
Arbeitslose: Weniger Gehalt in Bewerbungen fordern
Das Thema Gehalt ist nicht nur für die Jobsuchenden, sondern auch für die Jobanbieter ein heikles und oft entscheidendes Thema. Die einen wollen nicht zu wenig verdienen, die anderen natürlich nicht zuviel zahlen. Doch was kann als Bewerber eigentlich verlangen?
Dabei ist es in erster Linie entscheidend, aus welcher Position heraus sich ein Bewerber auf Jobsuche begibt. Hierfür gibt es grundlegend drei Kategorien: die „Frischlinge“ von der Schule oder Universität, Bewerber aus einer festen Anstellung und natürlich die Arbeitslosen.
Kommt man gerade frisch von der Hochschule oder hat gerade seinen Schulabschluss in der Tasche, gibt es in vielen Berufsgattungen orts- oder branchenübliche Löhne, die man bei entsprechenden Verbänden einfach in Erfahrung bringen kann. Hier gibt es (leider) auch keinen allzu großen Verhandlungsspielraum für den Bewerber. Denn schließlich zahlen viele Unternehmen ihren Auszubildenden bzw. Berufseinsteiger ein standardisiertes Gehalt.
Hat man hingegen schon ein paar Jahre Berufserfahrung auf dem Konto und bewirbt sich aus einer festen Anstellung heraus, lohnt es sich hingegen im Vorfeld schon lieber etwas höher zu pokern. Schließlich will sich keiner unter Wert verkaufen und Personaler wollen auch keine Bewerber, die sich für einen Niedriglohn anbieten. Getreu dem Motto: Wer was auf sich hält und über entsprechende berufliche Qualitäten verfügt, sollte diese auch in seiner Gehaltsforderung im Bewerbungsschreiben bzw. dem -gespräch zum Ausdruck bringen. Das zeugt von Selbstbewusstsein und kommt gut an.
Etwas anders verhält es sich bei Jobsuchenden, die sich aus der Arbeitslosigkeit heraus um eine neue Anstellung bewerben wollen. Hier muss man realistisch sein und damit rechnen, dass man sich zunächst mit einem um 10 bis 20 Prozent geringerem Gehalt als vermeintliche Konkurrenten, die bereits in Lohn und Brot stehen, zufrieden geben muss. Doch diesen Nachteil sollte man in Kauf nehmen, wenn man die Chance auf einen neuen Job hat. Schließlich dauert es erfahrungsgemäß auch nicht lange, bis der Chef bei guter Arbeitsleistung schnell das Gehalt nach oben hin korrigiert.
Daher sollte man als Arbeitsloser gerade bei der heiklen Frage nach der Gehaltsforderung sich in Zurückhaltung üben. Sonst ist die Chance auf eine neue Anstellung meist schneller dahin, als man glaubt.
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Vorstellungsgespräch Tipps zum richtigen Verhalten
Das Stressinterview ist aber zugleich ihre Möglichkeit, zu beweisen, dass man dem plötzlichen Druck gewachsen ist und einen nichts so leicht aus der Ruhe bringt. Zudem sollte man sich in dieser Phase des Vorstellungsgesprächs seiner guten Kinderstube erinnern. Werden sie niemals aggressiv oder persönlich und lassen sie ihren Gegenüber immer ausreden, egal wie sehr man innerlich brodelt. Und auf gar keinen Fall sollte man anfangen, sich zu rechtfertigen.
Wenn ihnen der Personaler mit aus der Luft gegriffenen Behauptungen daherkommt, kann man diese mit folgender Aussage selbstbewusst kontern. „Das ist ihr subjektiver Eindruck. Ich weiß nicht, wie Sie dazu kommen. Ich sehe das anders.“
Und Antworten auf provokante Fragen dürfen durchaus ein wenig frech und witzig sein. Auf die Frage nach der eigenen Schwäche könnte man etwa erwidern: „Meine größte Schwäche ist meine Sehschwäche.“ Schließlich verhalten sich viele Bewerber zu angepasst, was bei etlichen Personalrekrutierern auch keinen guten Eindruck hinterlässt. Heitere Andeutungen können nicht nur eine angespannte Situation entkrampfen, sondern damit werden sie sich garantiert von vielen anderen Bewerbern positiv absetzen. Dagegen sollte man aber ironische und doppeldeutige Äußerungen für sich behalten.
