
Lücken im Lebenslauf: Was tun?
Ein lückenhafter oder ungerader Lebenslauf ist keine Seltenheit. Gründe sind ein zu langes Studium, Arbeitslosigkeit, abgebrochene Ausbildung oder ein mangelnder Zusammenhang zwischen den einzelnen (beruflichen) Stationen. Fehlt der rote Faden und ist der Lebenslauf sehr ungerade, stehen die Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung eher schlecht. Wir haben ein paar Tipps, wie man einen lückenhaften Lebenslauf gestalten kann.
Auszeiten von zwei, drei Monaten sind kein Problem und müssen auch nicht aufgeführt werden. Besonders nach dem Schulabschluss, Wehr- oder Zivildienst oder Studium können immer mal Lücken entstehen. Doch wer anderweitig Auszeiten hat, kommt in Bedrängnis.
Graphisches Design muss überzeugen
Wer schon keinen 1A-Lebenslauf vorweisen kann, sollte einen umso größeren Wert auf das Design legen. Stillvoll und kreativ sind hierfür die wichtigsten Schlagwörter. Das fängt schon bei der Schriftart an. Spassschriften wie Wingdings oder Bimini haben in einem Lebenslauf natürlich nichts zu suchen. Bloß kein unnötiges Risiko eingehen und lieber die Klassiker à la Times New Roman oder Arial verwenden. Zudem sollte man sich gut überlegen, nur eine Word-Vorlage umzugestalten. Das machen eh schon viele Bewerber. Um sich abzusetzen, reicht das nicht aus.
Arbeitslosigkeit im Lebenslauf erwähnen
Zeitliche Lücken sind oft der Genickbruch bei der Suche nach einem neuen Job. Um das zu kaschieren, benutzen viele Bewerber lieber Jahreszahlen statt Monatsangaben. Doch das führt schnell zu Spekulationen, die sich nachteilig auswirken. Wer arbeitslos war, sollte diese Phase besser mit „arbeitssuchend“ oder „berufliche Neuorientierung“ beschreiben.
Zudem kann man jedem Bewerber nur den Tipp geben, bei der Wahrheit zu bleiben. Lücken im Lebenslauf werden gerne mit erfundenen Nebenjobs gefüllt oder vorherige Jobs werden in der Dauer gestreckt. Doch Lügen haben kurze Beine und wenn beim Bewerbungsgespräch detaillierte Fragen gestellt werden, kommt man ganz schnell ins Schwimmen.
Bewerbungsfoto: wichtig bei lückenhaften Lebenslauf
Generell kann dem Bewerbungsfoto im Lebenslauf ein hoher Stellenwert zugeschrieben werden. Besonders dann, wenn der Lebenslauf nicht wirklich vorzeigbar ist. Auch wenn professionelle Bewerbungsfotos nicht billig sind, sollte man das Geld investieren. Zumal die Bilder auch als JPG-Dateien für Online-Bewerbungen verwendet werden können, lohnt sich der finanzielle Aufwand. Der Bewerber sollte nebst seriöser bzw. zum Job angemessene Kleidung selbstverständlich auch sympathisch rüberkommen. Fotografen geben passende Tipps und immer dran denken: Bild schlägt Text!
Amerikanischer Lebenslauf bevorzugt
Berufserfahrungen sowie die Ausbildung (Schule, Studium oder Lehre) werden beim amerikanischen Lebenslauf chronologisch rückwärts aufgeführt. Die neuesten Erfahrungen oder Abschlüsse werden also als ersten aufgeführt.
Hobby im Lebenslauf: nicht unterschätzen
Das Thema Hobbys wird von vielen Bewerbern unterschätzt. Doch mindestens ein Hobby sollte aufgeführt werden, wobei man nicht vergessen darf, dass die Personaler dadurch Rückschlüsse auf den Bewerber ziehen. Jogger oder Leseratten werden gerne als Egoisten oder Eigenbrötler eingestuft – oftmals ohne Grund. Eine Mitgliedschaft in einem Sportverein kommt da schon viel besser an. Damit wird Teamfähig- und Geselligkeit assoziiert.
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