1 Euro Job

1 Euro Job

Die 1-Euro-Jobs erhitzen seit einiger Zeit in Deutschland die Gemüter und werden kontrovers diskutiert. Handelt es sich bei diesen, auch unter der Bezeichnung „Brückenjob“ bekannt gewordenen, Arbeitsgelegenheiten um Ausbeutung? Oder kann diese Art von Job die Chance auf einen regulären Arbeitsplatz tatsächlich erhöhen?

Genau genommen handelt es sich bei den 1-Euro-Jobs gar nicht um reguläre Jobs, wie sie vielfach in Stellenanzeigen oder einer Jobbörse ausgeschrieben werden. Vielmehr bieten diese Brückenjobs eine Mehraufwandsentschädigung für Empfänger von Arbeitslosengeld II. Durch die 1-Euro-Jobs sollen Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden. Sie werden deshalb in Arbeiten von öffentlichem Interesse vermittelt, wo sie wettbewerbsneutral zusätzliche Arbeiten verrichten sollen.

Bezahlt werden diese Jobs mit einer Aufwandsentschädigung von 1 Euro bis 2,50 Euro, beispielsweise bei schwerer körperlicher Tätigkeit oder Nachtarbeit. Die gezahlten Aufwandsentschädigungen für diese Jobs werden nicht auf das Arbeitslosengeld angerechnet. Dies soll der Motivation dienen. Damit diese Art von Job gesetzeskonform ist, muss sichergestellt sein, dass keine regulären Arbeitsplätze dadurch vernichtet werden, und der Arbeitgeber keine Wettbewerbsvorteile gegenüber Mitbewerbern erlangt. Ansonsten kann das Ganze leicht in Ausbeutung ausarten.

Es gibt Personen, die einem Job nachgehen und deren Einkommen unterhalb des Existenzminimums liegt. Ihnen werden in der Regel keine 1-Euro-Jobs angeboten, wenn sie einen Antrag auf das sogenannte Arbeitslosengeld II stellen, da dies wirtschaftlich keinen Sinn machen würde und sie bereits im Berufsleben stehen. Inwieweit die 1-Euro-Jobs der Eingliederung von Arbeitslosen in den regulären Arbeitsmarkt dienen, hängt nicht nur von der Höhe der Aufwandsentschädigung ab, sondern auch von vielen anderen Faktoren. Wichtig ist, dass die Art der Beschäftigung und der Arbeitslose, der den Brückenjob ausübt, zusammenpassen.

Nur dann kann der Arbeitslose von den Erfahrungen während des Brückenjobs tatsächlich profitieren, und wird die Tätigkeit dort im Idealfall nicht als lästige Verpflichtung, sondern als einen weiteren Schritt hin zu einem regulären Job sehen. Wer sich auf dem regulären Arbeitsmarkt nach einer anspruchsvollen pädagogischen Tätigkeit umschaut, wird sich vielleicht in einem Brückenjob in einer sozialen Einrichtung wohl fühlen, nicht aber beim Müll einsammeln im Park.


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Viele Jobsuchende schrecken vor der telefonischen Kontaktaufnahme mit dem potentiellen Arbeitgeber ab. Die Gründe sind vielfältig. Dabei liefern telefonische Bewerbung zahlreiche Vorteile. Vorausgesetzt, man ist gut vorbereitet.

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Telefon als Bewerbungsinstrument nutzen

Angst vor der Abweisung oder Unsicherheit während des Gesprächs sind sicherlich die beiden größten Hindernisse, warum Jobsuchende bei ihrer Bewerbung nicht zum Hörer greifen. Das erklärt auch, warum nur zehn Prozent der Jobkandidaten sich auf ein passenden Stellenangebot vorab telefonisch melden. Den Vorteil, den sich diese zehn Prozent im Vergleich zu den Konkurrenten „erredet haben“, ist für die Nicht-Anrufer-Fraktion schwer aufzuholen.

Interesse zeigen, Sympathie wecken

Die Vorteile einer telefonischen Bewerbung sind zahlreich. Der Arbeitgeber wird ihr Interesse an der Stellenanzeige definitiv zu Kenntnis nehmen. Zudem können sie mit etwas Geschick am anderen Ende der Telefonleitung Sympathie wecken, wenn sich durch einen Zufall Gemeinsamkeiten oder gleiche Interessen herausstellen. Darüber hinaus haben sie die Chance, ihre Kommunikationsfähigkeit und soziale Kompetenz spielen zu lassen und unter Beweis stellen zu können.

