Wenn man in einem Arbeitsverhältnis steht, hat man jederzeit Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. Leider fehlen den meisten Menschen die grundlegenden Kenntnisse darüber, welche Zeugnisart für welche Gelegenheit geeignet ist. Heute erfahren Sie, was die einzelnen Zeugnisarten ausmacht.
Das einfache Arbeitszeugnis beschreibt lediglich die Art und Dauer der Beschäftigung sowie die Personalien. Ein einfaches Arbeitszeugnis ist nicht zu empfehlen, da es negativ gewertet werden kann. Ein potenzieller Arbeitgeber möchte immer über die bisherigen Leistungen des Bewerbers Bescheid wissen.
Diese Leistungsangaben sind in einem qualifizierten Zeugnis gewährleistet. In einem qualifizierten Arbeitszeugnis sind Angaben über die Arbeitsbereiche, Tätigkeiten (gestaffelt nach Wichtigkeit) und natürlich die Leistungsbeurteilung beinhaltet. Die Formulierungen müssen lt. Gesetz immer wohlwollend formuliert sein. Trotzdem gibt es eine Art Geheimsprache, die zwischen den positiv formulierten Zeilen steht. Somit kann jeder Personalentscheider beim Lesen eines qualifizierten Arbeitszeugnisses herauslesen, wie der Arbeitnehmer die Leistungen in seiner beruflichen Karriere erbracht hat. Diese Formulierungen lassen sich in Schulnoten ausdrücken.
Die Gestaltung des qualifizierten Arbeitszeugnisses sollte fehlerfrei in Grammatik und Orthographie sein. Negative Formulierungen sind zu vermeiden. Man kann auch ggf. eine Nachbesserung des Zeugnisses beantragen. Falls hierüber keine Einigung erzielt werden kann, bleibt nur der Weg vors Arbeitsgericht. Die Tätigkeiten sollten immer aktiv und nicht passiv beschrieben sein, weil dies einen negativen Eindruck hinterlässt. Nämlich, dass der Angestellte nur nach Anweisung gearbeitet hat und keine Eigeninitiative gezeigt hat. Das Arbeitszeugnis sollte immer mit den besten Wünschen für die weitere berufliche Zukunft enden. Dies signalisiert, dass der Arbeitgeber mit den Leistungen des Arbeitnehmers äußerst zufrieden war und man sich im Frieden getrennt hat.
Ein Arbeitnehmer in einem bestehenden Arbeitverhältnis hat ein grundsätzliches Recht auf ein so genanntes Zwischenzeugnis. Inhaltlich ist dieses dem qualifizierten Arbeitszeugnis ähnlich. Die Anforderung eines Zwischenzeugnisses eignet sich besonders dann, wenn man den Vorgesetzten wechselt oder für sich plant, die Arbeitsstelle zu wechseln. Es ist auch nicht negativ zu beurteilen, wenn man ein Zwischenzeugnis anfordert. Dies sichert Arbeitnehmer und Arbeitgeber über die bisher erbrachten Leistungen ab, indem sie in einem Zwischenzeugnis dokumentiert werden.
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Personalentscheider pflegen bekanntlich den Lücken im Lebenslauf besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Denn so eine Lücke könnte ja immerhin der Keller sein, in dem der gewiefte Bewerber eine Leiche versteckt hält. Darum gibt es auch viele freundliche Empfehlungen, wie Jobsuchende mit Löchern in ihrer Vita so geschickt umgehen können, dass der einstmalige Nachteil zum aussagefähigen Vorteil mutiert. Was in diesem Zusammenhang in jüngster Zeit mehr und mehr in Mode gerät, ist der Hinweis auf ein ausgiebiges ehrenamtliches und/oder soziales Engagement. Wer mit unentgeltlich erbrachter Einsatzfreude die Welt ein kleines bisschen besser gemacht hat, der braucht in aller Regel nicht zu fürchten, mitsamt den blinden Flecken in seinem Lebenslauf in der “Ablage P” zu landen.
