Nur wenige Themen werden aktuell in der Arbeitswelt so kontrovers diskutiert, wie das Thema Zeitarbeit. Wenn es um die gewerbliche Arbeitnehmerüberlassung geht, scheiden sich die Geister: Bietet die Zeitarbeit dem Arbeitsuchenden eine Chance auf Arbeit, oder handelt es sich um eine moderne Form des Menschenhandels?

workforce POV 1

Moderner Menschenhandel oder Chance auf Arbeit?

Was genau ist Zeitarbeit?

Unter Zeitarbeit versteht man die gewerbliche Überlassung von Arbeitnehmern. In Deutschland wird die Tätigkeit der Zeitarbeitsunternehmen durch die Vorschriften im Arbeitnehmerüberlassungsgesetzt geregelt. Anders als bei den sonst typischen Arbeitsverträgen, sind bei der Arbeitnehmerüberlassung nicht nur zwei, sondern drei Parteien involviert. Zeitarbeit ist gekennzeichnet durch ein Dreiecksverhältnis zwischen Arbeitnehmer (Zeitarbeiter), Arbeitgeber (Zeitarbeitsfirma) und dem ausleihenden Betrieb, bei dem der Zeitarbeiter im Einsatz ist. Zeitarbeit ist weit verbreitet, und – mit Außnahme des gewerblichen Einsatzes in der Baubranche – über alle Branchen verteilt. Um den ausleihenden Betrieben passgenau qualifiziertes Personal anbieten zu können, haben sich einige Personalleasing-Firmen auf bestimmte Einsatzbereiche spezialisiert.

Zeitarbeitsfirmen, die sich auf den kaufmännischen Bereich spezialisiert haben, können innerhalb kurzer Zeit eine offene Stelle im ausleihenden Unternehmen mit beispielsweise einer erfahrenen Lohnbuchhalterin oder einem versierten Controller besetzen. Einige Personalleasing-Firmen haben sich auf den gewerblichen Bereich spezialisiert und bieten hauptsächlich Leiharbeitnehmer mit geringen Qualifikationen an. Diese arbeiten dann, beispielsweise als Produktionshelfer, in der ausleihenden Firma, wenn dort bei Auftragsspitzen viel zu tun ist.

Welche Vorteile bietet Zeitarbeit?

Für ausleihende Firmen bietet sich der Vorteil, dass keine lange Zeit für die Suche nach einem passenden Mitarbeiter verstreicht. Das Schalten von Personalanzeigen, die Sichtung von zahlreichen Bewerbungsunterlagen und das Durchführen von mehreren Vorstellungsgesprächen entfällt. Diese Arbeiten übernimmt die Zeitarbeitsfirma, wenn sie nicht bereits auf geeignete Bewerber zurückgreifen kann.

Für die Arbeitnehmer stellt Zeitarbeit eine Chance auf den Berufseinstieg nach der Ausbildung bzw. Berufswiedereinstieg für Frauen nach der Babypause dar. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass Zeitarbeitskräfte von der ausleihenden Firma in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen werden.

Wo liegen die Nachteile der Zeitarbeit?

Die Gehälter der Arbeitnehmer in der Zeitarbeitsbranche sind in der Regel deutlich niedriger, als bei einer vergleichbaren Tätigkeit bei einem Nicht-Zeitarbeitsunternehmen. Einige Zeitarbeitnehmer kommen nicht damit zurecht, ständig in verschiedenen Betrieben zu arbeiten und fühlen sich als Arbeitnehmer zweiter Klasse.

Die Bewerbung bei einer Zeitarbeitsfirma kann in bestimmten beruflichen Situationen – bei Berufseinstieg, Wiedereinstieg oder anhaltender Arbeitslosigkeit – durchaus Sinn machen. Die Frage, ob man die Arbeit als Leiharbeiter ein Erwerbsleben lang ausüben möchte, oder ob man eine Übernahme durch eine ausleihende Firma anstrebt, muss jeder für sich selbst beantworten.