Fragekatalog erstellen

Doch ohne entsprechende Vorbereitung laufen sie Gefahr, dass ihre telefonische Vorab-Bewerbung ein Schuss in den Ofen wird. Hier heißt es, einen kleinen Schlachtplan zu entwickeln. Schreiben sie sich drei bis vier Fragen auf, wobei diese möglichst nicht mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten sein sollte. Experten raten zudem von „Warum“-Fragen ab, da diese bisweilen als unhöflich oder aufdringlich rüberkommen kommen. Ihre Fragen sollte auch nicht im Schnelldurchgang runtergerattert werden, so dass sich ihr Gesprächspartner wie in einem Kreuzverhör vorkommen muss. Räumen sie Zeit zum Antworten ein, das ist auch ihre Chance, vielleicht die Nervosität und hohe Aufregung etwas besser in den Griff zu bekommen.

Bevor sie anrufen, sollten sie die entsprechende Stellenanzeige natürlich gut im Kopf haben. Am besten die Ausschreibung liegt direkt neben ihren Bewerbungsunterlagen auf dem Schreibtisch.

Menschen wie du und ich

Ganz aufgeregt Bewerber werden sicherlich das Gespräch im Vorfeld durchspielen. Das ist auch gut so. Machen sie sich dabei unbedingt ein paar wichtige Notizen, damit das reale Gespräch jederzeit lebhaft ist und nicht in der großen Stille endet.

Und wie wir alle, sind auch Personalchefs, Sekretärinnen oder andere Kontaktpersonen nur Menschen. Mit etwas Charme, Höflichkeit und einem gut strukturierten Merkzettel, werden sie durch das telefonische Bewerbungsgespräch definitiv wichtige Punkte im Bewerbungsrennen sammeln. Und schon sind sie ihrem neuen Job einen Schritt näher gekommen.


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Erste Hilfe für Nervöse

12. November 2011

Erste Hilfe für Nervöse

Erste Hilfe für Nervöse

Wer sich viel in Job- und Karriere-Foren herumtreibt, kann leicht den Eindruck gewinnen, Stellenbewerber beständen nur noch aus neurolinguistisch umprogrammierten, rhetorisch perfektionierten und psychologisch optimierten Supermännern und –frauen. Angesichts solch Übermacht an Effizienz ist es durchaus verständlich, vor dem Bewerbungsgespräch ins Schwitzen zu geraten – nur leider sind kalter Schweiß, Blackouts, ein trockener Mund und fahrige Missgeschicke keine guten Vorraussetzungen für die Prüfung durch Personalverantwortliche. Hier ein paar Tipps, mit denen Sie die typischen Nervositätssymptome austricksen können:

Blackouts

Da haben Sie sich so gut auf die Fragen vorbereitet und während des Gesprächs ist plötzlich alles weg. Jetzt bloß nicht in Panik geraten! Sie dürfen sich Ihre Unsicherheit ruhig anmerken lassen und sagen, dass Sie sich kurz sammeln müssen. Auch das Wiederholen der Frage hilft, den Gedankenstrom wieder in Gang zu setzen. Fangen Sie, um wieder in Fluss zu kommen, notfalls an einem beliebigen Punkt mit Ihrer Rede an – das Blackout löst sich dann von alleine.

Schweißausbrüche und trockener Mund

Kalter Schweiß ist eine normale körperliche Reaktion auf Stress-Situationen– gerade bei jungen Männern. Mit Atemübungen können Sie Ihr allgemeines Stress-Level reduzieren. Atmen Sie so tief ein, wie Sie können und halten den Atem für einige Sekunden. Anschließend langsam wieder ausatmen. Wiederholen Sie den Vorgang bis Sie das Gefühl haben, ruhig und entspannt zu sein. Zur Not kann Ihnen Ihr Hausarzt auch Tabletten verschreiben, die das Schwitzen für einige Stunden vermindern – allerdings mit der Nebenwirkung, dass auch Ihr Mund austrocknet. Hier hilft es, den Unterkiefer zu entspannen. Stellen Sie sich vor, Sie müssten eine heiße Kartoffel im Mund hin und her schieben, das lockert die Kiefermuskulatur. Auch ein Biss auf die Zungenspitze fördert die Speichelbildung.