Natürlich ist ehrenamtliches Engagement eine noble und wünschenswerte Betätigung. Viele soziale Aufgaben könnten ohne die tatkräftigen Ehrenamtler gar nicht mehr gestemmt werden. Doch muss man sich bei allem, was edel, hilfreich und gut ist, auch fragen dürfen, welcher Personenkreis es sich leisten kann, ein Ehrenamt zu bekleiden. Wer monatelang eine neue Arbeit sucht, hat sicher keinen Bedarf an zusätzlichen anstrengenden Herausforderungen, die außer einem freundlichen “Vergelt’s Gott” nichts in den Geldbeutel spülen. Wer andererseits in der privilegierten persönlichen Situation ist, über viel Freizeit oder viel Geld (oder beides) zu verfügen, der kann sich sehr wohl im Rahmen eines Ehrenamtes höchst nützlich machen und wird dies auch mit viel menschlichem Gewinn realisieren können. Doch brauchen diese glücklichen selbst bestimmten Zeitgenossen ein Alibi für ein paar Monate fehlenden Lebens im persönlichen Kursbuch? Sicher nicht.
Nichts gegen das Ehrenamt als wichtiger Stütze sozialen Miteinanders. Doch wer von einem Menschen im finanziell klammen Jobsuchedauerstress auch noch umfangreiche unentgeltliche Sonderschichten verlangt, der unterstützt eine ganz besonders perfide Form der Ausbeutung.
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Bei einem Vorstellungsgespräch kommt es nicht nur auf die beruflichen Kompetenzen an, sondern vielmehr darauf, wie der Bewerber sich präsentiert. Und da spielt besonders die richtige Körpersprache eine Rolle.
Bevor Sie damit beginnen, den zukünftigen Chef mit Argumenten zu überzeugen, stellen Sie Blickkontakt her, denn das symbolisiert Offenheit, Interesse und Gesprächsbereitschaft. Wer zu Boden sieht, wirkt desinteressiert und introvertiert.
Bei der richtigen Körperhaltung ist es wichtig, dass Sie gerade sitzen. Der Rücken sollte gerade sein und die Füße auf dem Boden stehen. Arme, Beine und Finger sollten nicht verschränkt sein. Vermeiden Sie aggressive Gesten, wie zum Beispiel das Ballen der Faust oder einen ausgestreckten Zeigefinger. Der Abstand zum Gesprächspartner sollte mindestens 80 cm betragen. Unmöglich ist es, sich mit den Armen aufzustützen oder breitbeinig zu sitzen, denn das wirkt plump-vertraulich. Für Frauen gilt es, das unschuldige Mädchen-Schema zu vermeiden. Ein ständig schief gelegter Kopf, das dauernde Drehen der Schulter und ein Dauerlächeln wirken albern.
Die meiste Zeit des Tages verbringen wir normalerweise im Büro oder im Geschäft. Auch unter Kollegen und mit den Vorgesetzen ist die richtige Körpersprache enorm wichtig.
Nehmen wir einmal an, Sie möchten eine Gehaltserhöhung und gehen zu Ihrem Chef. Hier ist es nicht nur wichtig, was Sie sagen, sondern wie Sie es sagen. Bleiben Sie nach dem Anklopfen zunächst in der Tür stehen und betreten Sie den Raum erst nach Aufforderung. Das Büro ist quasi das „Revier“ des Chefs, hier ist er praktisch „zu Hause“. Wenn Sie den Raum betreten, tun Sie das mit hocherhobenem Kopf und gehen Sie mit sicheren, aber nicht zu schnellen Schritten. Auf gar keinen Fall sollten Sie Kopf und Schultern hängenlassen, schlurfen oder schlendern. Ist Ihr Chef deutlich kleiner als Sie, halten Sie lieber einen größeren Abstand, denn nichts macht ein Chef so ungern, als zu seinen Angestellten aufsehen zu müssen.
Wenn Sie, nach Aufforderung, Platz genommen haben, verschränken Sie nicht die Arme. Das wirkt verunsichert und gehemmt. Legen Sie die Hände ruhig und geöffnet in den Schoß. Vermeiden Sie es, sich während des Gesprächs am Kopf zu kratzen, mit der Halskette zu spielen oder sich am Ohrläppchen zu zupfen, dies signalisiert Nervosität. Auch wenn Sie angespannt sind, klammern Sie sich nicht an die Armlehnen Ihres Sessels, denn dann wirken Sie körperlich und mental verkrampft. Wichtig ist es, immer den Augenkontakt zu behalten, aber starren Sie nicht, dies macht Ihr Gegenüber unsicher. Sympathisch ist es, wenn Sie (unbewusst) die Gesten ihres Chefs imitieren.
