Dankschreiben nach Vorstellungsgespräch erhöht Jobchancen

Dankschreiben nach Vorstellungsgespräch erhöht Jobchancen

Um die Chance auf einen Job zu erhöhen, kann ein Dankschreiben im Anschluss eines Vorstellungsgespräches den kleinen aber feinen Unterschied ausmachen. Was dabei zu beachten ist und was ein Dankschreiben beinhalten sollte, ist im folgenden Artikel zu lesen.

Es ist zugegebenermaßen hierzulande etwas ungewöhnlich, sich nach einem Vorstellungsgespräch beim Personaler schriftlich zu bedanken. Aber gerade deshalb sollte man die Chance beim Schopfe packen, um sich stärker von der Masse der anderen Bewerber abzusetzen. Ob man für ein Dankschreiben eine E-Mail oder einen Brief schreibt, bleibt jedem selbst überlassen. Doch vorzugsweise wird der elektronische Weg via Internet bevorzugt. Vor allem, wenn man nicht mit einer schönen Handschrift gesegnet wurde.

Inhalte eines Dankschreibens

Das Dankschreiben nach dem Bewerbungsgespräch liefert viele Vorteile. Dabei kann man sich nicht nur für die Zeit und das gute, sympathische Gespräch bedanken, sondern zugleich auch Schiefgelaufenes gerade rücken.

Ansonsten beschränkt sich ein Dankschreiben, welches nicht länger als eine halbe bis maximal dreiviertel Seite sein sollte, auf höchstens zwei Punkte, die im Vorstellungsgespräch positiv aufgefallen sind. Dabei ist es natürlich auch erlaubt, auf konkrete Verhaltensweisen in der Gesprächsführung oder im Führungsverhalten einzugehen.

Zudem bietet das Dankschreiben die Chance, offen gebliebene Fragen zu beantworten. Und obendrein kann man seine herausragenden und besonderen Fähigkeiten, die der künftige Job verlangt, schlüssig darstellen. Vielleicht anhand von Beispielen, die beim Vorstellungsgespräch besprochen wurden. Langes rumschwafeln ist aber nicht angebracht, besser alles kurz und knapp auf den Punkt bringen

Abschließend das Schreiben freundlich beenden, mit dem Verweis, sich auf eine baldige Antwort zu freuen.

Genau wie das Anschreiben, ist das Dankschreiben individuell zu gestalten und sollte kein Standardschreiben sein.

Abschließend noch ein kleiner Tipp für den Betreff: Dort unbedingt rein schreiben, um welches Gespräch es sich gehandelt und wann es stattgefunden hat. Beispiel: „Vorstellungsgespräch zur Mitarbeit in der Redaktion am 23. März 2012.“ Dem Personaler greift man somit unter die Arme.


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Wenn die heiß ersehnte Einladung zum Bewerbungsgespräch im Briefkasten liegt, dann geht der Hürdenlauf in Richtung neuer Job in die letzte Runde. Doch in dieser Runde sind weder Kraftreserven noch Sprintstärke gefragt, sondern jede Menge schauspielerisches Talent. Denn auf dem heißen Stuhl haben gewieft gebriefte Felix Krulls die Nase ganz weit vorn.

Das fängt schon mit dem selbstsicher entspannt federnden Gang an, mit dem der souverän lächelnde Jobaspirant den Raum betritt, nachdem er sich vorher wochenlang mit dem Lebenswerk von Samy Molcho abgeplagt hatte. Gegen die begreifliche Anspannung und Nervosität in der Situation sind zahlreiche verschreibungsfreie Kräuter gewachsen, die der Bewerber genauso rechtzeitig “verinnerlicht” hat wie die Essenzen zahlreicher Bewerbungstrainerstunden. Noch ein wenig NLP und vielleicht noch ein paar prophylaktische probatorische Sitzungen beim Psychotherapeuten mit der Verdachtsdiagnose F40.1 nach ICD-10-GM Version 2009, und das, was sich da gerade so selbstbewusst um den neuen Job bemüht, hat mit dem Menschen hinter der Bewerbermaske nicht mehr allzu viel zu tun. Da sitzt dann vielleicht jemand, der bis vor wenigen Wochen noch gar nicht wusste, dass es das Unternehmen XY überhaupt gibt. Und der sagt dann mit der Coolness eines perfekt geschminkten Eisblocks solche profunden Worte wie “Ich habe mich mit einem Bekannten unterhalten, der auch als Produktentwickler in der Automationstechnik arbeitet. Er hält es aus seiner Erfahrung heraus für besonders wichtig, sämtliche Entwicklungsschritte im Projektfortschritt exakt zu dokumentieren. Sehen Sie das genau so? Und welche Dokumentationssysteme und Projektstrukturen haben Sie hier im Unternehmen?”

