
Tipps zum Jobinterview: Die wichtigsten Attitüden des Bewerbers
Als Bewerber muss man im Jobinterview viel beachten. Die wichtigste Rolle stellt dabei der Dialog aus Fragen des Personaler und Antworten des Bewerbers dar. Doch das ist längst nicht alles, worauf die Personalentscheider achten.
Im Folgenden finden sie ein paar Attitüden, die ebenfalls von hoher Bedeutung während des Vorstellungsgesprächs sind.
Wenn sich der Personaler bei einem Jobinterview nur auf die Antworten konzentrieren würde, könnte man das Ganze auch gleich als Telefon Interview durchführen.
Doch durch ein Bewerbungsgespräch können sich die Personaler natürlich ein viel besseres Bild vom Jobanwärter machen. Dabei kommt es längst nicht nur auf das Gespräch an.
Auch Körpersprache, Verhalten oder Kleidung entscheiden am Ende, ob der Bewerber den neuen Job bekommt oder nicht. Die wichtigsten Attitüden sind dabei jedoch Präsenz, Prägnanz und Arroganz.
Hierbei handelt es sich natürlich um die geistige Präsenz, denn um die physische Anwesenheit. Die Personaler achten beim Vorstellungsgespräch darauf, ob der Bewerber konzentriert und engagiert im Gespräch dabei ist. Wichtig ist, dass man freundlich und offen rüberkommt. Wenn Kandidaten das Vorstellungsgespräch als lästige Pflichtveranstaltung verstehen und gelangweilt und lustlos antworten, stehlen sie allen Beteiligten die Zeit.
Als Bewerber sollte man von unnötigem Geschwafel absehen, sondern die Fragen des Personalers immer auf den Punkt beantworten. Präzise Antworten mit hohem Informationsgehalt sind in einem Jobinterview Gold wert. Wer den Hang zum langen Reden um den heißen Brei hat, sollte im Vorfeld an der Prägnanz der Antworten üben. Mit Hilfe eines Aufnahmegeräts kann man sich dabei am besten überprüfen.
Selbstbewusst ja, arrogant nein! Doch der Grat dazwischen ist schmal. Wer nicht für arrogant gehalten werden will, kann durch aufmerksames Zuhören und – ganz wichtig – klugen Rückfragen wichtige Punkte sammeln. Man ist gut beraten, wenn man sich seinem Gegenüber und der Stimmung im Raum anpasst, als wenn man durch sein Verhalten den Ton angeben will.
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Perfekte Antwort auf: Was ist ihre größe Schwäche?
In der Liste der gemeinsten, schwierigsten und unbeliebtesten Fragen steht sie an erster Stelle: Was ist ihre größte Schwäche? Da jeder Bewerber im Vorstellungsgespräch mit dieser Frage rechnet, hat man sich entsprechend eine Antwort zuvor überlegt. Mit der Wahrheit nehmen es die Bewerber diesbezüglich nicht so ernst, schließlich liefern verschiedene Bewerbungsratgeber zahlreiche Antwortmöglichkeiten. Doch im Folgenden finden sie eine weitere „perfekte“ Antwort, auf die Frage nach der größten Schwäche.
Phrasen wie beispielsweise „Ich bin ein Perfektionist“ oder „Ich arbeite zu viel“ sind dabei die häufigsten Antworten. Doch damit überzeugt man nun wirklich keinen Personaler mehr. Vielmehr schießt man sich mit solch abgedroschenen Antworten selber ins eigene Bein. Denn mit solchen Phrasen macht man nur eins deutlich: Der Bewerber kann zu seinen eigenen Schwächen nicht stehen oder weiß nicht damit konstruktiv umzugehen.
Ehrlichkeit und guten Vorsatz kombinineren
Doch was tun, wenn im Vorstellungsgespräch für den neuen Traumjob die Frage nach der eigenen, größten Schwäche gestellt wird? Am besten, man setzt auf die Kombination Ehrlichkeit und guten Vorsatz bzw. Einsicht zur Besserung. Es schadet nicht, wenn man seine eigenen Schwächen zugibt. Dabei sollte man aber auch immer unterstreichen, dass man weiß, wie man konstruktiv damit umzugehen weiß
Ein gutes Beispiel für die richtige Antwort lautet beispielsweise: „Mir fällt es schwer, vor größerem Publikum zu sprechen. Doch da ich weiß, dass ich diese Schwäche beheben muss, habe ich Rednerkurse belegt.“
Jeder Mensch hat Schwächen
Dem Personaler verdeutlicht man dadurch, dass man sich der eigenen Schwäche bewusst ist, aber zugleich versucht, diese zu beheben. Dabei sollte man aber immer bei der Wahrheit bleiben. Schließlich hat jeder Mensch seine eigenen Schwächen. Zu behaupten, man hat keine ist unglaubwürdig.