Und wenn ein Bewerber vor lauter Stress nicht die passende Worte findet? Alles tun, um Zeit zu gewinnen. Zum Beispiel, indem man Nachfragen stellt. Oder das in der Regel zu Beginn eines Bewerbungsgesprächs angebotene Getränk dankend annimmt. In brenzligen Momenten kann nämlich ein Schluck aus dem Glas die notwendige Denkpause verschaffen. Oder machen sie sich Notizen.
Aber man muss sich trotz aller taktischen Provokation durch den Personaler nicht alles gefallen lassen. Selbst ein Stressinterview hat seine Grenzen. Immer daran denken: Ein Vorstellungsgespräch ist kein Vorstellungsverhör.
Der Bewerber muss in der Lage sein, eine Grenze zu ziehen und höflich, aber bestimmt deutlich machen: bis hierhin und nicht weiter. So zeigt man zugleich, dass man sich durchsetzen kann und über ausreichend Selbstbewusstsein verfügt. Sollte der Bewerber merken, dass der Personaler offenbar wenig an einem konstruktiven Gespräch liegt, sollte man seinen Kaffee oder Wasser fertig trinken und sich höflich verabschieden.
Zur Vorbereitung auf ein Stressinterview sollte man mittels Rollenspiel mit ein paar Freunden üben. Am wichtigsten ist aber, sich die eigenen Stärken und Schwächen bewusst zu machen. Viele Bewerber kommen ins Stolpern, weil sie sich ihrer Fähigkeiten schlichtweg nicht im Klaren sind.
Es ist ein guter Schutz, wenn man während des Stressinterviews auch immer wieder auf seine eigenen Stärken zurückkommt. Jeder Bewerber muss wissen, welche Punkte er in dem Gespräch unterbringen will, und jede Gelegenheit nutzen, diese einzubringen. Selbstsicherheit ist immer noch das beste Mittel in stressigen Situationen.
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das Stressinterview
Der Personaler in der Rolle eines Stressinterviewers greift auf ein breites Repertoire an gesprächspsychologischen Techniken zurück. Mal werden Aussagen des Bewerbers als unglaubhaft dargestellt oder lächerlich gemacht, mal wird der Personaler unsachlich und persönlich. Dabei sehen sich Bewerber schon mal mit Aussagen konfrontiert wie etwa: „Mit ihrem Aussehen und Auftreten können wir Sie aber nicht auf unsere Kunden loslassen.“
Manche Interviewer spielen aber auch demonstratives Desinteresse vor. Eine weitere gängige Stressmethode ist, den Bewerber Aufgaben erledigen zu lassen und ihn gleichzeitig mit Fragen zu bombarideren.
Dabei finden Stressinterviews selten in Reinform statt. Es ist gängig, einzelner solcher Fangfragen ins Gespräch zu streuen. Angewendet würden diese Techniken vor allem bei Bewerbungen um Jobs, bei denen unvorhersehbare Hektik aufkommen kann oder die häufigen Kundenkontakt mit sich bringen. In dieser Situation zeigt sich, wie es um ihre in der Bewerbung beschriebene Stressresistenz wirklich bestellt ist.
Und da der Ablauf eines Bewerbungsgesprächs heutzutage größtenteils vorhersehbar ist und sich jeder Jobbewerber dank Fachliteratur und Internet sich darauf vorbereiten und Antworten parat legen kann, will der Personaler dank des Stressinterviews sehen, wie jemand in unvorbereiteten Momenten spontan reagiert.