Der solcherart schwanzumwedelte Personalentscheider müsste ganz schön neben der Spur sein, um nicht zu wissen, dass hier jemand gerade die beste Rolle seines Lebens spielt. Doch er genießt und schweigt und hält es im Stillen mit Zarah Leander: Wenn ich auch fühle, es muss ja Lüge sein, ich lüge auch und bin Dein. Was für eine Tragikomödie. Und was für eine demütigende Darbietung der Schauspielkunst.

Ob ich noch den Tag erleben darf, an dem man auch im Bewerbungsgespräch so bleiben darf, wie man ist?


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Carpe Diem - Wie Sie die Zeit während der Jobsuche optimal nutzen

Carpe Diem - Wie Sie die Zeit während der Jobsuche optimal nutzen

Durchschnittlich werden gerade einmal drei bis fünf Prozent aller Jobaspiranten zu einem persönlichen Bewerbungsgespräch eingeladen – und nur einer kann die Stelle antreten.
Es ist also völlig normal, über einen längeren Zeitraum auf Stellensuche zu sein. Lassen Sie sich von Absagen nicht entmutigen, sondern nutzen Sie die Zeit, um Ihre Bewerbungsunterlagen und Fähigkeiten zu optimieren.

Bewerbungsunterlagen

Überprüfen Sie Ihr Bewerbungsschreiben. Der häufigste Fehler sind standardisierte Anschreiben, die nur unzureichend auf das betreffende Unternehmen eingehen. Greifen Sie in Ihrem Bewerbungsschreiben möglichst viele Aspekte der Stellenausschreibung auf und heben Sie gesuchte Qualifikationen und Fähigkeiten explizit hervor. Durch eine intensive Recherche auf der Homepage des Unternehmens erhalten Sie wichtige Zusatzinformationen, die Ihnen helfen können, Ihr Anschreiben noch besser auf das Unternehmen abzustimmen. Damit stellen Sie gleich zwei Schlüsselqualifikationen unter Beweis: Ihr Engagement sowie Ihre analytischen Fähigkeiten.

Übung macht den Meister

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie Probleme mit der Situation des Bewerbungsgesprächs haben, können Sie einen Freund bitten, diese mit Ihnen zu üben. 90 Prozent der Fragen während eines Bewerbungsgesprächs sind Standardfragen wie „Warum glauben Sie, der optimale Kandidat für diese Stelle zu sein?“ oder „Was sind Ihre Schwächen?“. Mit etwas Routine bringen Sie auch Fangfragen wie „Arbeiten Sie lieber allein oder im Team?“ nicht mehr aus der Ruhe und Sie lernen, konsequenter aufzutreten. Auch ein Coach oder ein Bewerbungsworkshop leisten hier gute Dienste.

Bilden Sie sich weiter!

Nutzen Sie die Zeit während der Jobsuche, um sich Zusatzqualifikationen anzueignen. Weiterbildung muss nicht teuer sein: Im Internet finden Sie beispielsweise zahllose kostenlose Tutorials für Softwareprogramme und auch Ihre Fremdsprachenkenntnisse können Sie mittels günstiger Selbstlernkurse auffrischen. Durchforsten Sie einmal die für Sie relevanten Stellenanzeigen nach Zusatzqualifikationen. Hier finden Sie wichtige Hinweise, in welchen Bereichen Sie sich weiterbilden könnten, um Ihrem Traumjob ein Stück näher zu kommen.