Missgeschicke

Wer nervös ist, reagiert leicht fahrig. Umgeschmissene Wassergläser und Ordner sind bei Bewerbungsgesprächen keine Seltenheit. Sollte Ihnen ein solches Missgeschick widerfahren, reagieren Sie nicht hektisch und übereilt. Entschuldigen Sie sich und fragen nach einem Lappen oder sammeln Sie die Unterlagen entspannt wieder auf – ohne Sie panisch zu knicken. Auch ein selbstironischer Spruch wie „Jetzt komme ich endlich dazu, meine Unterlagen zu sortieren.“ lockern die Atmosphäre und belegen Ihren Humor.

Allgemein sollten Sie immer daran denken, dass es im Karriere-Kosmos nicht vor Superbewerbern wimmelt. Nervosität ist nach wie vor eher die Regel als die Ausnahme. Sie sind also keineswegs allein und körperliche Symptome wie die oben genannten zeugen nur von Ihrer Menschlichkeit – was durchaus sympathisch wirken kann.


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Nur wenige Themen werden aktuell in der Arbeitswelt so kontrovers diskutiert, wie das Thema Zeitarbeit. Wenn es um die gewerbliche Arbeitnehmerüberlassung geht, scheiden sich die Geister: Bietet die Zeitarbeit dem Arbeitsuchenden eine Chance auf Arbeit, oder handelt es sich um eine moderne Form des Menschenhandels?

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Moderner Menschenhandel oder Chance auf Arbeit?

Was genau ist Zeitarbeit?

Unter Zeitarbeit versteht man die gewerbliche Überlassung von Arbeitnehmern. In Deutschland wird die Tätigkeit der Zeitarbeitsunternehmen durch die Vorschriften im Arbeitnehmerüberlassungsgesetzt geregelt. Anders als bei den sonst typischen Arbeitsverträgen, sind bei der Arbeitnehmerüberlassung nicht nur zwei, sondern drei Parteien involviert. Zeitarbeit ist gekennzeichnet durch ein Dreiecksverhältnis zwischen Arbeitnehmer (Zeitarbeiter), Arbeitgeber (Zeitarbeitsfirma) und dem ausleihenden Betrieb, bei dem der Zeitarbeiter im Einsatz ist. Zeitarbeit ist weit verbreitet, und – mit Außnahme des gewerblichen Einsatzes in der Baubranche – über alle Branchen verteilt. Um den ausleihenden Betrieben passgenau qualifiziertes Personal anbieten zu können, haben sich einige Personalleasing-Firmen auf bestimmte Einsatzbereiche spezialisiert.

Zeitarbeitsfirmen, die sich auf den kaufmännischen Bereich spezialisiert haben, können innerhalb kurzer Zeit eine offene Stelle im ausleihenden Unternehmen mit beispielsweise einer erfahrenen Lohnbuchhalterin oder einem versierten Controller besetzen. Einige Personalleasing-Firmen haben sich auf den gewerblichen Bereich spezialisiert und bieten hauptsächlich Leiharbeitnehmer mit geringen Qualifikationen an. Diese arbeiten dann, beispielsweise als Produktionshelfer, in der ausleihenden Firma, wenn dort bei Auftragsspitzen viel zu tun ist.

Welche Vorteile bietet Zeitarbeit?

Für ausleihende Firmen bietet sich der Vorteil, dass keine lange Zeit für die Suche nach einem passenden Mitarbeiter verstreicht. Das Schalten von Personalanzeigen, die Sichtung von zahlreichen Bewerbungsunterlagen und das Durchführen von mehreren Vorstellungsgesprächen entfällt. Diese Arbeiten übernimmt die Zeitarbeitsfirma, wenn sie nicht bereits auf geeignete Bewerber zurückgreifen kann.

Für die Arbeitnehmer stellt Zeitarbeit eine Chance auf den Berufseinstieg nach der Ausbildung bzw. Berufswiedereinstieg für Frauen nach der Babypause dar. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass Zeitarbeitskräfte von der ausleihenden Firma in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen werden.

