WM: Nicht ohne Erlaubnis Fußball im Büro gucken – sonst wird es gefährlich

WM: Nicht ohne Erlaubnis Fußball im Büro gucken

Das WM-Fieber steigt und viele Arbeitnehmer würden die Fußball-WM (vom 11. Juni bis 11. Juli in Südafrika) am liebsten im Büro gucken. Doch geht das so einfach? Im folgenden Artikel gibt es ein paar Tipps, wie es mit dem Fußball gucken dennoch klappt.

Einfach die Arbeit ruhen lassen und die WM-Spiele live im Fernsehen oder Internet verfolgen – ein Traum für alle Fußball-Fans. Da Südafrika in der gleichen Zeitzone liegt, ist es theoretisch auch möglich, schließlich werden die WM-Spiele um 13.30 Uhr, 16.00 Uhr und 20.30 Uhr angepfiffen. Doch wer das ohne Erlaubnis oder Zustimmung vom Chef macht, dem droht eine Abmahnung. Im Dienst geht die Arbeit immer noch vor und außerdem wird man dafür ja auch bezahlt. Sonderregeln gibt es leider keine.

Absprachen mit dem Chef als bestes Mittel

Daher ist es ratsam, sich mit dem Vorgesetzten in irgendeiner Form zu einigen. Wer gerne das Spiel um 16.00 Uhr sehen will und dafür früher Feierabend machen will, könnte beispielsweise an dem Tag früher zur Arbeit kommen. Oder man gleicht es über sein Gleitzeitkonto aus, insofern es im Betrieb geht.

Sind Radio oder Internet erlaubt?

Und was ist mit Radio oder Internet? In vielen Büros läuft das Radio sowieso zur Berieselung nebenher. Doch wer intensiv die WM-Spiele mitverfolgt, wird natürlich von seiner Arbeit abgelenkt. Dadurch ist man schneller geneigt, bspw. nicht ans Telefon zu gehen, vor allem wenn es gerade spannend wird. Das ist natürlich ein absolutes No-Go ist.

Urlaub: der sicherste Weg zur WM

Wer jedoch in den vollen WM-Genuss kommen will, muss Urlaub nehmen. Doch diesen kann man leider nicht stunden- sondern immer nur tageweise nehmen. Einen Anspruch, bloß zwei oder drei Stunden für ein Spiel freizubekommen und so einen Urlaubstag einzusparen, gibt es nicht. In der Urlaubsplanung sollte man sich im Vorfeld selbstverständlich mit seinen Kollegen abgesprochen haben. Am einfachsten ist es, wenn der Kollege sich überhaupt nicht für die WM interessiert. Dann hat man freie Wahl ;-)

Blau machen? Keine gute Wahl

Der ein oder andere spielt sicherlich mit dem Gedanken „Blau zu machen“. Vor allem wenn der Urlaubsantrag abgelehnt wurde oder der Chef komplettes WM-Verbot ausspricht. Wer dann glaubt, mit der Krankschreibung auf der sicheren Seite zu sein, geht ein hohes Risiko ein. Schließlich kann das als „Blaumachen mit Ansagen“ gewertet werden und so was kann schlimmstenfalls eine sofortige Entlassung nach sich ziehen.

Ist man aber tatsächlich krank (Grippe usw.), darf man natürlich nicht zum Public Viewing gehen. Alles was eine Genesung verzögert, ist mehr oder weniger verboten.

Abschließend also der beste Tipp für alle, die während der WM die Spiele während der Arbeitszeit verfolgen wollen: Unbedingt alles mit dem Vorgesetzten / Chef im Vorfeld abklären. Und bloß keinen unnötigen Stress provozieren!


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Was ist eigentlich ein Tarifvertrag?

Was ist eigentlich ein Tarifvertrag?

Ein Tarifvertrag steht für Absicherung, Gewissheit und Konstanz – Werte die im Zuge der Wirtschaftskrise immer seltener anzutreffen sind. Kein Wunder, dass die Forderung nach Tarifverträgen auf Arbeitnehmerseite eine ungewohnte Renaissance erlebt. Doch nur Wenige wissen, was ein Tarifvertrag tatsächlich beinhaltet – noch Weniger für welche Branchen er allgemeinverbindlich ist. Höchste Zeit, ein wenig Aufklärungsarbeit zu leisten:

Vertragspartner und Inhalt

Tarifverträge werden zwischen Arbeitgebern – vertreten durch einen Arbeitgeberverband – und Arbeitnehmern – vertreten durch eine Gewerkschaft – abgeschlossen. Hat der Arbeitgeberverband Ihres Arbeitgebers einen Tarifvertrag mit der für die Branche zuständigen Gewerkschaft abgeschlossen und sind Sie selbst Mitglied dieser Gewerkschaft, so ist Ihr Arbeitsverhältnis tarifgebunden.

