Im Zuge von Robert Enkes Selbstmord ist in den Medien viel über Depressionen gesprochen, getwittert und gebloggt worden – mit dem positiven Ergebnis, dass die Anerkennung von Depresssion als Krankheit in der Allgemeinheit angestiegen ist. Weniger bekannt ist jedoch, dass der Beruf zunehmend zur Depressionsursache wird.
Laut dem BKK-Bundesverband betrugen die jährlichen Behandlungskosten für arbeitsbedingte psychische Behandlungen im letzten Jahr 3 Milliarden Euro, die Produktionsausfallkosten gar 3,3 Milliarden Euro. Nach einer aktuellen Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin unter der Leitung der Arbeits- und Organisationspsychologin Renate Rau (Universität Marburg) liegen die Gründe vor allem in der zunehmenden Widersprüchlichkeit zwischen den Ansprüchen an Qualität, Umfang und zeitlichem Aufwand eines Arbeitsauftrags und der tatsächlichen Realisierbarkeit. Mehr und mehr Mitarbeiter zerbrechen an diesem Spagat; die Studie belegt ein eindeutiges erhöhtes Depressionsrisiko bei objektiv steigender Arbeitsintensität. „Bestes“ Beispiel ist wohl der Serienselbstmord von über zwei Dutzend Mitarbeitern der France Télécom dieses Jahr. In Folge von massivem Stellenabbau verängstigt, verunsichert und überarbeitet sahen diese Mitarbeiter im Freitod den einzigen Ausweg aus dem Teufelskreis von Zeit- und Leistungsdruck, Fehlbeanspruchung, Krankschreibungen und darauf folgendem erhöhten Zeit- und Leistungsdruck. Die Empfehlungen der Studie lauten daher:
Zudem könnten die gesundheitlichen Risiken bei erhöhter Arbeitsintensität durch mehr Wertschätzung und Anerkennung von Leistung in finanzieller und kommunikativer Form verringert werden. Im Fall von Robert Enke mag dies zwar keine Linderung gebracht haben, für viele Angestellte könnten diese Maßnahmen jedoch der nötige Wegweiser zwischen der Gabelung von Depression und Motivation sein.
Gemeinhin gelten Softies nicht als herausragende Karriere-Kandidaten. In Zeiten der Globalisierung gewinnen die so genannten Soft Skills für die Bewerberauswahl und Beförderung jedoch eine immer größere Bedeutung. Vor allem international agierende Unternehmen brauchen Führungskräfte, die nicht nur über sehr gute Fachkenntnisse und Durchsetzungsvermögen verfügen, sondern auch über ein hohes Maß an Sozialkompetenz.

Soft, softer, Soft Skills
So kommt ein selbstdarstellerischer Manager z. B. bei den zurückhaltenden Asiaten weniger überzeugend an, als eine kompetente Führungskraft, die um die kulturellen Eigenheiten anderer Nationen weiß und versucht, sich in diese einzufühlen und anzupassen.
Auch Teamfähigkeit wird im Job zunehmend groß geschrieben. In Medien-, Software- und Pharmaunternehmen herrschen oft flachere Hierarchien als in den klassischen Industriezweigen. Die freiere Arbeitsatmosphäre fördert die Kreativität und den Forscherdrang – ein herrschsüchtiger Chef ist hier nicht gern gesehen.
Nun könnte man meinen, dies seien die idealen Karriere-Bedingungen für Frauen, denen von Natur aus ein höherer EQ nachgesagt wird. Leider ist das nicht der Fall, denn auch Souveränität, Führungs- und Entscheidungsstärke gehören zu den Soft Skills. Während die Frauen mit ihrer Teamfähigkeit und Einfühlungsvermögen punkten, liegen hier die Männer wieder vorn. Gesucht wird also Personal, das all diese Fähigkeiten vereint und zudem unterscheiden kann, wann welche Stärken am besten ausgespielt werden.
Um zu ermitteln, ob ein Bewerber diesen Anforderungen entspricht, werden oft Tests in Assesment Centern angesetzt – allerdings mit mäßigem Erfolg. Gewiefte Job-Aspiranten bereiten sich gründlich auf die Fragen vor und tragen bei den Prüfungen eine Maske zur Schau, die zwar viel über ihren IQ, aber wenig über ihren EQ und den Mensch hinter der Maske offenbaren. Aussagekräftiger ist da soziales Engagement z. B. in Verbänden und Vereinen oder der Jugendarbeit, denn der EQ kann im Gegensatz zur Intelligenz trainiert werden. Scheuen Sie sich also nicht Ihre Mitgliedschaft im Volleyballverein in ihrem Bewerbungsschreiben zu erwähnen und als Personalverantwortlicher sollten Sie im Bewerbungsgespräch in diese Richtung ruhig einmal nachforschen: Mit Softies sind Sie gut beraten.
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Nur motivierte Mitarbeiter sind letztlich gute Mitarbeiter und so lassen sich Unternehmen einiges einfallen, um die eigenen Mitarbeiter bei Laune zu halten. Doch oft wird Motivation mit dem Gehalt gleich gesetzt und viele Unternehmen versuchen, motivierte Mitarbeiter über Sonderzahlungen oder Gehaltserhöhungen zu erreichen. Letztlich gehört aber mehr dazu, ein motiviertes Team zu haben und dabei spielen die Teammitglieder eine entscheidende Rolle.
Mitarbeiter sollten nicht nur das Pflichtprogramm abspulen bei ihrer täglichen Arbeit, sondern Motivation an den Tag legen. Wer trotz Stress und täglichem Pflichtprogramm motiviert an seine Aufgaben herangeht, der zeigt sich auch dem Kollegenkreis leistungsfähiger und motiviert. Vorgesetzte haben einen Blick dafür, ob ein Mitarbeiter wirklich mit ganzem Herzen seine Position ausfüllt und es schafft, sich selbst zu motivieren. Wer mit der eigenen Begeisterung auch noch das gesamte Team ansteckt und somit die gute Stimmung im Team fördert, der fällt positiv auf, denn durch ihn wird das gesamte Team leistungsfähiger.
Motivierte Mitarbeiter, die es auch schaffen, Kollegen zu motivieren und mitzuziehen, werden gerne in das mittlere Management aufgenommen. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass sich in vielen Unternehmen gezeigt hat, dass Motivation keine Gehaltsfrage ist und die Motivation der Mitarbeiter ganz klar Einfluss auf die Leistungen der Mitarbeiter hat.
Gut motivierte Mitarbeiter sind unbezahlbar und so werden Motivationstalente gerne im Bereich der Teamleitung und Mitarbeiterführung eingesetzt. Zur Motivation gehört ein gutes Betriebsklima und häufig sind es Kleinigkeiten, mit denen die Motivation im Mitarbeiterstab gesteigert werden kann. Doch letztlich ist es auch eine Frage des Führungsstils, ob Motivation wirklich bei den Mitarbeitern Früchte trägt.
Nur wer motiviert ist, kann wirklich auch erfolgreich in einem Unternehmen tätig sein, denn die eigene Leistungsfähigkeit und Kreativität erreicht nur ihren Höhepunkt, solange man motiviert ist. So sollte immer mit Elan an die täglichen Aufgaben herangegangen werden, denn spätestens bei einer Beförderung zahlt sich motiviertes Arbeiten auch in Geldwert aus und zusätzlich steigert es natürlich das Ansehen des Mitarbeiters bei Vorgesetzten und innerhalb des Teams. Wer motivieren kann, der hat gute Chancen aufzusteigen und so ist die Selbstmotivation das beste Mittel um wirkliche Erfolge feiern zu können.
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