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Der richtige Umgang mit dem Chef

Der richtige Umgang mit dem Chef

Unstimmigkeiten zwischen Vorgesetzten und Angestellten stören nicht selten den Berufsalltag im Büro oder Betrieb. Es fehlt oft an der nötigen Kommunikation. Dabei gilt im Job wie im Privatleben: „Wenn das Schweigen zu groß wird, ist die Beziehung am Kippen“. Wir zeigen Wege aus der Krise.

Schuld ist bekanntlich immer der andere. Der Boss ist kalt, unzugänglich und knauserig – jammern die einen, die Mitarbeiter sind faul und fordern zu viel – klagen die anderen. Der Angestellte will Anerkennung und gute Umgangsformen, der Chef verlangt Engagement und Zuverlässigkeit. Und genau da sitzt der Haken.

Das Problem ist, dass viele Führungskräfte oft nur die Sachebene sehen. Die für viele Arbeitnehmer bedeutsame Beziehungsebene bleibt außen vor. Die Kommunikation zwischen beiden Parteien bleibt da nicht selten auf der Strecke. Das vergiftete Betriebsklima drückt auf die Stimmung und schmälert die Arbeitsleistung. Dieser Mechanismus ist längst bekannt und die Lösung für die Problematik erstaunlich simpel. Es reichen schon wenige Regeln, um das angespannte Verhältnis zwischen Chef und Angestellten zu entkrampfen.

1. Perspektivwechsel

Wenn man sich in die Rolle des anderen hineinversetzt, könnten etliche Konflikte im Job bereits gelöst werden. Ein Mitarbeiter sollte sich beispielsweise nicht gleich auf dem Schlips getreten fühlen, wenn der Chef eine Email unbeantwortet lässt. Vielleicht warten im Postfach 50 (teils wichtigere) Mails, die peu a peu abgearbeitet werden müssen.

2. Forderungen nicht als Vorwürfe formulieren

Ein häufiger Kardinalfehler ist außerdem, dass viele Angestellten ihre Forderungen – oft unwissentlich – als Vorwürfe formulieren. Der Chef empfindet das als Angriff und bläst mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Gegenangriff. Um das zu vermeiden, sollte das Problem sachlich und präzise formuliert werden. Erst dann ist es ratsam, das persönliche Befinden mitzuteilen und einen entsprechenden Wunsch zu äußern. Dabei ist auch zu bedenken, dass die Gestaltungsspielräume des Vorgesetzten beschränkt sind und er sich in einer „Sandwich-Position“ befindet – Druck von unten, Druck von oben!

3. Eigene Stärken bewusst machen

Mitarbeiter sollten sich ihrer eigenen Stärken bewusst sein. Offen kommunizieren kann nur derjenige, dessen Selbstwertgefühl stimmt. Man darf sich weder als untergehendes Opfer noch als Konkurrent ansehen.

4. Loben

Warum sollte immer nur der Chef seine Mitarbeiter loben? Auch wenn es bei Vielen als Schleimerei verpönt ist, schadet es keineswegs, auch mal den Chef zu loben. Schließlich ist Wertschätzung der Schlüssel für ein offenes Miteinander.

Wenn man den einen oder anderen Ratschlag beherzigt, kann das Verhältnis zwischen Chef und Angestellten schnell viel besser werden.


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Von wegen Traumjob: Woran man unseriöse Jobangebote erkennt

Von wegen Traumjob: Woran man unseriöse Jobangebote erkennt

Unseriöse Jobangebote gibt es ohne Ende. Dabei locken dubiose Unternehmen in ihren Stellenzeigen mit hochbezahlten Jobs und lukrativen Nebentätigkeiten, ohne das man viel Arbeit dafür machen muss. Eigentlich sollten bei solchen vermeintlichen Traumangeboten bei jedem die Alarmglocken schrillen. Es ist aber erstaunlich, dass viele Jobsuchende auf solche unseriösen Jobangebote reinfallen. Doch woran erkenne ich Stellenangebote, bei denen es sich um eine Abzocke handelt?

Wenn Unternehmen für wenig Arbeit mehrere hundert Euro pro Tag bieten, sollte jeder normal denkende Mensch wissen, dass das alles anders als seriös ist. Denn zu verschenken hat keiner was. Im Gegenteil. Wer solche Stellenanzeige wie “Am Wochenende 500 Euro verdienen” oder “Mit bequemer Heimarbeit bis zu 500 Euro dazuverdienen” schaltet, will nur ihr Geld.

