Eine Umfrage, die im Rahmen des Staufenbiel Absolventenkongress 2011 durchgeführt wurde, ergab, dass von den über 200 befragten Unternehmen etwa 25 Prozent nur noch Email- bzw. Online-Bewerbungen annehmen. Bewerbungen in Papierform sind zwar in vielen Unternehmen noch gerne gesehen, befinden sich aber ganz offensichtlich auf dem absteigenden Ast.
Deshalb sollte jeder Bewerber in diesen Tagen nicht nur auf Bewerbungsmappen setzen, sondern auch die Möglichkeit der Email-Bewerbung nutzen. Wenn Sie sich bei einem Unternehmen bewerben möchten, sollten Sie zunächst überprüfen, ob es auf dessen Homepage die Möglichkeit gibt, eine Onlinebewerbung auszufüllen. Falls dies nicht der Fall ist, sollte gerade bei größeren Unternehmen im nächsten Schritt eine Email-Bewerbung anvisiert werden.
Im Prinzip folgt eine Email-Bewerbung dem gleichen Aufbau wie eine normale Bewerbungsmappe in Papierform. Auch eine Email-Bewerbung benötigt immer ein Anschreiben. Ein einfacher Zweizeiler à la „Anbei erhalten Sie meine Bewerbungsunterlagen.“ reicht hier definitiv nicht aus. Verfassen Sie ein vollwertiges Anschreiben, das allen üblichen Ansprüchen genügt. Dieses Anschreiben platzieren Sie direkt im Textfeld der Email. Parallel können Sie es auch noch als Datei in den Anhang fügen, sofern es nicht zu viel Speicherplatz beansprucht.Vermeiden Sie es unbedingt, in den Anhang Ihrer Email sämtliche Zeugnisse aller bisherigen schulischen und beruflichen Stationen zu packen. Sie würden die Email damit unnötig aufblasen. In einigen Unternehmen gibt es sogar Filter, die Emails ab einer gewissen Größe nicht durchlassen. Es wäre ja wirklich schade, wenn Ihre Bewerbung an solchen Dingen scheitert.
Packen Sie in Ihre erste Bewerbung nur Unterlagen, die für eine erste Einschätzung notwendig sind. Dazu gehören:
Wenn der Personalchef Interesse daran hat, Sie besser kennenzulernen, wird er Sie kontaktieren und weitere für ihn relevante Informationen anfordern.
Die Anlagen der Email-Bewerbung sollten entweder als Worddokument, PDF oder JPEG versandt werden, da diese gewöhnlich den geringsten Speicherbedarf haben. Zudem sind diese Dateiformate so gängig, dass der Großteil der Unternehmen diese mit den gängigen Programmen öffnen kann.
Achten Sie darauf, dass auch in einer Email-Bewerbung immer die Form gewahrt werden muss, auch wenn eine Email prinzipiell etwas informeller ist als ein Brief. Bitte siezen Sie Ihren Ansprechpartner und verwenden Sie keine Smileys. Lassen Sie auch Ihr Anschreiben für die Email-Bewerbung von einer anderen Person lesen, um Tipp- und Rechtschreibfehler korrigieren zu können. Für den Versand Ihrer Email wählen Sie am besten das Nur-Text-Format, weil HTML-Emails häufig aufgrund von Anti-Spam-Filtern zu Anzeigeproblemen führen.
Wichtig ist außerdem die Nutzung einer seriösen Emailadresse. Es wäre wohl kaum glücklich gewählt, wenn Ihre Emailadresse mit „partyboy79“ oder „heissemieze“ beginnen würde. Am besten ist eine Kombination aus Vor- und Zuname geeignet, um die eigene Seriosität zu beweisen.
Jeder kann eine Email-Bewerbung zu seinem Vorteil nutzen, wenn er diese wenigen Vorgaben einhält. Bewerber können Ihrem Wunscharbeitgeber beweisen, dass sie mit den modernen Kommunikationsmitteln umgehen können. Gleichzeitig lässt sich dadurch auch noch viel Geld für Papier, Kopien, Briefumschläge und Porto sparen.
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Wenn man in einem Arbeitsverhältnis steht, hat man jederzeit Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. Leider fehlen den meisten Menschen die grundlegenden Kenntnisse darüber, welche Zeugnisart für welche Gelegenheit geeignet ist. Heute erfahren Sie, was die einzelnen Zeugnisarten ausmacht.