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Jobinterview: Personaler und ihre fiesen Lieblingsfragen
Fiese Fragen im Vorstellungsgespräch gehören zum Bewerber-Alltag. Doch was versprechen sich Personaler von bestimmten Fragen? Und welche sind die beliebtesten und besten Fragen an die Bewerber? Diesmal versetzen wir uns in die Lage von Personaler und zeigen XY Lieblingsfragen.
In Vorstellungsgesprächen gibt es einige typische Fragen, die man in jedem Bewerber-Handbuch finden kann. Entsprechend können sich die Job-Interessierten auf die Fragen vorbereiten und lernen Antworten auswendig. Das ist legitim und macht Sinn. Dennoch werden wir immer wieder im Jobinterview von fiesen, komischen Fragen überrascht. Wie die lauten können und was sich die Personaler davon versprechen, ist im Folgenden zu lesen.
Eine Frage, die die Personaler gerne zu Beginn stellen. Natürlich nicht ohne Kalkül. Denn hier spielt die Macht des ersten Eindrucks eine wichtige Rolle. Lassen sie ihren Charme spielen, denn genau das ist es, was Personaler hören und sehen wollen. Wer so eine „simple“ nicht überzeugend beantworten kann, wird wahrscheinlich auch bei Kollegen und Kunden nicht auf Anhieb gut ankommen.
Fies, denn die Frage zielt auf die Motivation der Bewerber (intinisch oder extrinisch). Ein intrinischer Bewerber würde bei der Beantwortung sagen, dass man das mit sich selber anhand eigener Kriterien ausmachen würde. Extrinische Bewerber würden hingegen die Beurteilung von Kollegen, Vorgesetzten, Kunden usw. aufführen. Der Personaler kann so erkennen, ob der Bewerber ins Team oder zum Führungsstil seines Vorgesetzten passt.
Der Bewerber muss garantiert erstmal grinsen oder lächeln. Doch die Freude wird schnell weichen, wenn man keine gute Antwort parat hat. Ein Personaler kann anhand der Antwort erkennen, wie die Zukunftspläne aussehen und ob jemand Interesse an einer Führungsposition hat oder sich lieber führen lassen will.
Anhand der Antwort auf die offene Frage kann der Personaler erkennen, wie sich der Bewerber in schlechten Situationen oder bei Frustration umgeht.
Hierbei muss der Bewerber eine ausführliche und differenzierte Aussage treffen, die viel über die Interessen, Karriereziele und den letzten Job zu erkennen geben.
Eine komische Frage. Aber nur auf den ersten Blick. Denn mit der Antwort kann der Bewerber seine Kreativität unter Beweis stellen. Vielleicht auch, wie eitel man ist, wenn man sein Bild gerne auf dem Cover eines Mode- oder Fitnessmagazins sehen wollen würde. Zudem erfährt der Personaler, wie sich der Bewerber selbst sieht und wo er sich in Zukunft gerne sehen würde.
Durchaus aggressiv und provokant. Aber darauf kommt es im Bewerbungsgespräch oft an. Sich selbst gut verkaufen und bewerben, besser als die Konkurrenz zu sein und in Erinnerung bleiben. Bei dieser Frage können Bewerber punkten und sollten gleich zur Sache kommen.
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Die häufigsten Fehler beim Vorstellungsgespräch
Das Vorstellungsgespräch kann der Türöffner zum neuen Job sein. Doch das Gespräch kann auch schnell zum Desaster werden. Im folgenden Artikel finden sie eine Übersicht der häufigsten Fehler und absolute Bewerbungskiller.
Personaler sind im Vorstellungsgespräch meist sehr kleinlich. Es reichen schon Nuancen aus, dass nicht sie sondern ein Mitbewerber den Zuschlag für den neuen Job bekommt. Um mögliche Fettnäpfchen zu vermeiden, zeige ich ihnen im Folgenden eine Liste, mit den sieben häufigsten Bewerbungskillern. Dabei sind Punkte aufgeführt, die die Personaler im Vorstellungsgespräch nicht hören wollen oder die sie an den Bewerbern stören.