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Erste Hilfe für Nervöse

Erste Hilfe für Nervöse

Wer sich viel in Job- und Karriere-Foren herumtreibt, kann leicht den Eindruck gewinnen, Stellenbewerber beständen nur noch aus neurolinguistisch umprogrammierten, rhetorisch perfektionierten und psychologisch optimierten Supermännern und –frauen. Angesichts solch Übermacht an Effizienz ist es durchaus verständlich, vor dem Bewerbungsgespräch ins Schwitzen zu geraten – nur leider sind kalter Schweiß, Blackouts, ein trockener Mund und fahrige Missgeschicke keine guten Vorraussetzungen für die Prüfung durch Personalverantwortliche. Hier ein paar Tipps, mit denen Sie die typischen Nervositätssymptome austricksen können:

Blackouts

Da haben Sie sich so gut auf die Fragen vorbereitet und während des Gesprächs ist plötzlich alles weg. Jetzt bloß nicht in Panik geraten! Sie dürfen sich Ihre Unsicherheit ruhig anmerken lassen und sagen, dass Sie sich kurz sammeln müssen. Auch das Wiederholen der Frage hilft, den Gedankenstrom wieder in Gang zu setzen. Fangen Sie, um wieder in Fluss zu kommen, notfalls an einem beliebigen Punkt mit Ihrer Rede an – das Blackout löst sich dann von alleine.

Schweißausbrüche und trockener Mund

Kalter Schweiß ist eine normale körperliche Reaktion auf Stress-Situationen– gerade bei jungen Männern. Mit Atemübungen können Sie Ihr allgemeines Stress-Level reduzieren. Atmen Sie so tief ein, wie Sie können und halten den Atem für einige Sekunden. Anschließend langsam wieder ausatmen. Wiederholen Sie den Vorgang bis Sie das Gefühl haben, ruhig und entspannt zu sein. Zur Not kann Ihnen Ihr Hausarzt auch Tabletten verschreiben, die das Schwitzen für einige Stunden vermindern – allerdings mit der Nebenwirkung, dass auch Ihr Mund austrocknet. Hier hilft es, den Unterkiefer zu entspannen. Stellen Sie sich vor, Sie müssten eine heiße Kartoffel im Mund hin und her schieben, das lockert die Kiefermuskulatur. Auch ein Biss auf die Zungenspitze fördert die Speichelbildung.

Missgeschicke

Wer nervös ist, reagiert leicht fahrig. Umgeschmissene Wassergläser und Ordner sind bei Bewerbungsgesprächen keine Seltenheit. Sollte Ihnen ein solches Missgeschick widerfahren, reagieren Sie nicht hektisch und übereilt. Entschuldigen Sie sich und fragen nach einem Lappen oder sammeln Sie die Unterlagen entspannt wieder auf – ohne Sie panisch zu knicken. Auch ein selbstironischer Spruch wie „Jetzt komme ich endlich dazu, meine Unterlagen zu sortieren.“ lockern die Atmosphäre und belegen Ihren Humor.

Allgemein sollten Sie immer daran denken, dass es im Karriere-Kosmos nicht vor Superbewerbern wimmelt. Nervosität ist nach wie vor eher die Regel als die Ausnahme. Sie sind also keineswegs allein und körperliche Symptome wie die oben genannten zeugen nur von Ihrer Menschlichkeit – was durchaus sympathisch wirken kann.


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Vor allem Langzeitarbeitslose und ältere Menschen gelten als beruflich schwer vermittelbar. Da ist es wenig verwunderlich, dass die Betroffenen nach der x-ten erfolglosen Bewerbung den Kopf in den Sand stecken. Ein Ausweg könnte jedoch das Job-Speed-Dating bieten. Ein durchaus interessanter Ansatz der Arbeitsvermittlung, um endlich wieder in Lohn und Brot zu stehen.

Job-Speed-Dating

Job-Speed-Dating

Doch was hat man sich genau unter Job-Speed-Dating vorzustellen? Im Grunde ist es dem klassischen Speed-Dating sehr ähnlich. Mehrere Arbeitslose oder Personen die auf der Suche nach einem neuen Job sind, kommen beispielsweise im Rathaus zusammen. Auf der anderen Seite stehen zahlreiche Unternehmen. Angefangen von kleinen Familienunternehmen bis hin zur Deutschen Bahn, Siemens oder McDonalds.