Im Tarifvertrag werden alle Mindestbedingungen für das Arbeitsverhältnis zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern verbindlich festgelegt. Dazu gehören die Höhe der Mindestvergütung, die wöchentliche Arbeitszeit, Urlaubsanspruch, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Kündigungsfristen u. v. m.

Tarifverträge enthalten einen normativen und einen obligatorischen Teil.

Die Vereinbarungen zur Vergütung und sonstigen Bedingungen sind im normativen Vertragsteil enthalten. Der obligatorische Teil beinhaltet u. a. die Vereinbarungen zur Laufzeit und Kündigungsfrist des Tarifvertrags.

Der Arbeitgeber kann alle Vereinbarungen abweichend vom Tarifvertrag zu Ihren Gunsten ändern. Umgekehrt darf die tariflich fixierte Mindestvergütung von Ihrem Arbeitgeber jedoch nicht unterschritten werden.

Nur für Gewerkschaftsmitglieder?

Falls Ihr Arbeitgeber einen Tarifvertrag abgeschlossen hat, Sie jedoch kein Gewerkschaftsmitglied sind, sollte im Arbeitsvertrag Bezug auf den Tarifvertrag genommen werden.

Für einige Branchen gelten sogenannte allgemeinverbindliche Tarifverträge.

Dazu gehören z. B. das Baugewerbe, der Einzelhandel und die Gastronomie. In solchen Fällen müssen, egal welches Arbeitsverhältnis besteht, sämtliche im Tarifvertrag vereinbarten Mindestanforderungen im Arbeitsvertrag erfüllt sein. Dies gilt auch dann, wenn im Arbeitsvertrag nicht ausdrücklich darauf hingewiesen wird.

Sind Sie auf Jobsuche oder möchten Sie auf ein Stellenangebot reagieren, so ist es vorteilhaft zu wissen, ob und welche Mindestansprüche ausgehandelt wurden. Mitglieder erhalten eine Ausfertigung des gültigen Tarifvertrages von ihrer Gewerkschaft. Wenn Sie kein Gewerkschaftsmitglied sind, können Sie auch im Arbeitsgericht Einblick in die geltenden Tarifverträge erhalten.


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das Stressinterview


Die Personalchefs machen sich zur Aufgabe, mit teilweise fiesen Fragen, den Bewerber zu provozieren. Fragen, ob denn die ausgeschriebene Stelle nicht über deren Qualifikation liege, gehören da zu den Klassikern. Kein Wunder, dass der Bewerber oft mehr als baff ist und im ersten Moment nicht weiß, wie er darauf reagieren soll. Herzlichen Willkommen, denn nun befindet man sich nicht mehr im normalen Vorstellungsgespräch, sondern inmitten eines Stressinterviews, mit dem der Personaler ihre Nervenstärke testen will und der in den meisten Bewerbungsgesprächen zum festen Bestandteil gehört.

Der Bewerber muss sich klar machen, dass die gemeinen Fragen beim Stressinterview keineswegs Ausdruck von Antipathie oder dergleichen sind. Sie dienen nur der Provokation und haben Methode. Der Personaler setzt den Bewerber mit unangenehmen und vor allem unerwarteten Fragen unter Druck, um dann zu beobachten, wie dieser mit der stressigen Situation umgeht.

Einzelne Fangfragen

Der Personaler in der Rolle eines Stressinterviewers greift auf ein breites Repertoire an gesprächspsychologischen Techniken zurück. Mal werden Aussagen des Bewerbers als unglaubhaft dargestellt oder lächerlich gemacht, mal wird der Personaler unsachlich und persönlich. Dabei sehen sich Bewerber schon mal mit Aussagen konfrontiert wie etwa: „Mit ihrem Aussehen und Auftreten können wir Sie aber nicht auf unsere Kunden loslassen.“

Manche Interviewer spielen aber auch demonstratives Desinteresse vor. Eine weitere gängige Stressmethode ist, den Bewerber Aufgaben erledigen zu lassen und ihn gleichzeitig mit Fragen zu bombarideren.