Dasselbe Verhalten gilt auch unter Kollegen. Auch hier gilt: Zeigen Sie nach Möglichkeit Ihren Respekt gegenüber einem älteren oder erfahrenen Kollegen auch in der Körpersprache. Dazu gehört zum Beispiel auch, eine Tür offen zu halten oder dem Kollegen den Vortritt zu lassen. Bei Besprechungen ist Folgendes zu beachten: Zeigen Sie Selbstbewusstsein, ohne arrogant zu wirken, und lassen Sie ihre Gesprächspartner immer ausreden und fallen Sie keinem ins Wort.
Wenn Sie auf einen Kunden zugehen, dann tun Sie das mit festen Schritten und einem möglichst eleganten Gang. Warten Sie nicht, bis der Kunde auf Sie zukommt, dann wirken Sie passiv und desinteressiert. Ihr Händedruck sollte zwar kräftig sein, denn das vermittelt Energie, aber nicht so fest, dass der andere das Gesicht verzieht.
Lächeln Sie natürlich und freundlich und nicht gezwungen, auch wenn es vielleicht manchmal schwerfällt. Denn wenn der Mund lächelt, sollten es auch die Augen tun.
Wenn Sie mit dem Kunden reden, benutzen Sie nicht beide Hände für dieselbe Geste. Ihre Gesten sollten raumgreifend sein, aber nicht hektisch und wild. Die Hände in den Hosentaschen oder hinter dem Rücken zu halten signalisiert offenes Desinteresse und das spürt auch der Kunde.
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Auch wenn es auf den ersten Blick ungewohnt scheint sich selbst als Produkt zu sehen, so können wir doch einiges von den Marketing-Experten lernen: z.B. wie wichtig die richtige Vorbereitung ist. Wer sich selbst, seine Stärken und Schwächen genau kennt, eine Markt- und Unternehmensanalyse, ein ausgefeiltes Bewerbungskonzept und ein klares Ziel vor Augen hat, der landet auch auf dem Stellenmarkt einen sicheren Treffer.
Klingt kompliziert? Keine Sorge, in den kommenden Wochen werde ich Ihnen Schritt für Schritt die wichtigsten Tipps und Tricks der Profis erklären. Vom durchschlagendem Anschreiben über effektive Körpersprache beim Bewerbungsgespräch bis hin zum optimalen Selbst- und Zeitmanagement sowie dem richtigen Umgang mit Vorgesetzten, Kollegen und Kunden. Sollte Sie ein Thema besonders interessieren, freue ich mich natürlich über Vorschläge und Anregungen. Ich werde versuchen, diese schnellstmöglich zu bearbeiten.
Übrigens wirken sich die Methoden des Selbstmarketings auch im Privatleben sehr positiv aus. So lernt man sich nicht nur selbst besser kennen, sondern erwirbt nebenbei essentielle Fähigkeiten wie Organisation, Konzeptionierung, Effizienzsteigerung, Durchsetzungskraft, geradliniges Auftreten und – last, but not least – ein bejahendes Selbstbild. Eine Auseinandersetzung mit professionellen Verkaufstechniken lohnt sich also in jedem Fall – ob man bereits einen guten Arbeitsplatz hat oder noch auf der Suche ist.
Los geht’s nächste Woche mit der überzeugenden Gestaltung der Bewerbungsmappe. Was formell in Anschreiben und Lebenslauf gehört, können Sie solange hier nachlesen. Ich will aber der Frage nachgehen, wie Bewerbungsunterlagen aussehen, die sofort ins Auge springen und ganz oben im (virtuellen oder analogen) Auswahlstapel landen.
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Mit Life/Work-Planning zum Traumberuf
Wer sich längere Zeit auf Jobsuche befindet, immer wieder auf Stellenangebote bewirbt und doch nur Absagen erhält, empfindet sich selbst schnell als Bittsteller denn als kompetente Arbeitskraft. Dabei ist gerade das Bewusstsein über die eigenen Fähigkeiten ein grundlegender Schritt zum beruflichen Erfolg.