Die Bewerber, ausgestattet mit ihren Bewerbungsunterlagen, haben nun in einem zeitlich abgesteckten Rahmen Zeit, dem potentiellen Arbeitgeber gegenüber von seiner eigenen Person zu überzeugen. In der Regel dauert das Zeitfenster sechs bis zehn Minuten an, bevor ein akustisches Signal die Bewerber-Karawanen zum nächsten Jobanbieter weiterziehen lässt.

Zweites Gespräch kann folgen

Natürlich werden in der kürze der Zeit keine Arbeitsverträge geschlossen. Doch die Jobsuchende haben die Chance, in wenigen Stunden viele kurze Bewerbungsgespräche zu führen und das ein oder andere Unternehmen von sich zu überzeugen. Ist das der Fall, wird ein zweites intensiveres Vorstellungsgespräch vereinbart. Hier drängt sich auch die Frage auf, mit wie vielen Bewerbungsmappen ein arbeitssuchender Speed-Dater zu diesen Veranstaltungen aufschlagen muss. Das können schon mal locker ein gutes Dutzend sein.

Dienstleistung statt Manager

Erste Versuche wurden letztes Jahr in Manchester und dieses Jahr in München durchaus erfolgreich gestartet. Bis zu 1.000 Arbeitssuchende und um die 50 Unternehmen hatten sich pro Termin eingetroffen.
Bei den ausgeschriebenen Stellen handelt es sich natürlich nicht um hoch dotierte Managerposten oder ähnliches. Hier werden eher Jobs aus dem Verkauf oder Dienstleistungssektor für Möbelhäuser, Supermarktketten oder Altenheime, um ein paar Beispiele zu nennen, angeboten. Dazu finden sich aber auch ein paar Angebote für Nachwuchsführungskräfte ein.

Bewegung auf dem Arbeitsmarkt

Ich finde die Idee des Job-Speed-Dating auf jeden Fall sehr gut. Das persönliche Gespräch öffnet den Arbeitssuchenden schneller die Tür ins Berufsleben, als in vielen Fällen die schriftliche Bewerbung. Und die Veranstalter sowie Unternehmer und Arbeitslosen konnten ebenfalls nur Positives berichten. Es scheint so, als ob mit dem Job-Speed-Dating im wahrsten Sinne des Wortes etwas Bewebung auf den Arbeitsmarkt kommt.


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Bewerbungsgespräch: Telfonisch nachhaken

Bewerbungsgespräch: Telfonisch nachhaken


Warten ist ätzend! Das gilt auch für die Zeit nach einem Bewerbungsgespräch. Wenn man wochenlang von dem Unternehmen nichts gehört hat, sollte man Eigeninitiative beweisen und unbedingt nachhaken. Doch auch hier sollte man sich bestens vorbereiten.

Hat man erst das Vorstellungsgespräch mit Bravour gemeistert, kann man sich zumindest über einen Teilerfolg freuen. Doch oft lassen Personaler eine gefühlte Ewigkeit vergehen, bis man was von der Entscheidung zu hören bekommt. Um gegen diese zermürbende Zeitspanne anzukämpfen, empfiehlt es sich mittels eines Anrufs nachzufragen.

Das verschafft in erster Linie Klarheit, ob ich mir weitere Hoffnung auf den Job machen kann oder ein anderer Bewerber den Jackpot geknackt hat. Zudem bringt das Nachhaken auch einige Vorteile. Ist die Entscheidung nämlich noch nicht gefallen, erlangt man durch das telefonische Nachfragen zusätzliche Aufmerksamkeit. Wenn man dann noch höflich und nett ist, kann das durchaus der entscheidende Zusatzpunkt für sie als Bewerber sein.

Wann anrufen?