Das einfache Arbeitszeugnis beschreibt lediglich die Art und Dauer der Beschäftigung sowie die Personalien. Ein einfaches Arbeitszeugnis ist nicht zu empfehlen, da es negativ gewertet werden kann. Ein potenzieller Arbeitgeber möchte immer über die bisherigen Leistungen des Bewerbers Bescheid wissen.
Diese Leistungsangaben sind in einem qualifizierten Zeugnis gewährleistet. In einem qualifizierten Arbeitszeugnis sind Angaben über die Arbeitsbereiche, Tätigkeiten (gestaffelt nach Wichtigkeit) und natürlich die Leistungsbeurteilung beinhaltet. Die Formulierungen müssen lt. Gesetz immer wohlwollend formuliert sein. Trotzdem gibt es eine Art Geheimsprache, die zwischen den positiv formulierten Zeilen steht. Somit kann jeder Personalentscheider beim Lesen eines qualifizierten Arbeitszeugnisses herauslesen, wie der Arbeitnehmer die Leistungen in seiner beruflichen Karriere erbracht hat. Diese Formulierungen lassen sich in Schulnoten ausdrücken.
Die Gestaltung des qualifizierten Arbeitszeugnisses sollte fehlerfrei in Grammatik und Orthographie sein. Negative Formulierungen sind zu vermeiden. Man kann auch ggf. eine Nachbesserung des Zeugnisses beantragen. Falls hierüber keine Einigung erzielt werden kann, bleibt nur der Weg vors Arbeitsgericht. Die Tätigkeiten sollten immer aktiv und nicht passiv beschrieben sein, weil dies einen negativen Eindruck hinterlässt. Nämlich, dass der Angestellte nur nach Anweisung gearbeitet hat und keine Eigeninitiative gezeigt hat. Das Arbeitszeugnis sollte immer mit den besten Wünschen für die weitere berufliche Zukunft enden. Dies signalisiert, dass der Arbeitgeber mit den Leistungen des Arbeitnehmers äußerst zufrieden war und man sich im Frieden getrennt hat.
Ein Arbeitnehmer in einem bestehenden Arbeitverhältnis hat ein grundsätzliches Recht auf ein so genanntes Zwischenzeugnis. Inhaltlich ist dieses dem qualifizierten Arbeitszeugnis ähnlich. Die Anforderung eines Zwischenzeugnisses eignet sich besonders dann, wenn man den Vorgesetzten wechselt oder für sich plant, die Arbeitsstelle zu wechseln. Es ist auch nicht negativ zu beurteilen, wenn man ein Zwischenzeugnis anfordert. Dies sichert Arbeitnehmer und Arbeitgeber über die bisher erbrachten Leistungen ab, indem sie in einem Zwischenzeugnis dokumentiert werden.
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Personalentscheider pflegen bekanntlich den Lücken im Lebenslauf besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Denn so eine Lücke könnte ja immerhin der Keller sein, in dem der gewiefte Bewerber eine Leiche versteckt hält. Darum gibt es auch viele freundliche Empfehlungen, wie Jobsuchende mit Löchern in ihrer Vita so geschickt umgehen können, dass der einstmalige Nachteil zum aussagefähigen Vorteil mutiert. Was in diesem Zusammenhang in jüngster Zeit mehr und mehr in Mode gerät, ist der Hinweis auf ein ausgiebiges ehrenamtliches und/oder soziales Engagement. Wer mit unentgeltlich erbrachter Einsatzfreude die Welt ein kleines bisschen besser gemacht hat, der braucht in aller Regel nicht zu fürchten, mitsamt den blinden Flecken in seinem Lebenslauf in der “Ablage P” zu landen.