Dies hat der Arbeitsforscher und evangelische Pastor Richard Nelson Bolles bereits in den 70er Jahren erkannt und daraufhin eine Methodik entwickelt, welche die Chancen von Jobsuchenden auf dem Arbeitsmarkt erheblich verbessern soll: Das Life/Work-Planning, kurz L/WP.
L/WP-Seminare werden heute von unzähligen Weiterbildungsstätten, Hochschulen und Beratungsstellen in Europa und den USA angeboten. Zudem wurden die Grundideen des L/WP in viele weitere Methoden des Selbstmarketings und –coachings aufgenommen.
So steht bei dieser Verfahrensweise nicht etwa der Arbeitsmarkt oder der potentielle Arbeitgeber im Mittelpunkt, sondern der Arbeitssuchende selbst. Im L/WP wird davon ausgegangen, dass
Ausgehend von diesen Thesen werden während des L/WP die entscheidenden Fragen nach dem „Was?“ „Wo?“ und „Wie?“ geklärt:
Soll die Frage nach den eigenen Kompetenzen klären. Allerdings nicht im Sinne von Qualifikationen oder beruflicher Erfahrung, sondern in Form von Neigungen und Talenten. Stellen Sie sich die Frage: „Was mache ich immer wieder gerne?“ statt „Was kann ich besser als andere?“
möchten Sie arbeiten? In welchem Umfeld? Welcher Branche? Mit welchen Kollegen? Durch die Beantwortung und Analyse dieser Fragen wird ein spezifisches Zielprofil erstellt, das der weiteren Analyse des Arbeitsmarktes dient.
Ist der letzte Schritt zum Traumjob. Wie komme ich nun, da ich meine Fähigkeiten, Interessen und Ziele kenne, an einen Job, der meinem Profil entspricht? Mit einem ausgearbeiteten, klaren Profil fällt professionelles Selbstmarketing deutlich leichter. Eine Initiativbewerbung auf eine Stelle, die Ihnen passgenau entspricht, ist erfolgsversprechend, denn auch ein Unternehmen wird erkennen: Sie sind genau der richtige für diesen Job.
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Carpe Diem - Wie Sie die Zeit während der Jobsuche optimal nutzen
Durchschnittlich werden gerade einmal drei bis fünf Prozent aller Jobaspiranten zu einem persönlichen Bewerbungsgespräch eingeladen – und nur einer kann die Stelle antreten.
Es ist also völlig normal, über einen längeren Zeitraum auf Stellensuche zu sein. Lassen Sie sich von Absagen nicht entmutigen, sondern nutzen Sie die Zeit, um Ihre Bewerbungsunterlagen und Fähigkeiten zu optimieren.
Überprüfen Sie Ihr Bewerbungsschreiben. Der häufigste Fehler sind standardisierte Anschreiben, die nur unzureichend auf das betreffende Unternehmen eingehen. Greifen Sie in Ihrem Bewerbungsschreiben möglichst viele Aspekte der Stellenausschreibung auf und heben Sie gesuchte Qualifikationen und Fähigkeiten explizit hervor. Durch eine intensive Recherche auf der Homepage des Unternehmens erhalten Sie wichtige Zusatzinformationen, die Ihnen helfen können, Ihr Anschreiben noch besser auf das Unternehmen abzustimmen. Damit stellen Sie gleich zwei Schlüsselqualifikationen unter Beweis: Ihr Engagement sowie Ihre analytischen Fähigkeiten.
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie Probleme mit der Situation des Bewerbungsgesprächs haben, können Sie einen Freund bitten, diese mit Ihnen zu üben. 90 Prozent der Fragen während eines Bewerbungsgesprächs sind Standardfragen wie „Warum glauben Sie, der optimale Kandidat für diese Stelle zu sein?“ oder „Was sind Ihre Schwächen?“. Mit etwas Routine bringen Sie auch Fangfragen wie „Arbeiten Sie lieber allein oder im Team?“ nicht mehr aus der Ruhe und Sie lernen, konsequenter aufzutreten. Auch ein Coach oder ein Bewerbungsworkshop leisten hier gute Dienste.