Dabei stellt sich natürlich auch die Frage, wann soll ich anrufen? Ein Tanz auf Messers Schneide. Ruft man zu früh an, wirkt man ungeduldig, ruft man zu spät an, wirkt man nachlässig. Daher sollte man unbedingt am Ende des Bewerbungsgesprächs einen ungefähren Zeitraum erfragen, wann mit der Entscheidung für die Jobvergabe zu rechnen ist. Ist die angepriesene „Deadline“ eine Woche überfällig, ist die Zeit für eine telefonische Nachfrage gegeben.

Gute Vorbereitung

Dieses durchaus wichtige Telefonat sollte aber nicht zwischen Tür und Angel oder während der Autofahrt oder sonst wo stattfinden. Wer seinen potentiellen neuen Arbeitgeber anruft, muss sich auch beim scheinbar simplen Anliegen vorbereiten und für ein ruhiges Umfeld sorgen. Die Bewerbungsunterlagen sind griffbereit und ein Zettel mit eventuellen Zusatzfragen liegt ebenfalls bereit. Schließlich kann der kurze Informationsplausch schnell zum Bewerbungsgespräch mutieren.

Eine Selbstverständlichkeit beim telefonischen Nachfragen sollte sein, dass man sich höflich und nett vorstellt – auch wenn der Ansprechpartner an der Strippe ist, mit dem das Bewerbungsgespräch geführt hat. Denn es ist wohl davon auszugehen, dass der Personaler mit mehreren Kandidaten gesprochen hat.

Positiv und zurückhaltend

Die Frage nach dem aktuellen Stand der Dinge darf auf keinen Fall fordernd, vorwurfsvoll oder negativ klingen. Sätze wie „Die Stelle wurde doch bestimmt schon vergeben“ oder „Ich hätte von Ihnen gehört, wenn ich in der engeren Auswahl stehe“ gleich aus dem Kopf streichen. Ist die Entscheidung noch nicht gefallen, sollten sie die Gunst der Stunde nutzen und nach dem weiteren Verlauf fragen.

Wer sich hinsichtlich seines Verhaltens am Telefon unsicher ist, sollte das Gespräch mit Freunden durchgehen und üben.


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Gerade ein paar Jahre ist es her, als ich voller Elan meine Ausbildung abgeschlossen habe und mich nach einer neuen Stelle umsah. Ich wusste eigentlich nur, dass ich von meinem Ausbildungsbetrieb weg wollte und schließlich standen mir ja alle Möglichkeiten offen.

Peinliches Vorstellungsgespräch auf Englisch

Peinliches Vorstellungsgespräch auf Englisch

Eine wichtige Erkenntnis

Zunächst musste ich eine wichtige Lektion für’s Leben lernen: Es war leider nicht so, dass die ganze Welt nur auf mich gewartet hatte. Genau genommen interessierte sich niemand für eine frisch ausgelernte Informatikkauffrau, die zwar mit einem 1er-Zeugnisschnitt aufwarten konnte, aber dafür keine Berufserfahrung hatte.

Erstes Erfolgserlebnis

Kommt Zeit, kommt Rat – und früher oder später kam auch die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch bei einem Personaldienstleister. Ich war sehr nervös, denn eigentlich war das mein erstes richtiges Vorstellungsgespräch. Ich zog mir also extra busy einen Nadelstreifenanzug an und machte mich super aufgeregt auf den Weg nach München.

Das Vorstellungsgespräch bezog sich allgemein auf Stellen im Bürobereich. Die Dame, die mich empfing, begrüßte mich herzlich und ich fühlte mich spontan wohl. Ich wusste aber irgendwie auch instinktiv sofort, dass sie mich auf Herz und Nieren prüfen würde. Sie stieg relativ seicht ein und befragte mich erst einmal zu meiner schulischen Ausbildung und ging dann zur Berufsausbildung über.

