Viele Jobsuchende schrecken vor der telefonischen Kontaktaufnahme mit dem potentiellen Arbeitgeber ab. Die Gründe sind vielfältig. Dabei liefern telefonische Bewerbung zahlreiche Vorteile. Vorausgesetzt, man ist gut vorbereitet.

Telefon als Bewerbungsinstrument nutzen
Angst vor der Abweisung oder Unsicherheit während des Gesprächs sind sicherlich die beiden größten Hindernisse, warum Jobsuchende bei ihrer Bewerbung nicht zum Hörer greifen. Das erklärt auch, warum nur zehn Prozent der Jobkandidaten sich auf ein passenden Stellenangebot vorab telefonisch melden. Den Vorteil, den sich diese zehn Prozent im Vergleich zu den Konkurrenten „erredet haben“, ist für die Nicht-Anrufer-Fraktion schwer aufzuholen.
Die Vorteile einer telefonischen Bewerbung sind zahlreich. Der Arbeitgeber wird ihr Interesse an der Stellenanzeige definitiv zu Kenntnis nehmen. Zudem können sie mit etwas Geschick am anderen Ende der Telefonleitung Sympathie wecken, wenn sich durch einen Zufall Gemeinsamkeiten oder gleiche Interessen herausstellen. Darüber hinaus haben sie die Chance, ihre Kommunikationsfähigkeit und soziale Kompetenz spielen zu lassen und unter Beweis stellen zu können.
Doch ohne entsprechende Vorbereitung laufen sie Gefahr, dass ihre telefonische Vorab-Bewerbung ein Schuss in den Ofen wird. Hier heißt es, einen kleinen Schlachtplan zu entwickeln. Schreiben sie sich drei bis vier Fragen auf, wobei diese möglichst nicht mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten sein sollte. Experten raten zudem von „Warum“-Fragen ab, da diese bisweilen als unhöflich oder aufdringlich rüberkommen kommen. Ihre Fragen sollte auch nicht im Schnelldurchgang runtergerattert werden, so dass sich ihr Gesprächspartner wie in einem Kreuzverhör vorkommen muss. Räumen sie Zeit zum Antworten ein, das ist auch ihre Chance, vielleicht die Nervosität und hohe Aufregung etwas besser in den Griff zu bekommen.
Bevor sie anrufen, sollten sie die entsprechende Stellenanzeige natürlich gut im Kopf haben. Am besten die Ausschreibung liegt direkt neben ihren Bewerbungsunterlagen auf dem Schreibtisch.
Ganz aufgeregt Bewerber werden sicherlich das Gespräch im Vorfeld durchspielen. Das ist auch gut so. Machen sie sich dabei unbedingt ein paar wichtige Notizen, damit das reale Gespräch jederzeit lebhaft ist und nicht in der großen Stille endet.
Und wie wir alle, sind auch Personalchefs, Sekretärinnen oder andere Kontaktpersonen nur Menschen. Mit etwas Charme, Höflichkeit und einem gut strukturierten Merkzettel, werden sie durch das telefonische Bewerbungsgespräch definitiv wichtige Punkte im Bewerbungsrennen sammeln. Und schon sind sie ihrem neuen Job einen Schritt näher gekommen.
© Jobsuche info 2011
In Zeiten der Wirtschaftskrise ist es gar nicht so einfach, einen neuen Job zu finden. Deshalb ist Kreativität und Eigeninitiative bei der Jobsuche gefragt.
Personalbüros ersticken oftmals in einer Flut von Initiativbewerbungen und Bewerbungen auf Stellenangebote, die hoffnungsvolle Bewerber per Post zuschicken. Die Qualität dieser Bewerbungen ist sehr unterschiedlich. Sie reicht vom unverbindlichen Anschreiben mit Standardfloskeln bis hin zu sorgfältig recherchierten, umfangreichen Bewerbungsschreiben nebst Bewerberfoto sowie teuren Mappen. Trotzdem haben die meisten Personalchefs keine Zeit, auf alle Anschreiben zeitnah zu reagieren, zumal, wenn kein konkretes Stellenangebot vorliegt und es sich um Initiativbewerbungen handelt. Um bei der Jobsuche nicht in einer Flut von Bewerbungen unterzugehen, sollte man sich bei der Bewerbung von der Masse abheben. Hierbei bietet sich eine telefonische Bewerbung an.
Die telefonische Bewerbung bietet den Vorteil, dass man direkt mit einem Personalverantwortlichen sprechen kann. Auch wenn es bei den ersten ein oder zwei Anwahlen nicht sofort klappt, und die Leitung wieder mal besetzt ist, sollte man nicht gleich aufgeben. Es ist ganz normal, wenn Personalverantwortliche nicht sofort erreichbar sind, weil sie in einer Besprechung sind oder gerade telefonieren. Gerade Bewerber, die sich hiervon nicht abschrecken lassen, und auch ein drittes oder viertes Mal anrufen, zeigen Eigeninitiative und Engagement. Das sind Eigenschaften, die bei den meisten Personalern gut ankommen und der Karriere zuträglich sind. Im Personalbüro sieht man dann, wem es ernst damit ist, einen Job zu finden. Bewerber, die wahllos Firmen mit schlecht recherchierten Bewerbungen überhäufen, können da nicht mithalten.
Wenn man dann endlich am Ziel ist und den Personalentscheider am Apparat hat, sollte man sein Anliegen in kurzen und präzisen Worten erklären können. Dabei ist es wichtig, dass die Stärken des Bewerbers zur Geltung kommen. Wichtig ist, dass der Bewerber nicht nur erzählt, wie sehr er sich eine Mitarbeit in dieser Firma wünscht und welche Vorteile ihm selbst eine Mitarbeit bringt. Vielmehr geht es darum, sich selbst und die eigenen Fähigkeiten gut zu verkaufen. Dabei soll für den Personalentscheider klar zu erkennen sein, dass gerade dieser Bewerber für die Firma einen echten konkreten Mehrwert darstellt, von dem sie profitieren kann.
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