
Mit Life/Work-Planning zum Traumberuf
Wer sich längere Zeit auf Jobsuche befindet, immer wieder auf Stellenangebote bewirbt und doch nur Absagen erhält, empfindet sich selbst schnell als Bittsteller denn als kompetente Arbeitskraft. Dabei ist gerade das Bewusstsein über die eigenen Fähigkeiten ein grundlegender Schritt zum beruflichen Erfolg.
Dies hat der Arbeitsforscher und evangelische Pastor Richard Nelson Bolles bereits in den 70er Jahren erkannt und daraufhin eine Methodik entwickelt, welche die Chancen von Jobsuchenden auf dem Arbeitsmarkt erheblich verbessern soll: Das Life/Work-Planning, kurz L/WP.
L/WP-Seminare werden heute von unzähligen Weiterbildungsstätten, Hochschulen und Beratungsstellen in Europa und den USA angeboten. Zudem wurden die Grundideen des L/WP in viele weitere Methoden des Selbstmarketings und –coachings aufgenommen.
So steht bei dieser Verfahrensweise nicht etwa der Arbeitsmarkt oder der potentielle Arbeitgeber im Mittelpunkt, sondern der Arbeitssuchende selbst. Im L/WP wird davon ausgegangen, dass
Ausgehend von diesen Thesen werden während des L/WP die entscheidenden Fragen nach dem „Was?“ „Wo?“ und „Wie?“ geklärt:
Soll die Frage nach den eigenen Kompetenzen klären. Allerdings nicht im Sinne von Qualifikationen oder beruflicher Erfahrung, sondern in Form von Neigungen und Talenten. Stellen Sie sich die Frage: „Was mache ich immer wieder gerne?“ statt „Was kann ich besser als andere?“
möchten Sie arbeiten? In welchem Umfeld? Welcher Branche? Mit welchen Kollegen? Durch die Beantwortung und Analyse dieser Fragen wird ein spezifisches Zielprofil erstellt, das der weiteren Analyse des Arbeitsmarktes dient.
Ist der letzte Schritt zum Traumjob. Wie komme ich nun, da ich meine Fähigkeiten, Interessen und Ziele kenne, an einen Job, der meinem Profil entspricht? Mit einem ausgearbeiteten, klaren Profil fällt professionelles Selbstmarketing deutlich leichter. Eine Initiativbewerbung auf eine Stelle, die Ihnen passgenau entspricht, ist erfolgsversprechend, denn auch ein Unternehmen wird erkennen: Sie sind genau der richtige für diesen Job.
© Jobsuche info 2011

Carpe Diem - Wie Sie die Zeit während der Jobsuche optimal nutzen
Durchschnittlich werden gerade einmal drei bis fünf Prozent aller Jobaspiranten zu einem persönlichen Bewerbungsgespräch eingeladen – und nur einer kann die Stelle antreten.
Es ist also völlig normal, über einen längeren Zeitraum auf Stellensuche zu sein. Lassen Sie sich von Absagen nicht entmutigen, sondern nutzen Sie die Zeit, um Ihre Bewerbungsunterlagen und Fähigkeiten zu optimieren.
Überprüfen Sie Ihr Bewerbungsschreiben. Der häufigste Fehler sind standardisierte Anschreiben, die nur unzureichend auf das betreffende Unternehmen eingehen. Greifen Sie in Ihrem Bewerbungsschreiben möglichst viele Aspekte der Stellenausschreibung auf und heben Sie gesuchte Qualifikationen und Fähigkeiten explizit hervor. Durch eine intensive Recherche auf der Homepage des Unternehmens erhalten Sie wichtige Zusatzinformationen, die Ihnen helfen können, Ihr Anschreiben noch besser auf das Unternehmen abzustimmen. Damit stellen Sie gleich zwei Schlüsselqualifikationen unter Beweis: Ihr Engagement sowie Ihre analytischen Fähigkeiten.
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie Probleme mit der Situation des Bewerbungsgesprächs haben, können Sie einen Freund bitten, diese mit Ihnen zu üben. 90 Prozent der Fragen während eines Bewerbungsgesprächs sind Standardfragen wie „Warum glauben Sie, der optimale Kandidat für diese Stelle zu sein?“ oder „Was sind Ihre Schwächen?“. Mit etwas Routine bringen Sie auch Fangfragen wie „Arbeiten Sie lieber allein oder im Team?“ nicht mehr aus der Ruhe und Sie lernen, konsequenter aufzutreten. Auch ein Coach oder ein Bewerbungsworkshop leisten hier gute Dienste.
Nutzen Sie die Zeit während der Jobsuche, um sich Zusatzqualifikationen anzueignen. Weiterbildung muss nicht teuer sein: Im Internet finden Sie beispielsweise zahllose kostenlose Tutorials für Softwareprogramme und auch Ihre Fremdsprachenkenntnisse können Sie mittels günstiger Selbstlernkurse auffrischen. Durchforsten Sie einmal die für Sie relevanten Stellenanzeigen nach Zusatzqualifikationen. Hier finden Sie wichtige Hinweise, in welchen Bereichen Sie sich weiterbilden könnten, um Ihrem Traumjob ein Stück näher zu kommen.
© Jobsuche info 2011