Der richtige Hammer kam dann aber erst: Sie sprach mich auf meine Sprachkenntnisse an, die ich im Lebenslauf angegeben hatte. Ich hatte angegeben, dass ich Englisch in Wort und Schrift sehr gut und Französisch gut beherrschen würde. Schließlich war ich ja in der Realschule ganz gut in beiden Fächern. Allerdings war meine Gesprächspartnerin wohl auf ein anderes Niveau eingestellt. Denn nachdem ich ihr meine Angaben im Lebenslauf bestätigt hatte, wechselte sie plötzlich von Deutsch auf Englisch. Sie bat mich auf Englisch, ihr meine wichtigsten Charakterzüge zu beschreiben. Vor lauter Nervosität brachte ich kein einziges Wort heraus – die Dame hatte mich dabei auf dem vollkommen falschen Fuß erwischt. Nach einigem Gestammel brach sie diesen Versuch dann aber schnell ab.

Was lernen wir daraus?

Ich habe in diesem Vorstellungsgespräch zwei wichtige Lektionen gelernt. Zum einen bin ich mir heute dessen bewusst, dass man Fähigkeiten immer mit zweierlei Maß messen kann. Nur weil man selbst der Meinung ist, dass man etwas gut kann, heißt das noch lange nicht, dass das auch die anderen Menschen so empfinden.

Tipp: Wenn Sie sicher gehen möchten, dass Ihnen das nicht passiert, befragen Sie am besten vor dem Vorstellungsgespräch Personen, die Ihre Fähigkeiten einschätzen können. Diese können Ihnen sagen, wie Ihre Fähigkeiten objektiv eingestuft werden können. So können Sie im Lebenslauf von vornherein ein realistisches Leistungsniveau angeben, das Sie hinterher auch unter Beweis stellen können.

Die zweite Lektion war, dass bei Bewerbungen Ehrlichkeit gefragt war. Denn unabhängig davon, ob ich nun mit Absicht sehr gute Englischkenntnisse angegeben hatte, obwohl ich diese nicht hatte, oder ob es sich lediglich um einen Maßstabsfehler handelte – der Gesprächspartner wird in den meisten Fällen grundsätzlich von ersterem ausgehen.

Tipp: Bleiben Sie im Lebenslauf immer ehrlich! Auch wenn Ihre Angaben noch so besonders erscheinen mögen – machen Sie sich darauf gefasst, dass Ihr Gegenüber Sie dazu befragen wird. Und vielleicht treffen Sie zufällig auf jemanden, der Ihr (erfundenes) Hobby mit Ihnen teilt. Um dieser Erklärungsnöte zu vermeiden, sollten Sie immer bei der Wahrheit bleiben.



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Körpersprache: Falsche Gestik im Bewerbungsgespräch vermeiden

Körpersprache: Falsche Gestik im Bewerbungsgespräch vermeiden

Ein Vorstellungsgespräch beschränkt sich nicht nur auf das Gesprochene. Denn auch die Gestik mit der ein Bewerber auf dem heißen Stuhl sitzt und dem Personaler Rede und Antwort steht, spielt eine wichtige Rolle. Und natürlich gibt es auch im nonverbalen Verhalten viele Fettnäpfchen, die nur darauf warten, dass wir in sie reintreten. Mit folgenden Tipps kann das nicht mehr passieren.So ein Bewerbungsgespräch ist schon eine absolute Stresssituation. Für den Bewerber steht viel auf dem Spiel. Umso verständlicher, dass viele Jobsuchende während des Gespräches ihre Gestik vollkommen außer Acht lassen. Doch wer seine Chancen auf den Job erhöhen will, sollte unbedingt auf die eigene Körpersprache achten.

Falsche Gestik im Vorstellungsgespräch
  • Hände

Während des Bewerbungsgespräches muss man unbedingt auf seine Hände achten. An ihnen rumzuspielen unterstreicht die Nervosität. Zudem sollte man die Hände nicht mit dem Handrücken nach oben auf dem Tisch legen. Das wirkt schüchtern und signalisiert Verschlossenheit. Wer seine Hände im Vorstellungsgespräch richtig einsetzen will, sollte darauf achten, dass die Handflächen nach oben zeigen und man mit ihnen durch langsame Gesten seine eigenen Aussagen unterstützt.