Häufigste Fehler im Vorstellungsgespräch
Zudem ist es natürlich von oberster Wichtigkeit, dass sie pünktlich zum Vorstellungsgespräch erscheinen. Daher am besten 30 Minuten früher auf dem Weg zum Termin machen. Sollte es sich, aus welchen Gründen auch immer, nicht vermeiden lassen, dass sie zu spät kommen, dann unbedingt anrufen.
Abschließend noch ein paar Tipps, was man für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch benötigt
Mappe vorbereiten: Hier kann man alle Belege reinlegen, die frühere Erfolge kennzeichnen. So kann der Personaler schnell erkennen, wie wichtig sie für ihren ehemaligen Arbeitgeber waren.
Immer positiv bleiben: Auch von einer längeren Arbeitslosigkeit nicht zurückwerfen lassen. Die Personaler kennen natürlich die Situation auf dem Arbeitsmarkt. Wenn sie zeigen können, dass sie sich aktiv beworben, freiwillige Engagements betrieben oder Weiterbildungsmaßnahmen besucht haben, braucht man sich keine Sorgen machen.
Ideen aufzeigen: Wer schon beim Vorstellungsgespräch wie ein Angestellter des Unternehmens denkt, sammelt viele Pluspunkte und setzt sich von der Konkurrenz ab. Wer sich im bspw. in der Marketingabteilung bewirbt, könnte Ideen für eine neue Firmenkampagne vorstellen.
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Die besten Fragen, die sie im Bewerbungsgespräch stellen sollten
Das Bewerbungsgespräch ist der letzte, wichtigste und alles entscheidende Schritt zum neuen Job. Doch mit dem gängigen Frage-Antwort-Spiel hinterlässt man beim Personaler keinen bleibenden Eindruck. Um das Vorstellungsgespräch mit Bravour zu meistern, sollten sie Gegenfragen stellen. Im Folgenden können sie die besten Fragen für das Vorstellungsgespräch finden, die sie stellen können.
Durch das Stellen von Fragen zeigt man nicht nur Interesse am neuen Job, sondern man schlüpft in die aktive Rolle. Die Chancen stehen gut, dass das Gespräch in die Richtung gelenkt wird, in denen sie voll auftrumpfen können.
Doch welche Fragen soll ich im Bewerbungsspräch stellen? Hier eine Auswahl:
Dadurch wird deutlich, dass sie langfristig planen und ambitioniert sind, eine Karriere zu starten.
Geschickt, denn damit wird das Vorstellungsgespräch auf ihre Stärken und Vorzüge gelenkt. Argumente für eine Einstellung fließen weiter.
Man kann abschätzen, was auf einen vom ersten Arbeitstag im Unternehmen zukommt. Zudem wird erfahren, was der Personaler von ihnen erwartet. Wichtige Zusatzinformation für die positive Gestaltung des Vorstellungsgespräches.
Sie sind bereit, neue Fähigkeiten zu erwerben und sind für Neues offen. Diese Anpassungsfähigkeit ist bei der heutigen Wirtschaftslage sehr wichtig.
Dadurch lernt man die Eigenschaften des Unternehmens hinter der Kulisse kennen. Wer auf ein traditionelles Büroflair Wert legt, um produktiv zu arbeiten, ist vielleicht in einem Büro wo Musik gehört und legere Kleidung getragen wird sowie flexible Arbeitszeiten erlaubt sind, nicht unbedingt richtig.
Oftmals werden die Aufgabengebiete in den Stellenausschreibungen nur unzulänglich und halbherzig kundgetan. Daher ist es nur ratsam, nach den tatsächlichen Aufgaben nachzufragen. Sonst kann es sein, dass sie unter ihren beruflichen Qualifikationen arbeiten.
Dadurch kann man einige Einblicke der Vorzüge und Möglichkeiten, die das Unternehmen bietet, bekommen.
Geduld ist nicht jedermanns Stärke. Daher ist es immer gut, wenn man von vornherein bescheid weiß, wie lange es bis zur Entscheidung dauert.
Diese Frage ihrerseits am Ende des Vorstellungsgesprächs garantiert einen sauberen Abschluss! Die Möglichkeit zur weiteren Kommunikation ist gegeben und die letzte Chance, den Personaler von sich zu überzeugen, wurde ergriffen.