Natürlich ist ehrenamtliches Engagement eine noble und wünschenswerte Betätigung. Viele soziale Aufgaben könnten ohne die tatkräftigen Ehrenamtler gar nicht mehr gestemmt werden. Doch muss man sich bei allem, was edel, hilfreich und gut ist, auch fragen dürfen, welcher Personenkreis es sich leisten kann, ein Ehrenamt zu bekleiden. Wer monatelang eine neue Arbeit sucht, hat sicher keinen Bedarf an zusätzlichen anstrengenden Herausforderungen, die außer einem freundlichen “Vergelt’s Gott” nichts in den Geldbeutel spülen. Wer andererseits in der privilegierten persönlichen Situation ist, über viel Freizeit oder viel Geld (oder beides) zu verfügen, der kann sich sehr wohl im Rahmen eines Ehrenamtes höchst nützlich machen und wird dies auch mit viel menschlichem Gewinn realisieren können. Doch brauchen diese glücklichen selbst bestimmten Zeitgenossen ein Alibi für ein paar Monate fehlenden Lebens im persönlichen Kursbuch? Sicher nicht.
Nichts gegen das Ehrenamt als wichtiger Stütze sozialen Miteinanders. Doch wer von einem Menschen im finanziell klammen Jobsuchedauerstress auch noch umfangreiche unentgeltliche Sonderschichten verlangt, der unterstützt eine ganz besonders perfide Form der Ausbeutung.
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Bei einem Vorstellungsgespräch kommt es nicht nur auf die beruflichen Kompetenzen an, sondern vielmehr darauf, wie der Bewerber sich präsentiert. Und da spielt besonders die richtige Körpersprache eine Rolle.
Bevor Sie damit beginnen, den zukünftigen Chef mit Argumenten zu überzeugen, stellen Sie Blickkontakt her, denn das symbolisiert Offenheit, Interesse und Gesprächsbereitschaft. Wer zu Boden sieht, wirkt desinteressiert und introvertiert.
Bei der richtigen Körperhaltung ist es wichtig, dass Sie gerade sitzen. Der Rücken sollte gerade sein und die Füße auf dem Boden stehen. Arme, Beine und Finger sollten nicht verschränkt sein. Vermeiden Sie aggressive Gesten, wie zum Beispiel das Ballen der Faust oder einen ausgestreckten Zeigefinger. Der Abstand zum Gesprächspartner sollte mindestens 80 cm betragen. Unmöglich ist es, sich mit den Armen aufzustützen oder breitbeinig zu sitzen, denn das wirkt plump-vertraulich. Für Frauen gilt es, das unschuldige Mädchen-Schema zu vermeiden. Ein ständig schief gelegter Kopf, das dauernde Drehen der Schulter und ein Dauerlächeln wirken albern.
Die meiste Zeit des Tages verbringen wir normalerweise im Büro oder im Geschäft. Auch unter Kollegen und mit den Vorgesetzen ist die richtige Körpersprache enorm wichtig.
Nehmen wir einmal an, Sie möchten eine Gehaltserhöhung und gehen zu Ihrem Chef. Hier ist es nicht nur wichtig, was Sie sagen, sondern wie Sie es sagen. Bleiben Sie nach dem Anklopfen zunächst in der Tür stehen und betreten Sie den Raum erst nach Aufforderung. Das Büro ist quasi das „Revier“ des Chefs, hier ist er praktisch „zu Hause“. Wenn Sie den Raum betreten, tun Sie das mit hocherhobenem Kopf und gehen Sie mit sicheren, aber nicht zu schnellen Schritten. Auf gar keinen Fall sollten Sie Kopf und Schultern hängenlassen, schlurfen oder schlendern. Ist Ihr Chef deutlich kleiner als Sie, halten Sie lieber einen größeren Abstand, denn nichts macht ein Chef so ungern, als zu seinen Angestellten aufsehen zu müssen.
Wenn Sie, nach Aufforderung, Platz genommen haben, verschränken Sie nicht die Arme. Das wirkt verunsichert und gehemmt. Legen Sie die Hände ruhig und geöffnet in den Schoß. Vermeiden Sie es, sich während des Gesprächs am Kopf zu kratzen, mit der Halskette zu spielen oder sich am Ohrläppchen zu zupfen, dies signalisiert Nervosität. Auch wenn Sie angespannt sind, klammern Sie sich nicht an die Armlehnen Ihres Sessels, denn dann wirken Sie körperlich und mental verkrampft. Wichtig ist es, immer den Augenkontakt zu behalten, aber starren Sie nicht, dies macht Ihr Gegenüber unsicher. Sympathisch ist es, wenn Sie (unbewusst) die Gesten ihres Chefs imitieren.