  • Finger

Mit erhobenem Zeigefinger zu argumentieren ist ein klassischer Kardinalfehler. Mit dieser Drohgebärde erweckt man höchstens einen aggressiven, belehrenden und altklugen Eindruck. Für die Aussichten auf einen neuen Job alles andere als förderlich. Da der Zeigefinger generell als Drohfinger eingesetzt wird, ist dessen Einsatz im Gespräch tabu. Das trifft aber auch auf das Rumspielen der Finger an einem Ring oder vergleichbarem zu. Dadurch wird die Nervosität und Unsicherheit untermauert und allgemein deutet das auf eine Lüge.

  • Arme

Wohin bloß mit den Extremitäten während des Vorstellungsgespräches? Auf gar keinen Fall vor der Brust verschränken. Diese Körpersprache vermittelt eine Abwehrverhalten, Unsicherheit und Angst. Das Gegenstück hierzu wären heftige Armbewegungen. Diese signalisieren hingegen Oberflächlichkeit, Unsicherheit und sogar Aggressivität.

  • Beine

Unbedingt auf eine offene Sitzhaltung achten. Die Beine dafür am besten parallel und Richtung Personaler stellen. Diese Gestik steht für Gesprächsbereitschaft. Dagegen sollte man auf verschränkte Beine (deutet auf Reserviertheit hin) gänzlich verzichten. Ist dabei das obere Bein dem Gesprächspartner abgewandt, hat man eine wunderschöne Blockade aufgebaut – diese hat im Vorstellungsgespräch aber nichts verloren.

  • Kopf

Auch den Kopf können wir als praktisches Gestikmittel einsetzen. So kann man beispielsweise durch leichtes Kopfnicken dem Personaler zustimmen.
Der Jobsuchende sollte jetzt aber nicht den Fehler machen und seine volle Konzentration auf die Körpersprache während des Vorstellungsgesprächs verlagern. Das lenkt nur ab und schließlich sind andere Kriterien wie berufliche Kompetenz wichtiger. Doch es ist ratsam, seine Gestiken mit Freunden oder der Familie zu „üben“.

Aber dabei sollte man auch immer bedenken: Geld ist vieles, aber nicht alles!


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Vorstellungsgespräch - Die Frage nach den eigenen Schwächen

Vorstellungsgespräch - Die Frage nach den eigenen Schwächen


Ja? Was sind denn meine Schwächen? Und was antworte ich im Bewerbungsgespräch auf die Frage nach meinen Stärken? Wir wollen ein paar Tipps geben, denn schließlich gehört diese Frage zu den klassischen Standardfragen. Um sich von der Konkurrenz abzusetzen, ist Kreativität gefragt.

Natürlich ist es ratsam, sich auf etwaige Fragen des Vorstellungsgespräches vorzubereiten. Im Internet finden sich viele Beispiele für klassische Standardfragen, wie z.B. „Wie können Sie sich motivieren?“, „Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?“ oder „Warum sollen wir uns ausgerechnet für Sie als Bewerber entscheiden?“.

Nicht auswendig lernen

Eine klassische Standardfrage, die vielen Bewerbern Kopfzerbrechen bereitet, ist das Thema der eigenen Stärken und Schwächen. Klar fallen einem auf Anhieb zig persönliche Stärken ein, doch bei den eigenen Schwächen sieht es eher mau aus. Dabei raten Experten nicht umsonst davon ab, sich im Vorfeld wie ein Schauspieler einen Text zu überlegen, um den dann im Vorstellungsgespräch herunterzubeten. Das wirkt nicht authentisch und weckt eher Langeweile. Gegen Stichpunkte ist nichts einzuwenden.

Ungeduldig, ehrgeizig – bitte nicht!

Was also antworten, wenn im Bewerbungsgespräch die Frage nach den eigenen Schwächen kommt? Wie wäre es mit ungeduldig, ehrgeizig oder ein Hang zum Perfektionismus! Gäääähn, denn diese 08/15-Antworten dürfen sich die Personaler in Vorstellungsgesprächen zu genüge anhören.