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Welche Personaler-Fragen erhöhen die Chancen auf den Job?
Die Zeit zwischen Vorstellungsgespräch und einer Zusage bzw. Absage für den Job kann sich in die Länge ziehen. Doch dabei bietet natürlich auch das Bewerbungsgespräch einige Hinweise, wie es um die Chancen steht, den Job tatsächlich zu bekommen. Hierbei gibt es drei Punkte, die allen Grund zur Hoffnung geben. Im Fokus stehen dabei die Zeit, das Gehalt und bestimmte Qualifikationen.
Hat man sich auf eine Stellenausschreibung beworben und wurde zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, ist die erste Hürde auf dem Weg zum neuen Job genommen. Nun sitzt man da und muss sich den Fragen des Personalers von Angesicht zu Angesicht stellen. Keinen Grund zur Panik, schließlich muss man sich immer wieder vor Augen führen, dass auch das Unternehmen an einem interessiert ist, wenn man es bis zum Vorstellungsgespräch geschafft hat
Während des Vorstellungsgespräches kann man natürlich zwischen den Zeilen lesen. Sollte der Personaler folgende Punkte ansprechen oder nachfragen, sind die Chancen auf den Job sehr aussichtsreich.
Herzlichen Glückwunsch! Wenn die Frage kommt, ‚Wann können Sie frühestens bei uns anfangen zu arbeiten?’, befindet man sich auf einem sehr guten Weg und gehört zum engeren Favoritenkreis. In der Regel gilt es jetzt nur noch die letzten Details zu klären und sich weiter souverän zu geben. Aber nicht vergessen: Man sollte den Tag nie vor dem Abend loben! Dennoch handelt es sich dabei um ein eindeutiges Interesse an ihrer Person.
Herzlichen Glückwunsch, die Zweite! Warum sollte man nach seiner Gehaltsvorstellung gefragt werden, wenn der Personaler einen für vollkommen ungeeignet und fachlich unzureichend für den Job hält. Daher ist diese Frage ein weiteres klares Indiz, dass man in der engeren Wahl ist. In der Regel wird die Frage nach den eigenen Gehaltsvorstellungen zum Ende des Bewerbungsgespräches gestellt. Hier gibt es wissenswerte Informationen zur Frage nach dem Gehalt.
Die Chancen den Job zu bekommen stehen auch dann sehr gut, wenn der Personaler bei bestimmten Qualifikationen immer weiter nachfragt. Offenbar ist diese Qualifikation oder Eigenschaft für den Job von besonderer Wichtigkeit. Wird nachgebohrt, würde der Personaler sie im Klartext zwar gerne einstellen, von ihnen aber die letzten Zweifel ausgeräumt bekommen. Wenn das gelingt, kann man nur sagen: Herzlichen Glückwunsch, die Dritte!
Im Umkehrschluss soll das natürlich nicht heißen, dass wenn die aufgeführten Fragen nicht im Vorstellungsgespräch zum Tragen kommen, die Chancen auf den Job aussichtslos sind. Aber es ist gewiss kein Nachteil, wenn die Themen angesprochen werden.
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Bewerbungsgespräch: Chance nach Gegenfragen nutzen
„Haben Sie noch Fragen?“, so lautet der klassische Satz des Personalers am Ende des Vorstellungsgespräches. Diese Chance sollte man nutzen, denn wer Gegenfragen stellt kann ordentlich punkten!
Zum einen steht natürlich das persönliche Interesse am vielleicht künftigen Arbeitsplatz im Vordergrund. Wem die Möglichkeit eingeräumt wird, durch ein paar Fragen mehr über das Unternehmen, den Chef oder die Arbeitskollegen zu erfahren, der sollte dies unbedingt tun. Zum anderen soll dadurch auch ihr tatsächliches Interesse am Job unter die Lupe genommen werden. Wer keine Gegenfragen stellt, erweckt den Eindruck, man habe sich nicht gut auf das Vorstellungsgespräch und Unternehmen vorbereitet. Dagegen verdeutlichen tiefgründigere Fragen, dass man nicht nur die Stellenanzeige gelesen hat, sondern sich auch die Webseiten des Unternehmens sowie ggf. einschlägige Fachartikel zur Brust genommen hat.