So unangenehm sich die Situation anfühlen mag – die wichtigste Regel lautet: einen kühlen Kopf bewahren, sachlich und höflich bleiben sowie Souveränität ausstrahlen.
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Zeitmanagement: Mehr Effizienz durch Singletasking
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Wer auf der Jobsuche ist, denkt über Strategien und Optionen nach, die es ermöglichen, sich von der Masse der Bewerber um einen Job abzuheben. Der Hinweis auf eine besonders qualifizierte Ausbildung oder eine passgenaue Weiterbildung sind in jedem Fall hilfreich bei der Bewerbung, zumindest wenn nach kompetenten Bewerbern und nicht nach Hilfskräften gesucht wird. Doch alleinige Fachkompetenz reicht in der Regel nicht aus, um den heiß ersehnten Job zu bekommen. Denn es gibt zahlreiche gut ausgebildete Bewerber mit absolvierten Weiterbildungen. Deshalb sollte man dem zukünftigen Arbeitgeber etwas bieten, dass einen als Bewerber auf Jobsuche von der Masse unterscheidet.
Ein mit Erfolg absolviertes Fernstudium ist eine nicht alltägliche Qualifikation, mit der man in der Bewerbung auftrumpfen kann. Personalchefs wünschen sich bei der Besetzung eines anspruchsvollen Arbeitsplatzes, dass der zukünftige Mitarbeiter selbständig und zielorientiert arbeiten kann. Durchhaltevermögen, Organisationstalent und die Fähigkeit, sich selbst zu motivieren, sind ebenfalls gefragte Befähigungen, nach denen Personalchefs in einer Bewerbung Ausschau halten. Diese Soft Skills werden nicht im Schulzeugnis oder im Arbeitszeugnis sichtbar. Um auf diese Befähigungen zu schließen, lesen Personalchefs zwischen den Zeilen. Ein mit Erfolg bestandenes Fernstudium setzt all die vorgenannten Befähigungen voraus. Wenn das Fernstudium dann auch noch in der Regelstudienzeit neben einer regulären Berufstätigkeit – vielleicht noch mit guten Noten – abgeschlossen wurde: Um so besser für den Absolventen und seinen zukünftigen Arbeitgeber.
Fakt ist aber auch, dass so ein Fernstudium viel Zeit in Anspruch nimmt, die man sonst am ehesten privat nutzen würde. Eine enge Abstimmung mit dem privaten Umfeld ist deshalb nötig, damit Familie und Freunde nicht zu kurz kommen. Zur bloßen Optimierung der Bewerbung sollte man keinen Fernunterricht anfangen. Wer allerdings vor der Entscheidung steht, die Berufstätigkeit zugunsten eines Studiums vorübergehend an den Nagel zu hängen, ist mit der Alternative des Fernstudiums gut beraten. Denn hier heißt es nicht entweder oder. Studieren neben dem Job ist bei Fernstudenten eher die Regel, als die Ausnahme. Für Weiterbildungsinteressenten, denen ein gesamtes Studium zu umfangreich ist, bieten sich kompakte Fernstudien-Hochschulzertifikate mit kurzen Studienzeiten an. Diese Fernstudien-Hochschulzertifikate können – ebenso wie komplett absolvierte Fernstudiengänge – ein Türöffner bei der Jobsuche sein.
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Wie Sie Gehaltsverhandlungen nicht angehen sollten
3) Finanzielle Phantastereien
Es gibt Bewerber und Mitarbeiter, die alleine mit der Tatsache ihrer schieren weltlichen Existenz astronomische Gehaltsvorstellungen begründen. Hier könnte ein stark ausgeprägtes Selbstbewusstsein rasch in eine narzisstische Persönlichkeitsstörung abdriften. So sieht das auch jeder erfahrene Entscheidungsträger – und wird sich davor hüten, dem Unternehmenskörper diese Laus in den Pelz zu setzen. Sollten Sie diesen Jobvermeidungstrick planvoll anwenden wollen, hilft Ihnen ein Satz wie “Sie kennen doch den XY in Ihrer Konkurrenzfirma Z? Ich bin mindestens das zehnfache Gehalt wert. Ach, was sag ich, das Zwanzigfache.”
