Bewerbungsgespräch in diese Richtung ruhig einmal nachforschen: Mit Softies sind Sie gut beraten.


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In Zeiten der Wirtschaftskrise ist es gar nicht so einfach, einen neuen Job zu finden. Deshalb ist Kreativität und Eigeninitiative bei der Jobsuche gefragt.
Personalbüros ersticken oftmals in einer Flut von Initiativbewerbungen und Bewerbungen auf Stellenangebote, die hoffnungsvolle Bewerber per Post zuschicken. Die Qualität dieser Bewerbungen ist sehr unterschiedlich. Sie reicht vom unverbindlichen Anschreiben mit Standardfloskeln bis hin zu sorgfältig recherchierten, umfangreichen Bewerbungsschreiben nebst Bewerberfoto sowie teuren Mappen. Trotzdem haben die meisten Personalchefs keine Zeit, auf alle Anschreiben zeitnah zu reagieren, zumal, wenn kein konkretes Stellenangebot vorliegt und es sich um Initiativbewerbungen handelt. Um bei der Jobsuche nicht in einer Flut von Bewerbungen unterzugehen, sollte man sich bei der Bewerbung von der Masse abheben. Hierbei bietet sich eine telefonische Bewerbung an.

Die telefonische Bewerbung bietet den Vorteil, dass man direkt mit einem Personalverantwortlichen sprechen kann. Auch wenn es bei den ersten ein oder zwei Anwahlen nicht sofort klappt, und die Leitung wieder mal besetzt ist, sollte man nicht gleich aufgeben. Es ist ganz normal, wenn Personalverantwortliche nicht sofort erreichbar sind, weil sie in einer Besprechung sind oder gerade telefonieren. Gerade Bewerber, die sich hiervon nicht abschrecken lassen, und auch ein drittes oder viertes Mal anrufen, zeigen Eigeninitiative und Engagement. Das sind Eigenschaften, die bei den meisten Personalern gut ankommen und der Karriere zuträglich sind. Im Personalbüro sieht man dann, wem es ernst damit ist, einen Job zu finden. Bewerber, die wahllos Firmen mit schlecht recherchierten Bewerbungen überhäufen, können da nicht mithalten.

Wenn man dann endlich am Ziel ist und den Personalentscheider am Apparat hat, sollte man sein Anliegen in kurzen und präzisen Worten erklären können. Dabei ist es wichtig, dass die Stärken des Bewerbers zur Geltung kommen. Wichtig ist, dass der Bewerber nicht nur erzählt, wie sehr er sich eine Mitarbeit in dieser Firma wünscht und welche Vorteile ihm selbst eine Mitarbeit bringt. Vielmehr geht es darum, sich selbst und die eigenen Fähigkeiten gut zu verkaufen. Dabei soll für den Personalentscheider klar zu erkennen sein, dass gerade dieser Bewerber für die Firma einen echten konkreten Mehrwert darstellt, von dem sie profitieren kann.


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Viele Arbeitsstellen werden heute nicht mehr unbedingt offiziell ausgeschrieben. Viele Firmen nutzen den eigenen Arbeitnehmerpool und vergeben Stellen intern. Zudem nutzen immer mehr Arbeitgeber und Personaler ihr Netzwerk auf der Suche nach neuen Mitarbeitern und sprechen gezielt das Umfeld darauf an, dass eine Position im Unternehmen neu besetzt werden soll. Wer gut „netzwerkt“, der hat gute Chancen, interessante Stellenangebote zu bekommen. So ist ein gutes Netzwerk heute nicht nur bei der Stellensuche interessant, sondern auch anderweitig förderlich für die Kariere.

Berufliche Netzwerke gezielt aufbauen und nutzen

Wer in einer Branche Fuß gefasst hat, der hat auch zahlreiche brancheninterne Kontakte. Egal ob Kontakte innerhalb des Unternehmens oder Kontakte zu Mitarbeitern anderer Unternehmen, wichtig ist es, in Kontakt zu bleiben und die Kontakte gezielt zu pflegen. Innerhalb dieser Kontakte wird sehr schnell laut, wenn Stellen im eigenen Unternehmen oder in anderen Unternehmen neu besetzt werden sollen. Zudem wird auch innerhalb des Netzwerkes sehr schnell bekannt, wenn Arbeitnehmer ein Unternehmen verlassen möchten und sich neu orientieren oder aus dem Berufsleben aussteigen.