Verhalten in unvorbereiteten Momenten

Dabei finden Stressinterviews selten in Reinform statt. Es ist gängig, einzelner solcher Fangfragen ins Gespräch zu streuen. Angewendet würden diese Techniken vor allem bei Bewerbungen um Jobs, bei denen unvorhersehbare Hektik aufkommen kann oder die häufigen Kundenkontakt mit sich bringen. In dieser Situation zeigt sich, wie es um ihre in der Bewerbung beschriebene Stressresistenz wirklich bestellt ist.

Und da der Ablauf eines Bewerbungsgesprächs heutzutage größtenteils vorhersehbar ist und sich jeder Jobbewerber dank Fachliteratur und Internet sich darauf vorbereiten und Antworten parat legen kann, will der Personaler dank des Stressinterviews sehen, wie jemand in unvorbereiteten Momenten spontan reagiert.

So unangenehm sich die Situation anfühlen mag – die wichtigste Regel lautet: einen kühlen Kopf bewahren, sachlich und höflich bleiben sowie Souveränität ausstrahlen.


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Zeitmanagement: Mehr Effizienz durch Singletasking

Zeitmanagement: Mehr Effizienz durch Singletasking


Ob im Job oder privat: Multitasker, die gleichzeitig telefonieren, E-mails schreiben und nonverbal mit der Umgebung kommunizieren können, gelten als kompetent und extrem leistungsfähig. Mehrere Studien belegen jedoch, dass das Multitasking zum wahren Karriere-Killer werden kann. Das ständige gedankliche Hin und Her kostet Kraft und Nerven und ist eine Hauptursache des Burnout-Syndroms.
Wer mehrere Aufgaben zur selben Zeit erledigt, kann keiner von ihnen 100% seiner Konzentration widmen. Darunter leidet sowohl die Gesundheit der Betroffenen als auch die Qualität der Arbeit. Somit stellen Multitasking-Mitarbeiter für Unternehmen auch ein finanzielles Risiko dar, denn erhöhte Krankschreibungen und fehlerhafte Bearbeitungen sind vorprogrammiert.

Experten raten daher schon lange zum so genannten Singletasking, also der Erledigung nur einer Aufgabe zu einer bestimmten Zeit. Im Arbeitsalltag lässt sich das Singletasking sicherlich nicht immer durchsetzen, dennoch können Sie mit ein paar Tipps sowohl Ihre eigene Effektivität, als auch die Ihres Betriebs steigern:

  • Ständige Erreichbarkeit via Handy, Messenger, E-mail und Skype sind im Berufsleben zwar unverzichtbar geworden, der Konzentration schadet das ständige Blinken, Piepen und Klingeln jedoch erheblich. Wenn möglich, sollten Sie zur Erledigung wichtiger Aufgaben sämtliche externen Kommunikationskanäle schließen. Schon das Festlegen bestimmter Zeiten zur Bearbeitung von E-mails reduziert die Belastung. In größeren Betrieben ist es ratsam, eine Telefonrezeption einzuführen.
  • Ein bekanntes buddhistisches Sprichwort besagt: „In der Ruhe liegt die Kraft“. Wissenschaftliche Studien beweisen, wie wichtig regelmäßige Pausen für die menschliche Leistungsfähigkeit sind. Nehmen Sie sich also mehrmals täglich fünf Minuten Zeit zum Durchatmen und Rekapitulieren. Nur so können Sie Ihr volles Potential über den gesamten Tag nutzen.
  • Erstellen Sie sich vor Arbeitsbeginn eine To-Do-Liste, am besten mit Deadlines und unter Berücksichtigung von Pausen. So bleiben Sie fokussiert und widerstehen dem natürlichen Drang nach Ablenkung z. B. durch sinnloses Surfen im Internet. In Unternehmen ist auch ein gemeinsames Morgen-Meeting zur Tagesplanung hilfreich und fördert zudem die Mitarbeiter-Motivation.


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Im Zuge von Robert Enkes Selbstmord ist in den Medien viel über Depressionen gesprochen, getwittert und gebloggt worden – mit dem positiven Ergebnis, dass die Anerkennung von Depresssion als Krankheit in der Allgemeinheit angestiegen ist. Weniger bekannt ist jedoch, dass der Beruf zunehmend zur Depressionsursache wird.