Nutzen Sie die Zeit während der Jobsuche, um sich Zusatzqualifikationen anzueignen. Weiterbildung muss nicht teuer sein: Im Internet finden Sie beispielsweise zahllose kostenlose Tutorials für Softwareprogramme und auch Ihre Fremdsprachenkenntnisse können Sie mittels günstiger Selbstlernkurse auffrischen. Durchforsten Sie einmal die für Sie relevanten Stellenanzeigen nach Zusatzqualifikationen. Hier finden Sie wichtige Hinweise, in welchen Bereichen Sie sich weiterbilden könnten, um Ihrem Traumjob ein Stück näher zu kommen.
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Visitenkarte – wichtig für die Jobsuche
Ein jeder hat Visitenkarten. Warum also nicht auch Jobsuchende. Damit soll aber nicht in erster Linie die Bewerbungsmappe aufgefüllt werden. Vielmehr sollte man sie beispielsweise beim Besuch einer Jobmesse immer griffbereit haben. Doch wie sieht die richtige Visitenkarte für Bewerber aus?
Jobmessen sind vor allem für Studenten die kurz vor ihrem Abschluss stehen, der ideale Ort, um sich als Arbeitskraft anzubieten. Da darf eine Bewerbungsmappe natürlich nicht fehlen, wobei diese auf solchen Events ohne Deckblatt und Motivationsschreiben zu gestalten ist. Schließlich bekommen die Unternehmensvertreter bei solchen Gelegenheiten bergeweise Bewerbungen. Da sollte man sie nicht noch zusätzlich „zu müllen“.
Nicht weniger wichtig ist die eigene hochwertige Visitenkarte, mit der man wunderbar Selbst-Marketing betreiben kann. Hierfür sollte man auch durchaus etwas Geld investieren. Schließlich ist die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt groß und jeder versucht mit allen Mitteln seinen Traumjob zu bekommen.
Natürlich sieht die Visitenkarte eines Studenten der auf Arbeitsuche ist anders aus, wie diejenigen derer, die bereits im Job sind und eine entsprechende Position auf der Karte platzieren können.
Wer sich eine Art Bewerbungs-Visitenkarte anfertigen lassen will, sollte dickes Papier und Prägedruck verwenden. Auch das Gesicht gehört unbedingt darauf, damit man sich beim potentiellen Arbeitgeber schneller wieder ins Gedächtnis rufen kann, wenn dieser die Karte ein paar Tage später zwischen den Fingern hält. Neben dem Gesicht gehören die Kontaktdaten sowie die eigene Studienrichtung.
Um mit Kreativität zu glänzen, kann man auch seinen eigenen kleinen Werbespruch auf der Visitenkarte platzieren. Beispiel gefällig? Wie wäre es denn mit: „Fachkräftemängel? Nicht mit mir!“ Das ist kurz und bündig und vermittelt durchaus Selbstbewusstsein.
Abgerundet wird die Visitenkarte für Jobsuchende durch drei persönliche Hauptargumente, die einen für den Job prädestinieren. Das kann eine besondere Sprache, der Auslandsaufenthalt oder die Teamerfahrung sein. Dadurch wird der Lebenslauf in einer einzigartigen und ganz individuellen Form komprimiert und auf die wichtigsten Punkte beschränkt.
Aber nicht nur auf Jobmessen sind die eigenen Visitenkarten immer bei sich zu führen. Schließlich kann man überall, sei es in einem Restaurant oder der Disko, dem Flugzeug oder der Bahn, zufällig mit jemandem ins Gespräch kommen, der gerade einen entsprechenden Job zu vergeben. Mit einer ordentlichen Visitenkarte hat man doch gleich gute Karten.
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Mit anonymen Lebensläufen gegen Diskriminierung?
Bei der Auswahl eines geeigneten Bewerbers spielen nicht nur berufliche oder schulische Qualifikationen eine wichtige Rolle. So machen viele Personaler häufig ihre Entscheidung vom Geschlecht, Alter oder Herkunft des Bewerbers abhängig. Riecht nicht unbedingt nach Objektivität. In Frankreich will man daher dieser Form der Diskriminierung mit anonymen Lebensläufen entgegentreten. Guter Ansatz, doch nicht wirklich viel versprechend.