Für Bewerber entstehen (viele) Kosten

Dabei rufen Interessierte die angegebene Telefonnummer an und finden sich schneller als sie gucken können auf irgendwelchen Informationsveranstaltungen wieder oder müssen die teure Telefonrechnung bezahlen. Und auf den Veranstaltungen werden dann bspw. im besten Kaffeefahrt-Stil teure Broschüren, Seminare usw. für mehrere tausend Euro verkauft.

Leider gibt es genügend Leute, die auf solche unseriösen Stellenangebote reinfallen und am Ende für den vermeintlichen Traumjob ordentlich zahlen müssen. Damit das nicht mehr passiert, gibt es im Folgenden ein paar Tipps und Hinweise, wie sie eine unseriöse Stellenanzeige erkennen können.

Vorsicht Abzocke: Typische Kennzeichen von unseriösen Jobangeboten
  • In der Stellenanzeige ist weder Firmenname noch Firmenzweck ersichtlich
  • Besonders verlockende Angebote wie: “Arbeit von zu Hause aus”, “viel Geld”, “leichte Arbeit”, “wenig Arbeit”
  • Verdienst ist zwar lukrativ, aber vollkommen übertrieben und viel zu hoch. Denn für ein paar Stunden in der Woche Arbeit zahlt kein Unternehmen 1000 Euro und mehr.
  • Wenn die Tätigkeit schwammig und ungenau beschrieben wird und man eigentlich gar nicht weiß, um welche Art Job es sich überhaupt handelt.
  • Vorauskasse! Wer zuerst für wertlose Broschüren oder Informationsmaterial Geld bezahlen soll, hat man ein unseriöse Jobangebot vor sich liegen. Schließlich könnten die Kosten ggf. vom ersten Verdienst abziehen.
  • Es wird vorausgesetzt, dass man auf eigene Kosten an einem Seminar, Lehrgang etc. teilnimmt, damit man den (Neben-) Job überhaupt bekommt.
  • Als Kontaktdaten ist nur eine Telefonnummer (meist kostenpflichtig) oder eine Postfachadresse angeben.
  • Produkte kaufen und diese dann auf eigenes unternehmerisches Risiko weiter veräußern. Werden die Geräte oder Waren nicht verkauft, bleibt man nicht nur auf den Produkten, sondern auch Kosten sitzen.
  • Wenn vom Bewerber verlangt wird, eine Erklärung zu unterschreiben, die es verbietet, über Geschäftsbeziehungen zu reden.


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Tipps und Strategien gegen Bossing

Tipps und Strategien gegen Bossing

Der Traumjob kann schnell zum Horror werden, wenn man von seinem Vorgesetzten massiv unter Druck gesetzt wird. Das ist bei Weitem keine Ausnahmeerscheinung. Studien zufolge fühlen sich rund 80 Prozent der Beschäftigten vom Chef ungerecht behandelt. Aber auch ein launischer, unberechenbarer oder herrischer Vorgesetzter ist ein Alptraum.

Im Folgenden finden sie ein paar Ratschläge und Strategien, wie man seinen Vorgesetzten „zähmen“ kann.

  • Wutausbrüche aussitzen und vermeiden

Wenn der Chef regelmäßig Wutausbrüche hat, ist es am besten, wenn man diese einfach aussitzt. Ein ruhiges Verhalten und Distanz zwischen Angestellten und Chef ist das beste Mittel. Denn Erwiderungen bringen rein gar nichts und rationale Argumente fruchten erst, wenn der cholerische Anfall abgeklungen ist. Um Wutausbrüche zu vermeiden, sollte man seinen Chef vor Überforderungssituationen schützen. Den Chef in einem Gespräch mit Fragen konfrontieren, mit denen er nicht zurechtkommt, sind zu vermeiden. Ratsamer ist es, diese dem Chef im Vorfeld des Gesprächs zu mailen.