Dasselbe Verhalten gilt auch unter Kollegen. Auch hier gilt: Zeigen Sie nach Möglichkeit Ihren Respekt gegenüber einem älteren oder erfahrenen Kollegen auch in der Körpersprache. Dazu gehört zum Beispiel auch, eine Tür offen zu halten oder dem Kollegen den Vortritt zu lassen. Bei Besprechungen ist Folgendes zu beachten: Zeigen Sie Selbstbewusstsein, ohne arrogant zu wirken, und lassen Sie ihre Gesprächspartner immer ausreden und fallen Sie keinem ins Wort.
Wenn Sie auf einen Kunden zugehen, dann tun Sie das mit festen Schritten und einem möglichst eleganten Gang. Warten Sie nicht, bis der Kunde auf Sie zukommt, dann wirken Sie passiv und desinteressiert. Ihr Händedruck sollte zwar kräftig sein, denn das vermittelt Energie, aber nicht so fest, dass der andere das Gesicht verzieht.
Lächeln Sie natürlich und freundlich und nicht gezwungen, auch wenn es vielleicht manchmal schwerfällt. Denn wenn der Mund lächelt, sollten es auch die Augen tun.
Wenn Sie mit dem Kunden reden, benutzen Sie nicht beide Hände für dieselbe Geste. Ihre Gesten sollten raumgreifend sein, aber nicht hektisch und wild. Die Hände in den Hosentaschen oder hinter dem Rücken zu halten signalisiert offenes Desinteresse und das spürt auch der Kunde.
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Auch wenn es auf den ersten Blick ungewohnt scheint sich selbst als Produkt zu sehen, so können wir doch einiges von den Marketing-Experten lernen: z.B. wie wichtig die richtige Vorbereitung ist. Wer sich selbst, seine Stärken und Schwächen genau kennt, eine Markt- und Unternehmensanalyse, ein ausgefeiltes Bewerbungskonzept und ein klares Ziel vor Augen hat, der landet auch auf dem Stellenmarkt einen sicheren Treffer.
Klingt kompliziert? Keine Sorge, in den kommenden Wochen werde ich Ihnen Schritt für Schritt die wichtigsten Tipps und Tricks der Profis erklären. Vom durchschlagendem Anschreiben über effektive Körpersprache beim Bewerbungsgespräch bis hin zum optimalen Selbst- und Zeitmanagement sowie dem richtigen Umgang mit Vorgesetzten, Kollegen und Kunden. Sollte Sie ein Thema besonders interessieren, freue ich mich natürlich über Vorschläge und Anregungen. Ich werde versuchen, diese schnellstmöglich zu bearbeiten.
Übrigens wirken sich die Methoden des Selbstmarketings auch im Privatleben sehr positiv aus. So lernt man sich nicht nur selbst besser kennen, sondern erwirbt nebenbei essentielle Fähigkeiten wie Organisation, Konzeptionierung, Effizienzsteigerung, Durchsetzungskraft, geradliniges Auftreten und – last, but not least – ein bejahendes Selbstbild. Eine Auseinandersetzung mit professionellen Verkaufstechniken lohnt sich also in jedem Fall – ob man bereits einen guten Arbeitsplatz hat oder noch auf der Suche ist.
Los geht’s nächste Woche mit der überzeugenden Gestaltung der Bewerbungsmappe. Was formell in Anschreiben und Lebenslauf gehört, können Sie solange hier nachlesen. Ich will aber der Frage nachgehen, wie Bewerbungsunterlagen aussehen, die sofort ins Auge springen und ganz oben im (virtuellen oder analogen) Auswahlstapel landen.
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Mobile Bewerbungsmappe: Bild und Schlagwörter auf dem Auto platzieren
Viele Jobsuchende kennen das Problem: Trotz guter Qualifikation bekommt man einfach keinen Job! Da ist Kreativität und Selbstvermarktung gefragt. Mit gutem Vorbild geht ein junger Betriebswirt aus dem Raum Hannover voran. Dieser hat kurzerhand sein Auto zur mobilen Bewerbungsmappe umfunktioniert.