Bis einschließlich April 2011 läuft in einigen Regionen Frankreichs das Pilotprojekt „anonyme Lebensläufe“. So sollen die Personaler mehr oder weniger gezwungen sein, Bewerber nicht nach Alter, Aussehen oder Geschlecht auszusortieren.
Entsprechend dürfen die Bewerber folgenden Daten im Lebenslauf weglassen:
Klingt auf den ersten Blick durchaus interessant. Scheinbar bekommt nun der Ende fünfzigjährige oder die alleinerziehende Mutter von drei Kindern endlich eine gerechte Chance, einen neuen Job zu bekommen. Aber ehrlich gesagt nur auf den ersten Blick.
Denn gewiefte Personaler können immer noch aus den verbleibenden Daten im Lebenslauf vermeidlich „diskriminierungssensitive“ Angaben finden. Denn Angaben zum Schul- und gegebenenfalls Studienabschluss, bisherige Arbeitsverhältnisse, Auslandsaufenthalte oder Sprach- und Computerkenntnisse müssen / sollten nach wie vor im Lebenslauf berücksichtigt werden. Für die Personaler ist es ein Leichtes, quasi zwischen den Zeilen weitere Rückschlüsse über den Bewerber zu gewinnen.
Das Alter kann man ganz einfach über den Schul- bzw. Hochschulabschluss erahnen. Und wer fließend exotische Sprachen spricht, gibt automatisch Aufschluss über seine Herkunft.
Zudem stellt sich die Frage, wie ein Unternehmen einen Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch einladen will, wenn dieser nicht mal seinen Namen geschweige denn Telefonnummer im Lebenslauf hinterlassen muss. Und nicht längst jeder Franzose hat ein mobiles Telefon.
Letztendlich kann man sagen, dass anonyme Lebensläufe großer Quatsch sind. Denn irgendwann werden sich Bewerber und Personaler gegenüberstehen, wenn es beispielsweise zum Vorstellungsgespräch kommt. Spätestens dann ist man den Diskriminierungen ausgesetzt. Da wäre es zeitsparsamer, wenn man von vornherein abgelehnt wird.
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1 Euro Job
Die 1-Euro-Jobs erhitzen seit einiger Zeit in Deutschland die Gemüter und werden kontrovers diskutiert. Handelt es sich bei diesen, auch unter der Bezeichnung „Brückenjob“ bekannt gewordenen, Arbeitsgelegenheiten um Ausbeutung? Oder kann diese Art von Job die Chance auf einen regulären Arbeitsplatz tatsächlich erhöhen?
Genau genommen handelt es sich bei den 1-Euro-Jobs gar nicht um reguläre Jobs, wie sie vielfach in Stellenanzeigen oder einer Jobbörse ausgeschrieben werden. Vielmehr bieten diese Brückenjobs eine Mehraufwandsentschädigung für Empfänger von Arbeitslosengeld II. Durch die 1-Euro-Jobs sollen Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden. Sie werden deshalb in Arbeiten von öffentlichem Interesse vermittelt, wo sie wettbewerbsneutral zusätzliche Arbeiten verrichten sollen.
Bezahlt werden diese Jobs mit einer Aufwandsentschädigung von 1 Euro bis 2,50 Euro, beispielsweise bei schwerer körperlicher Tätigkeit oder Nachtarbeit. Die gezahlten Aufwandsentschädigungen für diese Jobs werden nicht auf das Arbeitslosengeld angerechnet. Dies soll der Motivation dienen. Damit diese Art von Job gesetzeskonform ist, muss sichergestellt sein, dass keine regulären Arbeitsplätze dadurch vernichtet werden, und der Arbeitgeber keine Wettbewerbsvorteile gegenüber Mitbewerbern erlangt. Ansonsten kann das Ganze leicht in Ausbeutung ausarten.