  • Auf Körpersprache achten

Die Körpersprache verrät viel über die eigene Gemütslage. Mit einer zurückhaltenden Körpersprache – nach vorn gebeugtem Oberkörper, eingesunkenen Schultern – wird man schnell zur Zielscheibe eines cholerischen Chefs. Wer dagegen Selbstbewusstsein ausstrahlt, bspw. durch eine aufrechte Oberkörperhaltung, gerader Stand, Kopf hoch, bändigt den Vorgesetzten. Aber bloß nicht auf die Tränendrüse drücken und Heulkrämpfe als Mittel einsetzen.

  • Gegen Spott wehren

Ein fieser Vorgesetzter stellen Angestellte mal gerne vor versammelter Mannschaft bloß, was mit dem Begriff Bossing (also Mobbing durch den Chef) beschreibt. Doch wie sollte man als Betroffener am besten auf diese Form der Diskriminierung reagieren? Suchen sie ein klärendes Vier-Augen-Gespräch. Und zwar möglichst schnell. Sonst fährt sich die Situation fest und sie kann kaum noch gelöst werden. Wenn der Chef dafür nicht zugänglich ist, gibt es eigentlich nur zwei Alternativen: Der Gang zum Betriebsrat oder die Kündigung als letztes Mittel. Wobei die meisten von einer Kündigung verständlicherweise Abstand nehmen. Doch die Lust am Job ist schnell verflogen und man flüchtet sich in Dienst nach Vorschrift.


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Japan: Die Blutgruppe als Einstellungskriterium

Japan: Die Blutgruppe als Einstellungskriterium

Es gibt zahlreiche Auswahlkriterien die bei einer Bewerbung wichtig sind. Berufserfahrung, Zeugnisse, mitunter spielt auch schon mal das Alter und Geschlecht für die Personaler eine wichtige Rolle, ob der Kandidat für den Job geeignet ist oder nicht. Doch in Japan gibt man sich damit nicht zufrieden. Im Land des Lächelns achten einige Unternehmen sogar auf die Blutgruppe ihrer Bewerber. Aber warum?

Japan ist ja für viele Skurrilitäten bekannt. Doch dass die Blutgruppe ein wichtiges Einstellungskriterium ist, ist schon etwas Besonderes. Für die Asiaten macht es scheinbar Sinn. Denn in Japan werden die verschiedenen Blutgruppen mit bestimmten Charaktereigenschaften verbunden. Wobei auch in Taiwan und China immer mehr Unternehmen bei der Auswahl ihrer Bewerber auf dessen Blutgruppe achten und im Vorstellungsgespräch nachfragen. Klingt stark nach Schwachsinn, aber dahinter steckt Methode.

Hierfür ist interessant zu wissen, welche Charaktereigenschaften man in Japan mit welcher Blutgruppe assoziiert.

Blutgruppe A:

Job-Bewerber mit dieser Blutgruppe gelten als ideale Arbeitnehmer. Durch wessen Ader dieses Blut fließt, der gilt als verantwortungsbewusst, kreativ, etwas nervös, aber auch fleißig, ehrlich und loyal. Wahrhaftig tolle Eigenschaften eines künftigen Angestellten.

Blutgruppe B:

Menschen mit der Blutgruppe B haben in Japan nicht unbedingt die besten Jobaussichten. Denn diese Blutgruppe gilt als selbstsüchtig und arrogant.

Blutgruppe AB:

Bei diesen Mitarbeitern halten sich die positiven und negativen Charaktereigenschaften die Waage. Zum einen gelten sie als cool, rational, kontrolliert und sozialverträglich, zum anderen aber auch als vergesslich, unentschlossen und nörglerisch.

Blutgruppe 0:

Träger dieses Blutes werden als neugierig und großzügig charakterisiert, allerdings gelten sie auch als ein bisschen stur.

Während wir darüber wohl nur Schmunzeln können und den Zusammenhang zwischen Charaktereigenschaften und Blutgruppen nicht zu ernst nehmen sollten, sieht das in Japan tatsächlich anders aus. Die Lehre hat Tradition und geht auf die Untersuchungen des Biologen Takeji Furukawa aus dem Jahre 1927 zurück. Damals untersuchte er das Blut zweier Volksstämme. Einmal dass der Ureinwohner von Hokkaido, welche als besonders gehorsam gelten, und dann das Blut der Bewohner auf Taiwan, welche eher als aufsässig eingestuft wurden.