Bewerbungstipps gibt es in Hülle und Fülle. Doch es ist kein Wunder, dass viele Arbeitssuchende irgendwann verzweifeln, wenn auch nach 60 Bewerbungen kein Job in Aussicht ist. Um aber endlich wieder in Lohn und Brot zu stehen, hilft es vielleicht neue Wege einzuschlagen und vielleicht ungewöhnliche Maßnahmen zu ergreifen. Dies betrifft vor allem die Selbstvermarktung.
Das dachte sich auch Lars A. aus Hannover, der trotz zahlreicher Bewerbungen immer noch keinen neuen Job gefunden hat. Doch den Kopf in den Sand zu stecken, kommt für ihn nicht in Frage. Also hat er kurzerhand seinen Auto zur mobilen Bewerbungsmappe umgestaltet. Auf den Türen platzierte er ein großes Portraitbild und versehrte das Auto mit Schlagwörtern und zusätzlichen Informationen über sich. In großen Lettern ist u.a. Folgendes zu lesen: Betriebswirt IHK, Bankkaufmann, belastbar, flexibel, offen, dynamisch, teamfähig, Organisationstalent usw.
Mit dieser Maßnahme wird Lars A. garantiert die von ihm erwünschte Aufmerksamkeit erzielen und sicherlich den einen oder anderen Interessenten an seiner Person finden. Diese können sich für weitere Informationen auf seiner Website umschauen, die er natürlich auf dem Wagen lanciert hat. Dort findet man ein Anschreiben, Kurzprofil, Lebenslauf und Kontaktdaten.
Die Idee ist auf jeden Fall clever und animiert zum Nachahmen. Doch wer es Lars A., der für seine besondere Bewerbung sogar einen Sponsor gefunden hat, gleichmachen will, braucht also Folgendes:
Eine private Bewerbungs-Homepage mit allen wichtigen Informationen, die einen potentiellen Arbeitgeber interessieren dürften und natürlich ein Auto, um diese dann zu promoten. Damit sollte man ordentlich Präsenz auf viel befahrenen und gut besuchten Straßen zeigen.
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Mit Life/Work-Planning zum Traumberuf
Wer sich längere Zeit auf Jobsuche befindet, immer wieder auf Stellenangebote bewirbt und doch nur Absagen erhält, empfindet sich selbst schnell als Bittsteller denn als kompetente Arbeitskraft. Dabei ist gerade das Bewusstsein über die eigenen Fähigkeiten ein grundlegender Schritt zum beruflichen Erfolg.
Dies hat der Arbeitsforscher und evangelische Pastor Richard Nelson Bolles bereits in den 70er Jahren erkannt und daraufhin eine Methodik entwickelt, welche die Chancen von Jobsuchenden auf dem Arbeitsmarkt erheblich verbessern soll: Das Life/Work-Planning, kurz L/WP.
L/WP-Seminare werden heute von unzähligen Weiterbildungsstätten, Hochschulen und Beratungsstellen in Europa und den USA angeboten. Zudem wurden die Grundideen des L/WP in viele weitere Methoden des Selbstmarketings und –coachings aufgenommen.
So steht bei dieser Verfahrensweise nicht etwa der Arbeitsmarkt oder der potentielle Arbeitgeber im Mittelpunkt, sondern der Arbeitssuchende selbst. Im L/WP wird davon ausgegangen, dass
Ausgehend von diesen Thesen werden während des L/WP die entscheidenden Fragen nach dem „Was?“ „Wo?“ und „Wie?“ geklärt:
Soll die Frage nach den eigenen Kompetenzen klären. Allerdings nicht im Sinne von Qualifikationen oder beruflicher Erfahrung, sondern in Form von Neigungen und Talenten. Stellen Sie sich die Frage: „Was mache ich immer wieder gerne?“ statt „Was kann ich besser als andere?“
möchten Sie arbeiten? In welchem Umfeld? Welcher Branche? Mit welchen Kollegen? Durch die Beantwortung und Analyse dieser Fragen wird ein spezifisches Zielprofil erstellt, das der weiteren Analyse des Arbeitsmarktes dient.
Ist der letzte Schritt zum Traumjob. Wie komme ich nun, da ich meine Fähigkeiten, Interessen und Ziele kenne, an einen Job, der meinem Profil entspricht? Mit einem ausgearbeiteten, klaren Profil fällt professionelles Selbstmarketing deutlich leichter. Eine Initiativbewerbung auf eine Stelle, die Ihnen passgenau entspricht, ist erfolgsversprechend, denn auch ein Unternehmen wird erkennen: Sie sind genau der richtige für diesen Job.