Laut dem BKK-Bundesverband betrugen die jährlichen Behandlungskosten für arbeitsbedingte psychische Behandlungen im letzten Jahr 3 Milliarden Euro, die Produktionsausfallkosten gar 3,3 Milliarden Euro.  Nach einer aktuellen Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin unter der Leitung der Arbeits- und Organisationspsychologin Renate Rau (Universität Marburg) liegen die Gründe vor allem in der zunehmenden Widersprüchlichkeit zwischen den Ansprüchen an Qualität, Umfang und zeitlichem Aufwand eines Arbeitsauftrags und der tatsächlichen Realisierbarkeit. Mehr und mehr Mitarbeiter zerbrechen an diesem Spagat; die Studie belegt ein eindeutiges erhöhtes Depressionsrisiko bei objektiv steigender Arbeitsintensität.  „Bestes“ Beispiel ist wohl der Serienselbstmord von über zwei Dutzend Mitarbeitern der France Télécom dieses Jahr. In Folge von massivem Stellenabbau verängstigt, verunsichert und überarbeitet sahen diese Mitarbeiter im Freitod den einzigen Ausweg aus dem Teufelskreis von Zeit- und Leistungsdruck, Fehlbeanspruchung, Krankschreibungen und darauf folgendem erhöhten Zeit- und Leistungsdruck. Die Empfehlungen der Studie lauten daher:

  • störungsfreie Arbeitszeiten
  • funktionstüchtige Arbeitsmittel
  • Arbeitszeitanalysen für realistische Planungen hinsichtlich des Arbeitsaufwandes
  • Zielvereinbarungen zwischen Mitarbeitern und Management
  • Generelle Verbesserung der Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Management

Zudem könnten die gesundheitlichen Risiken bei erhöhter Arbeitsintensität durch mehr Wertschätzung und Anerkennung von Leistung in finanzieller und kommunikativer Form verringert werden. Im Fall von Robert Enke mag dies zwar keine Linderung gebracht haben, für viele Angestellte könnten diese Maßnahmen jedoch der nötige Wegweiser zwischen der Gabelung von Depression und Motivation sein.

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Gemeinhin gelten Softies nicht als herausragende Karriere-Kandidaten. In Zeiten der Globalisierung gewinnen die so genannten Soft Skills für die Bewerberauswahl und Beförderung jedoch eine immer größere Bedeutung. Vor allem international agierende Unternehmen brauchen Führungskräfte, die nicht nur über sehr gute Fachkenntnisse und Durchsetzungsvermögen verfügen, sondern auch über ein hohes Maß an Sozialkompetenz.

Soft, softer, Soft Skills

Soft, softer, Soft Skills

So kommt ein selbstdarstellerischer Manager z. B. bei den zurückhaltenden Asiaten weniger überzeugend an, als eine kompetente Führungskraft, die um die kulturellen Eigenheiten anderer Nationen weiß und versucht, sich in diese einzufühlen und anzupassen.

Auch Teamfähigkeit wird im Job zunehmend groß geschrieben. In Medien-, Software- und Pharmaunternehmen herrschen oft flachere Hierarchien als in den klassischen Industriezweigen. Die freiere Arbeitsatmosphäre fördert die Kreativität und den Forscherdrang – ein herrschsüchtiger Chef ist hier nicht gern gesehen.

Nun könnte man meinen, dies seien die idealen Karriere-Bedingungen für Frauen, denen von Natur aus ein höherer EQ nachgesagt wird. Leider ist das nicht der Fall, denn auch Souveränität, Führungs- und Entscheidungsstärke gehören zu den Soft Skills. Während die Frauen mit ihrer Teamfähigkeit und Einfühlungsvermögen punkten, liegen hier die Männer wieder vorn. Gesucht wird also Personal, das all diese Fähigkeiten vereint und zudem unterscheiden kann, wann welche Stärken am besten ausgespielt werden.

Um zu ermitteln, ob ein Bewerber diesen Anforderungen entspricht, werden oft Tests in Assesment Centern angesetzt – allerdings mit mäßigem Erfolg. Gewiefte Job-Aspiranten bereiten sich gründlich auf die Fragen vor und tragen bei den Prüfungen eine Maske zur Schau, die zwar viel über ihren IQ, aber wenig über ihren EQ und den Mensch hinter der Maske offenbaren. Aussagekräftiger ist da soziales Engagement z. B. in Verbänden und Vereinen oder der Jugendarbeit, denn der EQ kann im Gegensatz zur Intelligenz trainiert werden. Scheuen Sie sich also nicht Ihre Mitgliedschaft im Volleyballverein in ihrem Bewerbungsschreiben zu erwähnen und als Personalverantwortlicher sollten Sie im Bewerbungsgespräch in diese Richtung ruhig einmal nachforschen: Mit Softies sind Sie gut beraten.


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