Parallelen zu Sternzeichen

Die Untersuchungen von Furukawa zeigten auf, dass es damals eine große Konzentration von Blutgruppen in den beiden Bevölkerungen gab. Obwohl wissenschaftlich nicht haltbar wurde ein Kausalzusammenhang daraus gezogen. Der Zusammenhang bestimmter Blutsgruppen mit bestimmten Charaktereigenschaften erfreut sich seit den Siebzigern einen großen Zulauf und ist in Japan ähnlich beliebt wie hierzulande die Sternzeichen.

Falls sie also auf der Suche nach einem Job in Japan sind, vorher unbedingt die Bluttgruppe in Erfahrung bringen. Das könnte viel Arbeit sparen ;-)


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Bewerber

Warum Unternehmen Bewerber fair und respektvoll behandeln sollte

Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass jeder Bewerber vom Unternehmen fair und respektvoll behandelt wird. Doch die Wahrheit sieht leider anders aus. Rüde Absagen, gar keine Reaktionen oder ein arrogantes Auftreten des Personalers beim Vorstellungsgespräch gehören zur Tagesordnung. Doch das unfaire Verhalten von Unternehmen und Personaler kann sich böse rächen!

Wer glaubt, dass ein schlechtes Verhalten nur dem Bewerber Schaden zufügt, der irrt gewaltig. Denn auch Unternehmen gehen ein hohes Risiko ein, wenn sie Bewerber nicht angemessen behandeln. Eine miese Behandlung während des Bewerbungsprozesses lässt bei potentiellen Jobeinsteigern kaum eine echte Loyalität und Verbundenheit zum neuen Arbeitgeber entstehen. Sollte es mit dem Job dennoch geklappt haben, suchen diese schnell wieder nach alternativen und neuen Jobs. Das kann auch noch nach fünf Jahren auftreten, wie eine Studie der Owen Graduate School of Management belegt.

Jobeinsteiger sind bezüglich ihres Umgangs während des Bewerbungsverfahrens sehr empfindlich. Doch was stört am meisten während einer Bewerbung?

Was stört bei Bewerbungen am meisten?

Ein besonderes Ärgernis im Bewerbungsprozess ist, wenn es von Unternehmerseite nur eine schleppende bis gar keine Rückmeldung zum aktuellen Stand der Bewerbung gibt. Ob bewusst oder unbewusst sei dahingestellt. Doch als Arbeitgeber sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, den Bewerber entsprechend zu informieren. Aber auch die Personaler können sich in Bewerbungsgesprächen den Unmut ihrer Bewerber zuziehen. Vor allem ein arrogantes Auftreten getreu dem Motto: „Du brauchst uns mehr als wir dich“, kommt gar nicht gut an.

Schlecht behandelte Bewerber können sich „rächen“

Viele Jobeinsteiger merken sich, wie sie während der Bewerbung behandelt wurden. Der ein oder andere wird bei unfairem und respektlosem Verhalten von Rachegelüste getrieben und wartet nur auf neues Jobangebot, um es dem Unternehmen heimzuzahlen.

Und Bewerber sowie Jobeinsteiger können sich im Zeitalter der sozialen Medien oder Arbeitgeber-Bewertungsportale (bspw. kununu) wunderbar in aller Öffentlichkeit kritisch äußern, wo es sehr lange sichtbar und auffindbar ist. Das wirft kein gutes Licht auf das Unternehmen und ein schlechtes Image lässt sich nicht so leicht ausbügeln.


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Jobs mit Zukunft – Teil 3: Asien und Technik bieten sichere und bezahlte Jobs

Jobs mit Zukunft – Teil 3: Asien und Technik bieten sichere und bezahlte Jobs

Zum Abschluss unserer Artikel-Serie „Jobs mit Zukunft“ stellen wir ihnen weiteren Berufe und Berufsspaten vor, bei denen der Arbeitsplatz sicher und das Gehalt verlockend ist. Dabei spielt Asien eine Rolle genauso wie Technik und der Bio-Ingenieur.