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Carpe Diem - Wie Sie die Zeit während der Jobsuche optimal nutzen
Durchschnittlich werden gerade einmal drei bis fünf Prozent aller Jobaspiranten zu einem persönlichen Bewerbungsgespräch eingeladen – und nur einer kann die Stelle antreten.
Es ist also völlig normal, über einen längeren Zeitraum auf Stellensuche zu sein. Lassen Sie sich von Absagen nicht entmutigen, sondern nutzen Sie die Zeit, um Ihre Bewerbungsunterlagen und Fähigkeiten zu optimieren.
Überprüfen Sie Ihr Bewerbungsschreiben. Der häufigste Fehler sind standardisierte Anschreiben, die nur unzureichend auf das betreffende Unternehmen eingehen. Greifen Sie in Ihrem Bewerbungsschreiben möglichst viele Aspekte der Stellenausschreibung auf und heben Sie gesuchte Qualifikationen und Fähigkeiten explizit hervor. Durch eine intensive Recherche auf der Homepage des Unternehmens erhalten Sie wichtige Zusatzinformationen, die Ihnen helfen können, Ihr Anschreiben noch besser auf das Unternehmen abzustimmen. Damit stellen Sie gleich zwei Schlüsselqualifikationen unter Beweis: Ihr Engagement sowie Ihre analytischen Fähigkeiten.
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie Probleme mit der Situation des Bewerbungsgesprächs haben, können Sie einen Freund bitten, diese mit Ihnen zu üben. 90 Prozent der Fragen während eines Bewerbungsgesprächs sind Standardfragen wie „Warum glauben Sie, der optimale Kandidat für diese Stelle zu sein?“ oder „Was sind Ihre Schwächen?“. Mit etwas Routine bringen Sie auch Fangfragen wie „Arbeiten Sie lieber allein oder im Team?“ nicht mehr aus der Ruhe und Sie lernen, konsequenter aufzutreten. Auch ein Coach oder ein Bewerbungsworkshop leisten hier gute Dienste.
Nutzen Sie die Zeit während der Jobsuche, um sich Zusatzqualifikationen anzueignen. Weiterbildung muss nicht teuer sein: Im Internet finden Sie beispielsweise zahllose kostenlose Tutorials für Softwareprogramme und auch Ihre Fremdsprachenkenntnisse können Sie mittels günstiger Selbstlernkurse auffrischen. Durchforsten Sie einmal die für Sie relevanten Stellenanzeigen nach Zusatzqualifikationen. Hier finden Sie wichtige Hinweise, in welchen Bereichen Sie sich weiterbilden könnten, um Ihrem Traumjob ein Stück näher zu kommen.
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Visitenkarte – wichtig für die Jobsuche
Ein jeder hat Visitenkarten. Warum also nicht auch Jobsuchende. Damit soll aber nicht in erster Linie die Bewerbungsmappe aufgefüllt werden. Vielmehr sollte man sie beispielsweise beim Besuch einer Jobmesse immer griffbereit haben. Doch wie sieht die richtige Visitenkarte für Bewerber aus?
Jobmessen sind vor allem für Studenten die kurz vor ihrem Abschluss stehen, der ideale Ort, um sich als Arbeitskraft anzubieten. Da darf eine Bewerbungsmappe natürlich nicht fehlen, wobei diese auf solchen Events ohne Deckblatt und Motivationsschreiben zu gestalten ist. Schließlich bekommen die Unternehmensvertreter bei solchen Gelegenheiten bergeweise Bewerbungen. Da sollte man sie nicht noch zusätzlich „zu müllen“.
Nicht weniger wichtig ist die eigene hochwertige Visitenkarte, mit der man wunderbar Selbst-Marketing betreiben kann. Hierfür sollte man auch durchaus etwas Geld investieren. Schließlich ist die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt groß und jeder versucht mit allen Mitteln seinen Traumjob zu bekommen.
Natürlich sieht die Visitenkarte eines Studenten der auf Arbeitsuche ist anders aus, wie diejenigen derer, die bereits im Job sind und eine entsprechende Position auf der Karte platzieren können.