Visitenkarte – wichtig für die Jobsuche
Ein jeder hat Visitenkarten. Warum also nicht auch Jobsuchende. Damit soll aber nicht in erster Linie die Bewerbungsmappe aufgefüllt werden. Vielmehr sollte man sie beispielsweise beim Besuch einer Jobmesse immer griffbereit haben. Doch wie sieht die richtige Visitenkarte für Bewerber aus?
Jobmessen sind vor allem für Studenten die kurz vor ihrem Abschluss stehen, der ideale Ort, um sich als Arbeitskraft anzubieten. Da darf eine Bewerbungsmappe natürlich nicht fehlen, wobei diese auf solchen Events ohne Deckblatt und Motivationsschreiben zu gestalten ist. Schließlich bekommen die Unternehmensvertreter bei solchen Gelegenheiten bergeweise Bewerbungen. Da sollte man sie nicht noch zusätzlich „zu müllen“.
Nicht weniger wichtig ist die eigene hochwertige Visitenkarte, mit der man wunderbar Selbst-Marketing betreiben kann. Hierfür sollte man auch durchaus etwas Geld investieren. Schließlich ist die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt groß und jeder versucht mit allen Mitteln seinen Traumjob zu bekommen.
Natürlich sieht die Visitenkarte eines Studenten der auf Arbeitsuche ist anders aus, wie diejenigen derer, die bereits im Job sind und eine entsprechende Position auf der Karte platzieren können.
Wer sich eine Art Bewerbungs-Visitenkarte anfertigen lassen will, sollte dickes Papier und Prägedruck verwenden. Auch das Gesicht gehört unbedingt darauf, damit man sich beim potentiellen Arbeitgeber schneller wieder ins Gedächtnis rufen kann, wenn dieser die Karte ein paar Tage später zwischen den Fingern hält. Neben dem Gesicht gehören die Kontaktdaten sowie die eigene Studienrichtung.
Um mit Kreativität zu glänzen, kann man auch seinen eigenen kleinen Werbespruch auf der Visitenkarte platzieren. Beispiel gefällig? Wie wäre es denn mit: „Fachkräftemängel? Nicht mit mir!“ Das ist kurz und bündig und vermittelt durchaus Selbstbewusstsein.
Abgerundet wird die Visitenkarte für Jobsuchende durch drei persönliche Hauptargumente, die einen für den Job prädestinieren. Das kann eine besondere Sprache, der Auslandsaufenthalt oder die Teamerfahrung sein. Dadurch wird der Lebenslauf in einer einzigartigen und ganz individuellen Form komprimiert und auf die wichtigsten Punkte beschränkt.
Aber nicht nur auf Jobmessen sind die eigenen Visitenkarten immer bei sich zu führen. Schließlich kann man überall, sei es in einem Restaurant oder der Disko, dem Flugzeug oder der Bahn, zufällig mit jemandem ins Gespräch kommen, der gerade einen entsprechenden Job zu vergeben. Mit einer ordentlichen Visitenkarte hat man doch gleich gute Karten.
© Jobsuche info 2011

Mit anonymen Lebensläufen gegen Diskriminierung?
Bei der Auswahl eines geeigneten Bewerbers spielen nicht nur berufliche oder schulische Qualifikationen eine wichtige Rolle. So machen viele Personaler häufig ihre Entscheidung vom Geschlecht, Alter oder Herkunft des Bewerbers abhängig. Riecht nicht unbedingt nach Objektivität. In Frankreich will man daher dieser Form der Diskriminierung mit anonymen Lebensläufen entgegentreten. Guter Ansatz, doch nicht wirklich viel versprechend.
Bis einschließlich April 2011 läuft in einigen Regionen Frankreichs das Pilotprojekt „anonyme Lebensläufe“. So sollen die Personaler mehr oder weniger gezwungen sein, Bewerber nicht nach Alter, Aussehen oder Geschlecht auszusortieren.
Entsprechend dürfen die Bewerber folgenden Daten im Lebenslauf weglassen:
Klingt auf den ersten Blick durchaus interessant. Scheinbar bekommt nun der Ende fünfzigjährige oder die alleinerziehende Mutter von drei Kindern endlich eine gerechte Chance, einen neuen Job zu bekommen. Aber ehrlich gesagt nur auf den ersten Blick.
Denn gewiefte Personaler können immer noch aus den verbleibenden Daten im Lebenslauf vermeidlich „diskriminierungssensitive“ Angaben finden. Denn Angaben zum Schul- und gegebenenfalls Studienabschluss, bisherige Arbeitsverhältnisse, Auslandsaufenthalte oder Sprach- und Computerkenntnisse müssen / sollten nach wie vor im Lebenslauf berücksichtigt werden. Für die Personaler ist es ein Leichtes, quasi zwischen den Zeilen weitere Rückschlüsse über den Bewerber zu gewinnen.
Das Alter kann man ganz einfach über den Schul- bzw. Hochschulabschluss erahnen. Und wer fließend exotische Sprachen spricht, gibt automatisch Aufschluss über seine Herkunft.
Zudem stellt sich die Frage, wie ein Unternehmen einen Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch einladen will, wenn dieser nicht mal seinen Namen geschweige denn Telefonnummer im Lebenslauf hinterlassen muss. Und nicht längst jeder Franzose hat ein mobiles Telefon.
Letztendlich kann man sagen, dass anonyme Lebensläufe großer Quatsch sind. Denn irgendwann werden sich Bewerber und Personaler gegenüberstehen, wenn es beispielsweise zum Vorstellungsgespräch kommt. Spätestens dann ist man den Diskriminierungen ausgesetzt. Da wäre es zeitsparsamer, wenn man von vornherein abgelehnt wird.
© Jobsuche info 2011