Im Rennen um den Titel „Exportweltmeister“ hat sich China mittlerweile den Platz an der Sonne gesichert. Kein anderes Land der Welt exportiert so viele Güter, wie die asiatische Wirtschaftsmacht. Die aufstrebende Volksrepublik, die Deutschland erst kürzlich als Exportmacht Nummer eins abgelöst hat, führt Waren im Wert von 20 Mio. Euro aus – pro Stunde! Entsprechend braucht es Leute, die als Vermittler arbeiten. Dazu gehören Asienwissenschaftler. Diese lernen an den Universitäten nicht nur Fachchinesisch, sondern auch viel über Kultur und Mentalitäten Asiens. Gebraucht werden die Mittler zwischen den Welten künftig nicht nur in Unternehmen, sondern auch in internationalen Institutionen und der Personalberatung.

Vermittler zwischen Mensch und Technik

Aber auch in anderen Bereichen gibt es spannende Jobs mit einer Vermittlerfunktion. So nehmen Interface-Designer eine Rolle an der Schnittstelle zwischen Mensch und Technik ein.

Ob Handy oder Kraftwerk, Ticketautomat oder Satelliten-Navigation – Technik spielt in unserem Alltag eine immer wichtigere Rolle. Und angesichts der immer komplexeren Technik in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen haben die Profis für optimale Benutzerführung und ergonomische Gestaltung viel zu tun. Je nach Hochschule und Studiengang überwiegen bei der Ausbildung künstlerische oder technische Komponenten. Design-Hochschulen verlangen hierfür oft eine Mappe oder Eignungsprüfung.

Bio-Ingenieure sind gefragt

Ein weiterer Job der in die Kategorie „Jobs mit Zukunft“ gehört, ist der des Bio-Ingenieurs. Hierbei geht es um die Entwicklung und Gestaltung nach dem Vorbild der Natur. Nicht nur Winzer oder Molkereien setzen Mikroorganismen ein – auch in der Pharma- oder Chemieindustrie spielen die Winzlinge in Zukunft eine immer größere und wichtigere Rolle. Wer sich an die anspruchsvolle interdisziplinäre Ausbildung mit Inhalten aus Physik, Chemi, Biologie und Ingenieurwissenschaften herantraut, befindet sich auf einem sehr guten Weg zu einem spannenden Beruf mit Zukunft.


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Jobs mit Zukunft – Teil 2: Bildungswesen und IT-Spezialisten

Jobs mit Zukunft – Teil 2: Bildungswesen und IT-Spezialisten

Ein sicherer Job mit Perspektive ist viel wert. Wer bei der Berufsauswahl die Augen offen hält, kann mit der richtigen Entscheidung entspannt in die Zukunft blicken. Im zweiten Teil zum Thema „Jobs mit Zukunft“ stellen wir ihnen weitere Jobs vor, die man im Hinterkopf haben sollte.

Im ersten Teil haben wir Solarexperten, Solarteuren, Geologen und Geophysikern sowie Gesundheitsmanagern und Ärzten sichere Jobs in Aussicht gestellt. Doch die Liste der Jobs mit Zukunft ist noch länger, wie folgender Artikel veranschaulicht.

Lehrer werden gesucht

Der Altersdurchschnitt der Lehrer ist sehr hoch. Allein in Deutschland werden sich bis zum Jahr 2015 rund 200.000 Lehrer in den Ruhestand verabschieden. Das sind deutlich mehr, als Absolventen von den Universitäten kommen. Vor allem Lehrer für Naturwissenschaften, Mathematik und Technik werden an diversen Ober- und Berufsschulen gebraucht. Wer mit Zahlen und Teenagern gleichermaßen gut umgehen kann, hat beste Aussichten auf einen krisenfesten und familienfreundlichen Job. Doch es gibt einen Wermutstropfen. Denn die Schulkarriere wird vergleichsweise gering bezahlt. Trotz anspruchsvollem Studium liegen die Einstiegsgehälter von Lehrern in der Regel bei rund 3.000 Euro.

Jobs in der IT-Branche: Sicher und gut bezahlt

Da können Zahlengenies als IT-Profi in der freien Wirtschaft deutlich mehr verdienen als im Bildungswesen. Besonders Spezialisten in den Bereichen IT-Sicherheit oder IT-Projektmanagement habe gute Aussichten auf einen sicheren und sehr gut bezahlten Job. Der Weg in die IT-Abteilung führt wahlweise über ein Informatikstudium oder einer Ausbildung zum Fach- oder Systeminformatiker.