Man muss sich im Klaren sein, dass die Frage nach Gegenfragen nicht aus Höflichkeit gestellt wird. Vielmehr sind sie ein Symbol der Eigeninitiative sowie des Selbstbewusstseins und geben Aufschluss über die professionelle Einstellung des Bewerbers. Daher sollte man auf den ausgeworfenen Köder anspringen und die Chance nicht ungenutzt lassen.
Doch was kann ich für Gegenfragen stellen? Die Frage nach Urlaub usw. ist für den Bewerber natürlich interessant, sollte aber tunlichst vermieden werden. Im Folgenden gibt es ein paar allgemeine Beispiele. Diese gilt es natürlich je nach Art des Unternehmens durch speziellere Fragen zu erweitern.
Es ist durchaus hilfreich, wenn man sich die möglichen Fragen vor dem Bewerbungsgespräch aufschreibt. Von geschlossenen Fragen, die der Personaler nur mit einem ‚Ja’ oder ‚Nein’ beantworten kann, sollte man Abstand halten.
Generell ist zu beachten, dass man während eines Vorstellungsgespräches unbedingt Gegenfragen stellt. Ob nun am Ende oder während des Interviews ist dabei unwichtig. Hier ist auch ein bisschen Fingerspitzengefühl gefragt!
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Vorstellungsgespräch Tipps zum richtigen Verhalten
Das Stressinterview ist aber zugleich ihre Möglichkeit, zu beweisen, dass man dem plötzlichen Druck gewachsen ist und einen nichts so leicht aus der Ruhe bringt. Zudem sollte man sich in dieser Phase des Vorstellungsgesprächs seiner guten Kinderstube erinnern. Werden sie niemals aggressiv oder persönlich und lassen sie ihren Gegenüber immer ausreden, egal wie sehr man innerlich brodelt. Und auf gar keinen Fall sollte man anfangen, sich zu rechtfertigen.
Wenn ihnen der Personaler mit aus der Luft gegriffenen Behauptungen daherkommt, kann man diese mit folgender Aussage selbstbewusst kontern. „Das ist ihr subjektiver Eindruck. Ich weiß nicht, wie Sie dazu kommen. Ich sehe das anders.“
Und Antworten auf provokante Fragen dürfen durchaus ein wenig frech und witzig sein. Auf die Frage nach der eigenen Schwäche könnte man etwa erwidern: „Meine größte Schwäche ist meine Sehschwäche.“ Schließlich verhalten sich viele Bewerber zu angepasst, was bei etlichen Personalrekrutierern auch keinen guten Eindruck hinterlässt. Heitere Andeutungen können nicht nur eine angespannte Situation entkrampfen, sondern damit werden sie sich garantiert von vielen anderen Bewerbern positiv absetzen. Dagegen sollte man aber ironische und doppeldeutige Äußerungen für sich behalten.
Und wenn ein Bewerber vor lauter Stress nicht die passende Worte findet? Alles tun, um Zeit zu gewinnen. Zum Beispiel, indem man Nachfragen stellt. Oder das in der Regel zu Beginn eines Bewerbungsgesprächs angebotene Getränk dankend annimmt. In brenzligen Momenten kann nämlich ein Schluck aus dem Glas die notwendige Denkpause verschaffen. Oder machen sie sich Notizen.
Aber man muss sich trotz aller taktischen Provokation durch den Personaler nicht alles gefallen lassen. Selbst ein Stressinterview hat seine Grenzen. Immer daran denken: Ein Vorstellungsgespräch ist kein Vorstellungsverhör.
Der Bewerber muss in der Lage sein, eine Grenze zu ziehen und höflich, aber bestimmt deutlich machen: bis hierhin und nicht weiter. So zeigt man zugleich, dass man sich durchsetzen kann und über ausreichend Selbstbewusstsein verfügt. Sollte der Bewerber merken, dass der Personaler offenbar wenig an einem konstruktiven Gespräch liegt, sollte man seinen Kaffee oder Wasser fertig trinken und sich höflich verabschieden.
Zur Vorbereitung auf ein Stressinterview sollte man mittels Rollenspiel mit ein paar Freunden üben. Am wichtigsten ist aber, sich die eigenen Stärken und Schwächen bewusst zu machen. Viele Bewerber kommen ins Stolpern, weil sie sich ihrer Fähigkeiten schlichtweg nicht im Klaren sind.
Es ist ein guter Schutz, wenn man während des Stressinterviews auch immer wieder auf seine eigenen Stärken zurückkommt. Jeder Bewerber muss wissen, welche Punkte er in dem Gespräch unterbringen will, und jede Gelegenheit nutzen, diese einzubringen. Selbstsicherheit ist immer noch das beste Mittel in stressigen Situationen.