Wer gezielt sein berufliches Netzwerk stärkt und Kontakte zu pflegen weiß, der hat gute Chancen, von freien Stellen frühzeitig zu erfahren oder auch direkt vakante Stellen angeboten zu bekommen.

Private Netzwerke nicht unterschätzen

Jeder hat nicht nur ein berufliches Netzwerk, sondern eben auch ein privates Netzwerk. Von der Familie angefangen, über die Nachbarn, bis hin zu Bekannten, Freunden und Vereinskameraden. Die Anzahl der Menschen, die bei der Stellensuche behilflich sein können, sollte nicht unterschätzt werden. Häufig sind private Kontakte sehr ergiebig bei der Stellensuche und so sollte man das private Netzwerk nicht nur pflegen, sondern gezielt nutzen.

Das private Netzwerk sollte deshalb unbedingt informiert werden, wenn ein Stellenwechsel gewünscht ist oder wirklich gezielt die Suche nach einem Arbeitsplatz ansteht. Selbst wenn im direkten Umfeld niemand in der passenden Branche arbeitet, so kennt häufig jemand einen passenden Ansprechpartner oder ist über offene Stellen informiert.


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Viele Arbeitssuchende beschränken sich ausschließlich auf die Lektüre der regionalen Tageszeitung bei der Stellensuche. Wer arbeitslos gemeldet ist, der bekommt zum Teil auch Stellen vom Arbeitsmarktservice vermittelt. Doch wirklich erfolgreich sind nur Bewerber, die bei der Akquise freier Stellen neue Wege gehen.

Überregionale Zeitungen und Fachzeitschriften

Bei der Suche nach Stellenanzeigen lohnt es sich nicht nur, die regionalen Tageszeitungen zu durchforsten, sondern gerade größere Unternehmen schreiben offene Stellen häufig in überregionalen Zeitungen und in Fachzeitschriften aus. So lohnt es sich immer, branchenspezifische Zeitschriften zu abonnieren, denn so finden sich geeignete Stellenangebote sehr schnell und dies nicht nur aus dem regionalen Bereich.

Internet als Fundgrube offener Stellen

Gerade das Internet ist heute ein absolutes Muss bei der Stellensuche geworden. Nicht nur die zahlreichen nationalen und internationalen Stellenbörsen bieten zahlreiche Stellenausschreibungen auf einen Blick, sondern auch Suchmaschinen wie Google eignen sich bestens für die Stellensuche. Bei der Stellensuche via Suchmaschine ist es wichtig, kreativ an die Suche heranzugehen und unterschiedliche Suchbegriffe und Begriffskombinationen zu nutzen.

Bewerberprofile online stellen

Neben der aktiven Online-Suche bieten zahlreiche Stellenbörsen auch die Möglichkeit, ein Bewerberprofil zu hinterlegen. Mit dieser Möglichkeit können Arbeitssuchende sich finden lassen, was heute ein wichtiger Bestandteil bei der Arbeitssuche ist. Viele Firmen verzichten heute gezielt auf Stellenausschreibungen und gehen viel mehr selbst auf die Suche nach passenden Arbeitskräften. Wichtig ist es, ein umfangreiches Bewerberprofil in die Jobbörsen einzustellen, denn je aussagekräftiger das Bewerberprofil, umso höher sind die Chancen von potenziellen Arbeitgebern kontaktiert zu werden.

Unterstützung von Personalberatern und Personalvermittlern nutzen

Zusätzlich zur eigenen Suche und den eigenen Aktivitäten lohnt es sich immer, mit Personalberatern und Personalvermittlern aufnehmen. Nach einem kurzen Gespräch nehmen Personalvermittler die Bewerberdaten in ihre Datei auf und gleichen aktuelle freie Stellen ihrer Auftraggeber mit den Bewerberprofilen ab. Werden passende Stellenanfragen zu einem Bewerberprofil gestellt, vermittelt der Personalberater zwischen Unternehmen und Bewerbern und trifft eine Vorauswahl.


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