Wer sich ebenfalls mit Zahlen auskennt und gut umgehen kann, aber lieber in Bruttoregistertonnen als in Bits und Bytes denkt, sollte eine Ausbildung zum Logistiker in Erwägung ziehen. Schon heute ist die Branche der drittgrößte Wirtschaftsbereich in Deutschland. Das Marktvolumen steigt stetig an und die Tendenz geht weiter bergauf. In Deutschland findet man beispielsweise in Hamburg und Hamm eine Logistik-Hochschule. Alternativ bieten Speditionen, Reedereien, Hafen- und Flughafenbetreiber oder die Deutsche Post und Deutsche Bahn Ausbildungsplätze an.

Im kommenden 3. und letzten Teil der Mini-Serie „Jobs mit Zukunft“ werfen einen Blick nach Asien und in die Technikwelt.

Teil 1 von “Jobs mit Zukunft“.


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Job in Gefahr? Vorzeichen erkennen und rechtzeitig Handeln

Job in Gefahr?

Sichere Jobs sind heutzutage eine Seltenheit. Schneller als gedacht, ist man auf einmal arbeitslos. Doch wer die Vorzeichen und Warnsignale erkennt, kann eine längerfristigen Arbeitslosigkeit entgehen, die für jede Karriere schädlich ist. Folgende Checkliste verdeutlicht, wann der eigene Job wirklich in Gefahr ist.

Wer einen Job hat, fühlt sich meist sicher. Oft zu sicher bis eines Tages das Kündigungsschreiben auf dem Tisch liegt. Vollkommen überraschend – denken zumindest die meisten. Muss aber nicht sein, wenn die Warnsignale des Arbeitgebers erkannt werden.
Wann ist mein Job in Gefahr?


Folgende Checkliste soll verdeutlichen, wann der eigene Job in Gefahr ist:

  • Andere Unternehmen der Branche bauen Stellen ab oder es werden weniger Stellen im eigenen Unternehmen ausgeschrieben – sowohl intern als auch extern.
  • An der Weiterbildung der Mitarbeiter wird gespart
  • Die eigene Weiterbildung ist lange her. Wer sich weiterqualifiziert, investiert in die Zukunft. Andernfalls könnte es Angestellte die sich lange nicht weitergebildet haben am Ende als erste treffen
  • Sparmaßnahmen der Firma sollten zu Bedenken geben. Egal ob Mehrarbeit nicht mehr vergütet oder das Urlaubs- und Weihnachtsgeld gestrichen wird, in diesem Fall ist die Lage des Arbeitgebers ernst
  • Kurzarbeit und Zwangsurlaub werden angesetzt
  • Kollegen verlassen das Unternehmen. Meistens sind es Führungskräfte und Leistungsträger, da sie besser informiert sind. In diesem Fall am besten die Augen nach neuen Jobangebote offen halten.
  • Man überträgt ihnen sinnlose und „niedere“ Arbeiten. Zwar wird von Seiten des Unternehmens der Schein gewahrt, doch ein deutliches Zeichen, dass man in seiner derzeitigen Position langfristig keine Karriere machen wird.
  • Man bekommt einen neuen Chef. Muss nicht immer besorgniserregend sein, doch wer in Führungspositionen tätig ist, kann ebenfalls schnell ausgetauscht werden. Oftmals bringt der neue Chef seinen eigenen Mitarbeiterstamm mit.



Rechtzeitig nach Jobs umschauen

Je mehr dieser Punkte zutreffen, desto schlechter steht es um den eigenen Job. Dann sollte man sich auf den schlimmsten Fall vorbereiten und sich nach Jobalternativen umschauen. Wer das nicht tut, kann, insofern mehrere Mitarbeiter gekündigt werden, Probleme bekommen. Schließlich werden durch Entlassungswellen viele Arbeitskräfte auf den Markt gespült. Wurden die Warnsignale jedoch rechtzeitig erkannt, hat man einen Vorsprung auf der Suche nach einem neuen Job.


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