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das Stressinterview
Der Personaler in der Rolle eines Stressinterviewers greift auf ein breites Repertoire an gesprächspsychologischen Techniken zurück. Mal werden Aussagen des Bewerbers als unglaubhaft dargestellt oder lächerlich gemacht, mal wird der Personaler unsachlich und persönlich. Dabei sehen sich Bewerber schon mal mit Aussagen konfrontiert wie etwa: „Mit ihrem Aussehen und Auftreten können wir Sie aber nicht auf unsere Kunden loslassen.“
Manche Interviewer spielen aber auch demonstratives Desinteresse vor. Eine weitere gängige Stressmethode ist, den Bewerber Aufgaben erledigen zu lassen und ihn gleichzeitig mit Fragen zu bombarideren.
Dabei finden Stressinterviews selten in Reinform statt. Es ist gängig, einzelner solcher Fangfragen ins Gespräch zu streuen. Angewendet würden diese Techniken vor allem bei Bewerbungen um Jobs, bei denen unvorhersehbare Hektik aufkommen kann oder die häufigen Kundenkontakt mit sich bringen. In dieser Situation zeigt sich, wie es um ihre in der Bewerbung beschriebene Stressresistenz wirklich bestellt ist.
Und da der Ablauf eines Bewerbungsgesprächs heutzutage größtenteils vorhersehbar ist und sich jeder Jobbewerber dank Fachliteratur und Internet sich darauf vorbereiten und Antworten parat legen kann, will der Personaler dank des Stressinterviews sehen, wie jemand in unvorbereiteten Momenten spontan reagiert.
So unangenehm sich die Situation anfühlen mag – die wichtigste Regel lautet: einen kühlen Kopf bewahren, sachlich und höflich bleiben sowie Souveränität ausstrahlen.
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Erfahrungen eines Wolfs im Wolfspelz
Ich bin mit einem zertifizierten NLP-Therapeuten sehr gut befreundet, der regelmäßig von den verschiedensten Institutionen als Bewerbungstrainer gebucht wird. Seine Honorare sind gesalzen, werden aber gerne bezahlt, weil er wirklich einen tollen Job macht. Denn wer bei diesem mit allen Wassern gewaschenen und dreifach chemisch gereinigten Psychomagier in die Bewerbungs-Schule gegangen ist, der weiß ganz genau, wie (und warum) Personalentscheider ticken und wie man sie nach Strich und Faden um den Finger wickeln kann.
Um als Ausbilder im Training und am Ball zu bleiben, macht er sich jedes Vierteljahr einen Spaß daraus, sich für irgendeine Führungsposition zu bewerben. Egal, für welche, denn sein Motto lautet: Du brauchst keine berufliche Qualifikation, sondern nur eine gut sortierte Psycho-Trick-Kiste. Und so sucht er sich zufällig (!) eine entsprechende Stellenanzeige aus und mimt dann den ganz normalen Stellenbewerber. Bisher hat er es noch jedes Mal geschafft, zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden. Was durchaus nicht dem Umstand geschuldet ist, dass dieses ausgekochte Schlitzohr mit glatter Jugendlichkeit glänzen könnte. Doch das eigentliche Wunder ist: Nach jedem dieser Bewerbungsgespräche hätte er den Job in der Tasche gehabt! An dieser Stelle dreht “Mister NLP” dann gerne den Spieß um und klärt den verdutzten Personaler darüber auf, dass er soeben als Nichts ahnender Sparringspartner missbraucht wurde. Nicht jedes der solcherart vorgeführten und bloß gestellten Alphatiere bringt danach jenen Humor auf, mit dem die ganze Situation entspannt in einen “Spaß für Zwei” umgemodelt werden könnte. Und so amüsiert sich meist nur der Wolf im Wolfspelz.
Ich habe durchaus ein Störgefühl mit der Tatsache, dass wirksame Psychotechniken, die eigentlich dem rein therapeutischen Setting vorbehalten bleiben sollten, auf diese Weise zweckentfremdet werden. Andererseits finde ich es auch sehr interessant, dass das tatsächlich so gut funktioniert. Da frage ich mich schon, was eigentlich in so einem Bewerbungsgespräch abgeprüft wird. Denn die Berufseignung kann es ja wohl nicht sein.