Wer sich eine Art Bewerbungs-Visitenkarte anfertigen lassen will, sollte dickes Papier und Prägedruck verwenden. Auch das Gesicht gehört unbedingt darauf, damit man sich beim potentiellen Arbeitgeber schneller wieder ins Gedächtnis rufen kann, wenn dieser die Karte ein paar Tage später zwischen den Fingern hält. Neben dem Gesicht gehören die Kontaktdaten sowie die eigene Studienrichtung.
Um mit Kreativität zu glänzen, kann man auch seinen eigenen kleinen Werbespruch auf der Visitenkarte platzieren. Beispiel gefällig? Wie wäre es denn mit: „Fachkräftemängel? Nicht mit mir!“ Das ist kurz und bündig und vermittelt durchaus Selbstbewusstsein.
Abgerundet wird die Visitenkarte für Jobsuchende durch drei persönliche Hauptargumente, die einen für den Job prädestinieren. Das kann eine besondere Sprache, der Auslandsaufenthalt oder die Teamerfahrung sein. Dadurch wird der Lebenslauf in einer einzigartigen und ganz individuellen Form komprimiert und auf die wichtigsten Punkte beschränkt.
Aber nicht nur auf Jobmessen sind die eigenen Visitenkarten immer bei sich zu führen. Schließlich kann man überall, sei es in einem Restaurant oder der Disko, dem Flugzeug oder der Bahn, zufällig mit jemandem ins Gespräch kommen, der gerade einen entsprechenden Job zu vergeben. Mit einer ordentlichen Visitenkarte hat man doch gleich gute Karten.
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Mit anonymen Lebensläufen gegen Diskriminierung?
Bei der Auswahl eines geeigneten Bewerbers spielen nicht nur berufliche oder schulische Qualifikationen eine wichtige Rolle. So machen viele Personaler häufig ihre Entscheidung vom Geschlecht, Alter oder Herkunft des Bewerbers abhängig. Riecht nicht unbedingt nach Objektivität. In Frankreich will man daher dieser Form der Diskriminierung mit anonymen Lebensläufen entgegentreten. Guter Ansatz, doch nicht wirklich viel versprechend.
Bis einschließlich April 2011 läuft in einigen Regionen Frankreichs das Pilotprojekt „anonyme Lebensläufe“. So sollen die Personaler mehr oder weniger gezwungen sein, Bewerber nicht nach Alter, Aussehen oder Geschlecht auszusortieren.
Entsprechend dürfen die Bewerber folgenden Daten im Lebenslauf weglassen:
Klingt auf den ersten Blick durchaus interessant. Scheinbar bekommt nun der Ende fünfzigjährige oder die alleinerziehende Mutter von drei Kindern endlich eine gerechte Chance, einen neuen Job zu bekommen. Aber ehrlich gesagt nur auf den ersten Blick.
Denn gewiefte Personaler können immer noch aus den verbleibenden Daten im Lebenslauf vermeidlich „diskriminierungssensitive“ Angaben finden. Denn Angaben zum Schul- und gegebenenfalls Studienabschluss, bisherige Arbeitsverhältnisse, Auslandsaufenthalte oder Sprach- und Computerkenntnisse müssen / sollten nach wie vor im Lebenslauf berücksichtigt werden. Für die Personaler ist es ein Leichtes, quasi zwischen den Zeilen weitere Rückschlüsse über den Bewerber zu gewinnen.
Das Alter kann man ganz einfach über den Schul- bzw. Hochschulabschluss erahnen. Und wer fließend exotische Sprachen spricht, gibt automatisch Aufschluss über seine Herkunft.
Zudem stellt sich die Frage, wie ein Unternehmen einen Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch einladen will, wenn dieser nicht mal seinen Namen geschweige denn Telefonnummer im Lebenslauf hinterlassen muss. Und nicht längst jeder Franzose hat ein mobiles Telefon.
Letztendlich kann man sagen, dass anonyme Lebensläufe großer Quatsch sind. Denn irgendwann werden sich Bewerber und Personaler gegenüberstehen, wenn es beispielsweise zum Vorstellungsgespräch kommt. Spätestens dann ist man den Diskriminierungen ausgesetzt. Da wäre es zeitsparsamer, wenn man von vornherein abgelehnt wird.
© Jobsuche info 2011