Es gibt Personen, die einem Job nachgehen und deren Einkommen unterhalb des Existenzminimums liegt. Ihnen werden in der Regel keine 1-Euro-Jobs angeboten, wenn sie einen Antrag auf das sogenannte Arbeitslosengeld II stellen, da dies wirtschaftlich keinen Sinn machen würde und sie bereits im Berufsleben stehen. Inwieweit die 1-Euro-Jobs der Eingliederung von Arbeitslosen in den regulären Arbeitsmarkt dienen, hängt nicht nur von der Höhe der Aufwandsentschädigung ab, sondern auch von vielen anderen Faktoren. Wichtig ist, dass die Art der Beschäftigung und der Arbeitslose, der den Brückenjob ausübt, zusammenpassen.
Nur dann kann der Arbeitslose von den Erfahrungen während des Brückenjobs tatsächlich profitieren, und wird die Tätigkeit dort im Idealfall nicht als lästige Verpflichtung, sondern als einen weiteren Schritt hin zu einem regulären Job sehen. Wer sich auf dem regulären Arbeitsmarkt nach einer anspruchsvollen pädagogischen Tätigkeit umschaut, wird sich vielleicht in einem Brückenjob in einer sozialen Einrichtung wohl fühlen, nicht aber beim Müll einsammeln im Park.
© Jobsuche info 2011
Viele Jobsuchende schrecken vor der telefonischen Kontaktaufnahme mit dem potentiellen Arbeitgeber ab. Die Gründe sind vielfältig. Dabei liefern telefonische Bewerbung zahlreiche Vorteile. Vorausgesetzt, man ist gut vorbereitet.

Telefon als Bewerbungsinstrument nutzen
Angst vor der Abweisung oder Unsicherheit während des Gesprächs sind sicherlich die beiden größten Hindernisse, warum Jobsuchende bei ihrer Bewerbung nicht zum Hörer greifen. Das erklärt auch, warum nur zehn Prozent der Jobkandidaten sich auf ein passenden Stellenangebot vorab telefonisch melden. Den Vorteil, den sich diese zehn Prozent im Vergleich zu den Konkurrenten „erredet haben“, ist für die Nicht-Anrufer-Fraktion schwer aufzuholen.
Die Vorteile einer telefonischen Bewerbung sind zahlreich. Der Arbeitgeber wird ihr Interesse an der Stellenanzeige definitiv zu Kenntnis nehmen. Zudem können sie mit etwas Geschick am anderen Ende der Telefonleitung Sympathie wecken, wenn sich durch einen Zufall Gemeinsamkeiten oder gleiche Interessen herausstellen. Darüber hinaus haben sie die Chance, ihre Kommunikationsfähigkeit und soziale Kompetenz spielen zu lassen und unter Beweis stellen zu können.
Doch ohne entsprechende Vorbereitung laufen sie Gefahr, dass ihre telefonische Vorab-Bewerbung ein Schuss in den Ofen wird. Hier heißt es, einen kleinen Schlachtplan zu entwickeln. Schreiben sie sich drei bis vier Fragen auf, wobei diese möglichst nicht mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten sein sollte. Experten raten zudem von „Warum“-Fragen ab, da diese bisweilen als unhöflich oder aufdringlich rüberkommen kommen. Ihre Fragen sollte auch nicht im Schnelldurchgang runtergerattert werden, so dass sich ihr Gesprächspartner wie in einem Kreuzverhör vorkommen muss. Räumen sie Zeit zum Antworten ein, das ist auch ihre Chance, vielleicht die Nervosität und hohe Aufregung etwas besser in den Griff zu bekommen.
Bevor sie anrufen, sollten sie die entsprechende Stellenanzeige natürlich gut im Kopf haben. Am besten die Ausschreibung liegt direkt neben ihren Bewerbungsunterlagen auf dem Schreibtisch.
Ganz aufgeregt Bewerber werden sicherlich das Gespräch im Vorfeld durchspielen. Das ist auch gut so. Machen sie sich dabei unbedingt ein paar wichtige Notizen, damit das reale Gespräch jederzeit lebhaft ist und nicht in der großen Stille endet.
Und wie wir alle, sind auch Personalchefs, Sekretärinnen oder andere Kontaktpersonen nur Menschen. Mit etwas Charme, Höflichkeit und einem gut strukturierten Merkzettel, werden sie durch das telefonische Bewerbungsgespräch definitiv wichtige Punkte im Bewerbungsrennen sammeln. Und schon sind sie ihrem neuen Job einen Schritt näher gekommen.
© Jobsuche info 2011