Wo liegen die Nachteile der Zeitarbeit?

Die Gehälter der Arbeitnehmer in der Zeitarbeitsbranche sind in der Regel deutlich niedriger, als bei einer vergleichbaren Tätigkeit bei einem Nicht-Zeitarbeitsunternehmen. Einige Zeitarbeitnehmer kommen nicht damit zurecht, ständig in verschiedenen Betrieben zu arbeiten und fühlen sich als Arbeitnehmer zweiter Klasse.

Die Bewerbung bei einer Zeitarbeitsfirma kann in bestimmten beruflichen Situationen – bei Berufseinstieg, Wiedereinstieg oder anhaltender Arbeitslosigkeit – durchaus Sinn machen. Die Frage, ob man die Arbeit als Leiharbeiter ein Erwerbsleben lang ausüben möchte, oder ob man eine Übernahme durch eine ausleihende Firma anstrebt, muss jeder für sich selbst beantworten.


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Dem Bewerbungsfoto wird nicht umsonst ein hoher Stellenwert innerhalb der Bewerbungsunterlagen eingeräumt. Entsprechend sollte man nicht am falschen Ende sparen und lieber etwas Geld in die Hand nehmen. Denn ein professioneller Fotograf kann sie besser in Szene setzen als jeder Fotoautomat oder der gängige Fotograf vom Laden an der Ecke. Ich kann ihnen nur den Gang zum Experten empfehlen.

Wenn in der Personalsabteilung mal wieder ein Berg von Bewerbungen auf dem Tisch liegt, wird das Foto (leider) gern oft als erstes Auswahlkriterium herangezogen. Und machen wir uns nichts vor, wer optisch einiges zu bieten hat, hat zumindest in Sachen Bewerbung keinen Nachteil. Doch vielen Unternehmen kommt es dabei nicht immer auf die Schönheit an. Auch ein gepflegtes Äußeres ist ein wichtiges Indiz, ob der Bewerber überhaupt in das Unternehmen passt.

Und hier kann ein professioneller Fotograf am besten wirken. Also am besten einen Termin vereinbaren, eine gute Stunde einplanen und sich auf das Ergebnis freuen. Empfehlenswert ist es immer, zwei unterschiedliche Outfits mitzunehmen. Einmal im feinen Zwirn und alternativ etwas legerer.

Klärendes Gespräch mit Fotografen

Der Fotograf wird sich im Vorfeld mit ihnen kurz unterhalten, wo auch geklärt wird, auf welchen Job sie sich bewerben wollen. Ist der Rahmenplan abgesteckt wird man vor dem Shooting etwas gepudert oder entfettet, damit die Haut auf dem Bild nachher nicht glänzt. Generell sollte man nicht zuviel Schminke auftragen, denn beim Bewerbungsfoto gilt: Weniger ist mehr. Wer will kann sich natürlich selber vor dem Spiegel zurechtmachen. Der Profi-Fotograf hat alle erdenklichen Schönheitsutensilien Vorort und wird während des Shootings immer wieder Anweisungen in Sachen richtiger Kopfhaltung, Sitzposition oder Blick geben.

Auswahl aus dutzenden Bildern

Am Ende hat man dann die Qual der Wahl, sich aus mehreren dutzend Bildern die Besten herauszusuchen. Das geschieht im beratenden Gespräch mit dem Fotografen, der die Bilder auch bearbeiten kann. Mit dem gängigen Fotoladen an der Ecke gar nicht zu vergleichen, wo vielleicht zwei, drei Bilder geschossen werden und gut ist. Und auch die Unternehmen werden schnell den Unterschied zwischen einem professionellen Bild oder dem „normalen“ Bewerbungsfoto feststellen – garantiert zu ihren Gunsten.

Die Bilder sind in einer Kartei abgespeichert und können von mit bequem per Email nachbestellt werden. Denn auch die Familie und Freundin fanden die Bilder sehr hübsch und haben sich über ein Exemplar gefreut.

Der Spaß hat mich rund 80,- Euro gekostet, wobei sich die Investition auf jeden Fall gelohnt hat. Schließlich schlüpfte ich eine Stunde in die Rolle eines professionellen Models und ging am Ende mit 4 x 4 gelungenen Bildern nachhause.


Maria Mayerhofer

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