Stärken und Schwächen kombinieren

Ideal ist es, wenn Sie beispielsweise Schwächen mit Stärken koppeln. In etwa: „Ich bin sehr kreativ, manchmal auch etwas unordentlich.“ Um dann noch einen positiven Gegenpunkt zu setzen, ist es ratsam, wenn man danach noch einen Satz mit „aber“ folgen lässt. So könnte das eben angeführte Beispiel im Ganzen folgendermaßen klingen: „Ich bin sehr kreativ, manchmal auch etwas unordentlich. Aber meine Termine halte ich immer ein.“

Zudem kommt es gut an, wenn Sie eigene Schwächen anhand von konkreten Beispielen aus dem alten Job oder dem Privatleben erläutern können. Das gilt natürlich auch für Stärken, wenn Sie beispielsweise Ihre Motivationskünste begründen wollen.

Wichtig ist, dass man sich nicht von oben bis unten schlecht redet und sich so als vollkommen ungeeignet für den Job präsentiert. Dennoch ist Aufrichtigkeit gefragt, da sonst der Personaler schnell den Eindruck gewinnt, dass Sie als Bewerber auf die anderen Fragen ebenfalls nicht unbedingt ehrlich geantwortet haben.


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Smalltalk im Job als praktischer Türöffner: Tipps für den kurzen Plausch

Smalltalk im Job als praktischer Türöffner: Tipps für den kurzen Plausch

Geschäftsalltag ohne Smalltalk – undenkbar. Doch die Kunst des Plauschens will gelernt sein. Hierfür gibt es ein paar gute Tipps. Natürlich gibt es auch Themen, die haben beim „kleinen Gespräch“ zwischen Arbeitskollegen wirklich gar nichts zu suchen.

Zwar ist der Smalltalk nicht ausschlaggebend für die Karriere oder einen neuen Job, dennoch fungiert der Plausch  durchaus als Türöffner, den man nicht unterschätzen sollte. Wer im Smalltalk glänzt, knüpft meistens schneller Kontakte und baut Beziehungen auf. Alleine dieser Fakt kann die berufliche Situation nur verbessern. Zudem schafft der Smalltalk eine angenehme Atmosphäre im Arbeitsalltag.

Smalltalken kann trainiert werden

Doch etliche Menschen haben Redehemmungen. Um diese zu überwinden sollte man immer wieder bewusst das Gespräch mit Kollegen suchen. Im gewohnten Jobumfeld fällt einem der Smalltalk leichter als beispielsweise bei einem Kundenbesuch in einem fremden Betrieb.

Aber wer bislang noch nicht zu den Smalltalk-Meistern gehört, sollte den Kopf nicht in den Sand stecken. Denn die Fähigkeit, mit (unbekannten) Menschen ein kurzes, ungezwungenes Gespräch zu führen, hängt meist vom Selbstbewusstsein ab. Und das kann man genauso gut trainieren, wie den Smalltalk.

Tipps und Themen für perfekten Smalltalk

Wer nicht genau weiß, welche Themen man in einem kurzen Plausch ansprechen sollte, findet im Folgenden ein paar gute Anregungen:

  • Smalltalk über den Ort
  • Smalltalk über andere Personen (Fragen stellen, Interesse bekunden)
  • Smalltalk über die Situation, in denen sich die Gesprächspartner befinden
  • Smalltalk über sich selbst („ich gehe auch gerne ins Kino“ oder „mache regelmäßig Sport“)

Damit der Smalltalk nicht zu einem Reinfall wird, sollte man am Gegenüber immer Interesse zeigen und passende Fragen stellen. Das klappt umso leichter, wenn man aufmerksam zuhört. Die Fragen sollten aber offen gestellt werden, also keine, die mit Ja oder Nein beantwortet werden können. Dadurch bleibt das Gespräch am Laufen.

Smalltalk: Üben, üben, üben

Die wichtigste Regel für einen perfekten Smalltalk ist, dass positiv besetzte Themen gewählt werden. Gespräche über Religion, Politik, persönliche Probleme, finanzielle Situation oder Tratsch über nicht anwesende Personen sowie Gerüchte sollte man vermeiden.

Bleiben sie am Ball und führen regelmäßig kurze Unterhaltungen mit den Kollegen oder Vorgesetzten. Möglichkeiten gibt es im Job zugenüge. Ob in der Küche, beim Kaffee oder während der Mittagspause in der Kantine.

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