4) Passiv aggressiver Widerstand
Dieser Terminus, ebenfalls dem Katalog der Persönlichkeitsstörungen entlehnt, kann umgangssprachlich mit “Dienst nach Vorschrift” verglichen werden. Auch das ist ein sehr wirkungsvolles Mittel, bei Gehaltsverhandlungen den Kürzeren zu ziehen. Denn damit offenbaren Sie Ihr kriminelles Energiepotenzial und die Bereitschaft zu erpresserischem Verhalten. Beides wird den Personalentscheider und den Chef sofort dazu bewegen, auf Abstand zu gehen. Hier passen die Sätze “Wenn Sie mir nur so und so viel bezahlen wollen, dann werde ich auch nur so und so viel arbeiten” oder “Wenn ich hier schlecht bezahlt werde, kann ich auch nur schlecht arbeiten.”
5) Auf den Busch klopfen
Dieser Tipp ist leider nur dann etwas für Sie, wenn Sie schon in Lohn und Brot stehen: Fordern Sie ein Zwischenzeugnis ein, ohne einen Grund für diese Forderung zu benennen. So ein Gebaren kann nämlich in aller Regel nur bedeuten, dass Sie sich klammheimlich wo anders bewerben möchten. Es sei denn, der Chef kommt Ihren neuen Gehaltsvorstellungen nach. Keine Bange – das wird er sicher nicht tun.
An dieser Stelle endet unser kleiner Ratgeber mit dem Motto: Wenn Sie schon etwas falsch machen wollen, dann bitte richtig!
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Sowohl im Bewerbungsgespräch als auch bei Bleibeverhandlungen ist das Thema Gehalt immer ein höchst sensibler Punkt. Natürlich möchten Sie sich weder unter Wert verkaufen, noch wegen überhöhter Vorstellungen abblitzen. Die Firma andererseits hat auch nichts zu verschenken, aber einiges zu verlieren. Und so passiert es leider immer wieder, dass Menschen, die einen neuen Job bekommen oder ihren alten pekuniär aufmöbeln wollen, in tödliche Psycho-Fettnäpfchen treten. Damit Ihnen das nicht passiert, wollen wir Ihnen hier sagen, wie sie bei Gehaltsverhandlungen auf gar keinen Fall argumentieren sollten.
1) Drohungen
Weder der Personalentscheider noch der Chef lassen sich gerne das Messer an die Brust setzen. Falls Sie also den Job ganz sicher nicht bekommen oder behalten möchten, müssen Sie Sätze wie “Wenn meine Gehaltsvorstellungen hier nicht akzeptiert werden, dann gehe ich zur Konkurrenz” oder “Falls ich nicht mehr Gehalt bekomme, werde ich kündigen” aussprechen. Dieser Tipp geht einzig und allein dann schief, wenn Sie tatsächlich eine einzigartige, unverzichtbare und nicht austauschbare Arbeitskraft sind. Denn dann können Sie es sich tatsächlich ungestraft erlauben, erpresserische Methoden anzuwenden.
2) Tränendrüsendrücken
Ihren neuen oder künftigen Chef interessiert es wirklich nicht, ob und in welcher Form Sie über ihre Verhältnisse gelebt haben oder leben. Schließlich hat er Sie nicht dazu angewiesen, eine teure Wohnung zu mieten, ein neues Auto zu kaufen oder minderbemittelte Familienangehörige durchzufüttern. Außerdem ist der Chef ein Unternehmer und nicht der Weihnachtsmann. Wenn Sie sich also zuverlässig einen Korb holen wollen, dann geht das z.B. mit “Womit soll ich denn sonst meine vielen Raten abbezahlen, jetzt, wo meine schwangere Frau ihren Job verloren hat?”
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